Geplantes Einrichtungshaus

IKEA kippt geplantes Konzept in Memmingen

Symbolbild. IKEA in Gersthofen. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Im Unterallgäu wollte die schwedische Möbelmarke einen neuen Markt errichten. Doch aus dem Standard-Einrichtungshaus wird nichts, wie die Stadt Memmingen und IKEA bestätigen. Trotzdem hält das Unternehmen am Standort fest.

„Der Standort Memmingen steht grundsätzlich nicht in Frage“, betont Oberbürgermeister Manfred Schilder. Fest stehe jedoch, dass das ursprünglich angedachte Standard-Einrichtungshaus nicht kommen werde. „Offensichtlich geht der Trend Richtung Ausbau des Onlinehandels. Memmingen könnte bei dieser Form der Neuausrichtung berücksichtigt werden. Wir sind mit den Verantwortlichen ständig in Kontakt.“

IKEA legt Fokus auf Stadtzentren

IKEA selbst hat sich dazu bereits geäußert: „Die Einzelhandelslandschaft und die Kundenbedürfnisse sind im Umbruch. Um auch weiterhin die Erwartungen unserer Kunden bestmöglich zu erfüllen, wollen wir in Zukunft auf flexiblere Konzepte setzen. Deshalb ändern wir unsere bisherige Expansionsstrategie und werden uns auf Standorte nahe der Stadtzentren konzentrieren“, erläutert der Expansionschef von IKEA Deutschland, Johannes Ferber, die Hintergründe.

IKEA prüft alle neu geplanten Standorte

Diese wird sich nicht nur auf die Standortauswahl, sondern auch auf das Format künftiger Einrichtungshäuser auswirken. „Wir denken vor allem an individuelle Konzepte, die sich perfekt in den innerstädtischen Raum einfügen, und an Standorte, die auch ohne Auto gut erreichbar sind“, so Ferber weiter. „Gut vorstellen können wir uns ebenfalls Modelle, bei denen wir gemeinsam mit Partnern weitere Nutzungsmöglichkeiten schaffen, etwa in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Freizeit oder Kultur.“ Als Teil eines weltweiten Prozesses bei IKEA werden gerade sämtliche neu geplanten Standorte überprüft.

Neues Konzept für Memmingen noch nicht bekannt

Die bereits bestehenden IKEA-Standorte sind von der Neuausrichtung nicht betroffen. Auswirkungen hat die aktuelle Entwicklung allerdings auf einige geplante Einrichtungshäuser, wie in Memmingen. IKEA wird das dort ursprünglich geplante Standard-Einrichtungshaus nicht weiter verfolgen. Noch nicht entschieden ist, wie ein mögliches neues Konzept aussehen könnte. Das Unternehmen bekennt sich aber zum Standort Memmingen. Ebenfalls überprüft werden derzeit das Format und die Größe für das neue Haus in Nürnberg sowie der Neubau des Einrichtungshauses in München-Eching.

Online-Handel wächst deutlich

Der Online-Umsatz von IKEA Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich zweistellig gewachsen. „Wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzen wird und investieren deshalb maßgeblich in die dafür benötigte Infrastruktur, zum Beispiel durch den deutschlandweiten Ausbau von IKEA eigenen Kundendistributionszentren“, so Ferber abschließend.

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