Neuansiedlung in Memmingen

IHK Schwaben sieht Gefahr in IKEA Fachmarktzentrum

Das IKEA-Einrichtungshaus könnte in Memmingen bereits 2019 eröffnen. Foto: IKEA
Ende 2019 könnte das geplante IKEA-Einrichtungshaus in Memmingen bereits seine Tore öffnen. Während die Ansiedlung an sich begrüßt wird, gibt es weiterhin Widerstände gegen das geplante Fachmarktzentrum. Auch die IHK-Regionalversammlung Memmingen und Unterallgäu sieht Handlungsbedarf.

Im Rahmen der jüngsten Sitzung bekräftigte die Regionalversammlung mit einem einstimmigen Beschluss erneut die Position der IHK Schwaben. Demnach wird begrüßt, dass sich IKEA in Memmingen ansiedelt. Die IHK Schwaben fordert jedoch weiterhin, dass das Einrichtungshaus ohne einem angeschlossenen Fachmarkt-Zentrum mit innenstadtrelevantem Sortiment errichtet wird.

Einrichtungshaus an sich rundet Branchenmix ab

Die Stadt Memmingen hat sich in den vergangenen Jahren stark dafür eingesetzt, den Einkaufs-Standort Innenstadt zu stärken und weiterzuentwickeln. Zur finanziellen Unterstützung wurden der Stadt hierfür Städtebau-Forderungsmittel bereitgestellt. Fachmarkt-Zentren mit Sortimenten wie Bekleidung, Schuhen oder Sport am Stadtrand würden laut IHK den bisherigen Anstrengungen demnach entgegenwirken. Das Einrichtungshaus hingegen runde den Branchenmix des Einkaufs-Standortes Memmingen ab. Gleichzeitig soll es dazu beitragen, die oberzentrale Funktion Memmingens zu stärken und weiter auszubauen. Das IKEA-Einrichtungshaus entspricht damit einem der Ziele des Einzelhandels- und Zentren-Konzeptes der Stadt Memmingen aus dem Jahr 2007. 

Fachmarkt-Zentrum gilt weiterhin als problematisch

Auch einige der ansässigen Innenstadt-Händler begegnen dem geplanten Bau kritisch. Daher kündigte IKEA bereits im Dezember 2016 an, die geplante Verkaufs-Fläche um ein Drittel verkleinern zu wollen. Diese Entscheidung erkennt die IHK-Regionalversammlung zwar an, sieht die Ansiedlung eines Fachmarkt-Zentrums aber weiterhin als poblematisch. Diese verschärfe aus Sicht der IHK-Regionalversammlung  die Wettbewerbs-Situation. Letztlich könne das die Innenstadt gefährden.

Straßen-Führung wird geändert

Weiterhin fordert die IHK-Regionalversammlung, die Verkehrs-Situation rund um die Europastraße zu optimieren. Denn die Standort-Qualität der in diesem Bereich ansässigen Unternehmen soll unter dem geplanten Projekt nicht leiden. So wird gefordert, die Brücke der Europastraße über die A 96 von vier auf sechs Fahrstreifen zu verbreitern. Zudem wird eine Abbiege-Möglichkeit direkt von der Dr.-Karl-Lenz-Straße in die Europastraße und unmittelbar weiter auf die A 96 Richtung München gewünscht. Mittelfristig sollte auch eine Verkehrs-Lenkung aus dem Gewerbegebiet nördlich der A 96 (Fraunhofer Straße) in Richtung der A 7 Auffahrt Heimertingen realisiert werden. Auf diese Weise könnte laut IHk-Regionalversammlung der Knoten Europastraße/A-96-Auffahrt entlastet werden.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Neuansiedlung in Memmingen

IHK Schwaben sieht Gefahr in IKEA Fachmarktzentrum

Das IKEA-Einrichtungshaus könnte in Memmingen bereits 2019 eröffnen. Foto: IKEA
Ende 2019 könnte das geplante IKEA-Einrichtungshaus in Memmingen bereits seine Tore öffnen. Während die Ansiedlung an sich begrüßt wird, gibt es weiterhin Widerstände gegen das geplante Fachmarktzentrum. Auch die IHK-Regionalversammlung Memmingen und Unterallgäu sieht Handlungsbedarf.

Im Rahmen der jüngsten Sitzung bekräftigte die Regionalversammlung mit einem einstimmigen Beschluss erneut die Position der IHK Schwaben. Demnach wird begrüßt, dass sich IKEA in Memmingen ansiedelt. Die IHK Schwaben fordert jedoch weiterhin, dass das Einrichtungshaus ohne einem angeschlossenen Fachmarkt-Zentrum mit innenstadtrelevantem Sortiment errichtet wird.

Einrichtungshaus an sich rundet Branchenmix ab

Die Stadt Memmingen hat sich in den vergangenen Jahren stark dafür eingesetzt, den Einkaufs-Standort Innenstadt zu stärken und weiterzuentwickeln. Zur finanziellen Unterstützung wurden der Stadt hierfür Städtebau-Forderungsmittel bereitgestellt. Fachmarkt-Zentren mit Sortimenten wie Bekleidung, Schuhen oder Sport am Stadtrand würden laut IHK den bisherigen Anstrengungen demnach entgegenwirken. Das Einrichtungshaus hingegen runde den Branchenmix des Einkaufs-Standortes Memmingen ab. Gleichzeitig soll es dazu beitragen, die oberzentrale Funktion Memmingens zu stärken und weiter auszubauen. Das IKEA-Einrichtungshaus entspricht damit einem der Ziele des Einzelhandels- und Zentren-Konzeptes der Stadt Memmingen aus dem Jahr 2007. 

Fachmarkt-Zentrum gilt weiterhin als problematisch

Auch einige der ansässigen Innenstadt-Händler begegnen dem geplanten Bau kritisch. Daher kündigte IKEA bereits im Dezember 2016 an, die geplante Verkaufs-Fläche um ein Drittel verkleinern zu wollen. Diese Entscheidung erkennt die IHK-Regionalversammlung zwar an, sieht die Ansiedlung eines Fachmarkt-Zentrums aber weiterhin als poblematisch. Diese verschärfe aus Sicht der IHK-Regionalversammlung  die Wettbewerbs-Situation. Letztlich könne das die Innenstadt gefährden.

Straßen-Führung wird geändert

Weiterhin fordert die IHK-Regionalversammlung, die Verkehrs-Situation rund um die Europastraße zu optimieren. Denn die Standort-Qualität der in diesem Bereich ansässigen Unternehmen soll unter dem geplanten Projekt nicht leiden. So wird gefordert, die Brücke der Europastraße über die A 96 von vier auf sechs Fahrstreifen zu verbreitern. Zudem wird eine Abbiege-Möglichkeit direkt von der Dr.-Karl-Lenz-Straße in die Europastraße und unmittelbar weiter auf die A 96 Richtung München gewünscht. Mittelfristig sollte auch eine Verkehrs-Lenkung aus dem Gewerbegebiet nördlich der A 96 (Fraunhofer Straße) in Richtung der A 7 Auffahrt Heimertingen realisiert werden. Auf diese Weise könnte laut IHk-Regionalversammlung der Knoten Europastraße/A-96-Auffahrt entlastet werden.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben