Neuansiedlung

IKEA Memmingen: Entscheidung fällt wohl im März

Symbolbild. IKEA in Gersthofen. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die schwedische Möbelmarke gab Ende 2015 bekannt, einen Standort in Memmingen zu eröffnen. Es hagelte Kritik. Im Frühjahr 2018 entschied sich IKEA, das Konzept zu überarbeiten. Diesen März soll nun die endgültige Entscheidung fallen.

100 Millionen Euro sollten investiert werden. Das gaben Stadt Memmingen und IKEA im Dezember 2015 bekannt. Wäre alles nach Plan gelaufen, hätte schon dieses Jahr der neue Standort eröffnet werden können. Rund 350 neue Arbeitsplätze hätte das bedeutet. Der damalige Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger rechnete mit einem positiven Einfluss auf Wirtschaft und den Einzelhandel in Memmingen. Es war von möglichen Steuereinnahmen im siebenstelligen Bereich die Rede. Doch es gab auch Gegenstimmen.

Fachmarkt-Zentrum sorgt für Diskussionen

Problem: Neben einer IKEA-Filiale sollte auch ein Fachmarkt-Zentrum am Autobahnkreuz entstehen. Die Einzelhändler der Innenstadt sahen dies als Bedrohung an. Rund ein Jahr nach der Bekanntgabe der Pläne, schlug IKEA vor, die Flächen deswegen zu verkleinern: Maximal 12 statt wie angekündigt 16 Fachmärkte, deutlich reduzierte Bereiche Textil, Sport, Lebensmittel und Gastronomie, der Bau- & Heimhandwerker-Markt komplett gestrichen.

Bedenken äußerte auch die Industrie- und Handelskammer Schwaben. Die IHK begrüße zwar generell die Ansiedlung von IKEA, forderte jedoch, dass das Einrichtungshaus ohne ein angeschlossenes Fachmarkt-Zentrum mit innenstadtrelevantem Sortiment errichtet. Weiter sei die Infrastruktur von einer Ansiedlung gefährdet. Der Verkehr am Autobahnkreuz werde stark zunehmen. Der Bereich sei schon jetzt nicht mehr fließend befahrbar zu Stoßzeiten. Das beeinflusst auch große, ansässig produzierende Unternehmen. Die IHK forderte 2017 daher, den Bereich vorher zu optimieren. Die Brücke Europastraße müsse ausreichend dimensioniert aus- oder neu gebaut werden.

Wohl kein Standard-Haus in Memmingen

Im April 2018 geb IKEA schließlich bekannt, das Konzept erneut zu überarbeiten. Das ursprünglich angedachte Standard-Einrichtungshaus werde es nicht mehr. „Die Einzelhandelslandschaft und die Kundenbedürfnisse sind im Umbruch. Um auch weiterhin die Erwartungen unserer Kunden bestmöglich zu erfüllen, wollen wir in Zukunft auf flexiblere Konzepte setzen. Deshalb ändern wir unsere bisherige Expansionsstrategie und werden uns auf Standorte nahe der Stadtzentren konzentrieren“, erläutert Johannes Ferber, Expansionschef von IKEA Deutschland, letztes Jahr.

Wie und ob IKEA seine Pläne in Memmingen umsetzt, will das Unternehmen diesen März entscheiden. Ende März sei mit weiteren Informationen zu rechnen, heißt es auf Anfrage unserer Redaktion.

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100 Millionen Euro sollten investiert werden. Das gaben Stadt Memmingen und IKEA im Dezember 2015 bekannt. Wäre alles nach Plan gelaufen, hätte schon dieses Jahr der neue Standort eröffnet werden können. Rund 350 neue Arbeitsplätze hätte das bedeutet. Der damalige Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger rechnete mit einem positiven Einfluss auf Wirtschaft und den Einzelhandel in Memmingen. Es war von möglichen Steuereinnahmen im siebenstelligen Bereich die Rede. Doch es gab auch Gegenstimmen.

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Bedenken äußerte auch die Industrie- und Handelskammer Schwaben. Die IHK begrüße zwar generell die Ansiedlung von IKEA, forderte jedoch, dass das Einrichtungshaus ohne ein angeschlossenes Fachmarkt-Zentrum mit innenstadtrelevantem Sortiment errichtet. Weiter sei die Infrastruktur von einer Ansiedlung gefährdet. Der Verkehr am Autobahnkreuz werde stark zunehmen. Der Bereich sei schon jetzt nicht mehr fließend befahrbar zu Stoßzeiten. Das beeinflusst auch große, ansässig produzierende Unternehmen. Die IHK forderte 2017 daher, den Bereich vorher zu optimieren. Die Brücke Europastraße müsse ausreichend dimensioniert aus- oder neu gebaut werden.

Wohl kein Standard-Haus in Memmingen

Im April 2018 geb IKEA schließlich bekannt, das Konzept erneut zu überarbeiten. Das ursprünglich angedachte Standard-Einrichtungshaus werde es nicht mehr. „Die Einzelhandelslandschaft und die Kundenbedürfnisse sind im Umbruch. Um auch weiterhin die Erwartungen unserer Kunden bestmöglich zu erfüllen, wollen wir in Zukunft auf flexiblere Konzepte setzen. Deshalb ändern wir unsere bisherige Expansionsstrategie und werden uns auf Standorte nahe der Stadtzentren konzentrieren“, erläutert Johannes Ferber, Expansionschef von IKEA Deutschland, letztes Jahr.

Wie und ob IKEA seine Pläne in Memmingen umsetzt, will das Unternehmen diesen März entscheiden. Ende März sei mit weiteren Informationen zu rechnen, heißt es auf Anfrage unserer Redaktion.

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