Neuer Standort

IKEA kommt doch nicht nach Memmingen

Symbolbild. IKEA in Gersthofen. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Die schwedische Möbelmarke plant seit 2015, einen Standort in Memmingen zu eröffnen. Wieso der Plan nicht aufging.

IKEA gab nun bekannt, dass der Standort Memmingen mit einem Einrichtungshaus und einem Fachmarktzentrum nicht weiter verfolgt wird.

IKEA wollte neues Konzept in Memmingen umsetzen

„Seit dem vergangenen Jahr steht fest, dass wir in Deutschland keine neuen Standard-Einrichtungshäuser mehr planen. In den vergangenen Monaten haben wir uns daher intensiv damit beschäftigt, ob sich am Standort Memmingen auch ein flexibleres Modell realisieren lässt“, teilt uns Ikea Deutschland auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Daher hat Ikea in Memmingen verschiedene Konstellationen geprüft. Das Einrichtungshaus sollte verkleinert werden und mit erweiterten Lagerflächen zur Auslieferung von Online-Bestellungen kombiniert werden.  

Konzepte seien wirtschaftlich nicht tragfähig

Nun gab das Unternehmen bekannt, dass keines der geprüften Konzepte auf Dauer wirtschaftlich tragfähig wäre. Aus diesem Grund habe sich IKEA entschieden, den Standort nicht weiter zu verfolgen. Diese Entscheidung betrifft sowohl das IKEA Einrichtungshaus als auch die geplanten Fachmärkte.

IKEA will mit Stadt Memmingen gemeinsame Lösung finden

„Wir bedauern, dass sich dieser Schritt nicht vermeiden lässt und wollen nun alle weiteren Details gemeinsam mit der Stadt Memmingen abstimmen, um gemeinsam eine gute Lösung zu finden“, heißt es von Seiten IKEAs. 

„Wir müssen die Entscheidung des Unternehmens akzeptieren und respektieren. Es wurde uns nochmals bestätigt, dass das Projekt nicht  an „subjektiv empfundenen langen Verfahrensabläufen“ oder wie der Stadt auch vorgeworfen wird, „verschleppt“ worden ist. Vielmehr hat sich IKEA für die konstruktive Zusammenarbeit in den letzten Jahren bedankt“, so Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder in einer ersten Stellungnahme.

Hintergrund IKEA in Memmingen

100 Millionen Euro sollten investiert werden. Das gaben Stadt Memmingen und IKEA im Dezember 2015 bekannt. Wäre alles nach Plan gelaufen, hätte schon dieses Jahr der neue Standort eröffnet werden können. Rund 350 neue Arbeitsplätze hätte das bedeutet. Der damalige Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger rechnete mit einem positiven Einfluss auf Wirtschaft und den Einzelhandel in Memmingen. Es war von möglichen Steuereinnahmen im siebenstelligen Bereich die Rede. Doch es gab auch Gegenstimmen.

Fachmarkt-Zentrum sorgt für Diskussionen

Problem: Neben einer IKEA-Filiale sollte auch ein Fachmarkt-Zentrum am Autobahnkreuz entstehen. Die Einzelhändler der Innenstadt sahen dies als Bedrohung an. Rund ein Jahr nach der Bekanntgabe der Pläne schlug IKEA vor, die Flächen deswegen zu verkleinern: Maximal 12 statt wie angekündigt 16 Fachmärkte, deutlich reduzierte Bereiche Textil, Sport, Lebensmittel und Gastronomie, der Bau- & Heimhandwerker-Markt komplett gestrichen.

Im April 2018 gab IKEA schließlich bekannt, das Konzept erneut zu überarbeiten. Ein Jahr später ist nun eine endgültige Entscheidung getroffen worden.

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IKEA gab nun bekannt, dass der Standort Memmingen mit einem Einrichtungshaus und einem Fachmarktzentrum nicht weiter verfolgt wird.

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„Seit dem vergangenen Jahr steht fest, dass wir in Deutschland keine neuen Standard-Einrichtungshäuser mehr planen. In den vergangenen Monaten haben wir uns daher intensiv damit beschäftigt, ob sich am Standort Memmingen auch ein flexibleres Modell realisieren lässt“, teilt uns Ikea Deutschland auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Daher hat Ikea in Memmingen verschiedene Konstellationen geprüft. Das Einrichtungshaus sollte verkleinert werden und mit erweiterten Lagerflächen zur Auslieferung von Online-Bestellungen kombiniert werden.  

Konzepte seien wirtschaftlich nicht tragfähig

Nun gab das Unternehmen bekannt, dass keines der geprüften Konzepte auf Dauer wirtschaftlich tragfähig wäre. Aus diesem Grund habe sich IKEA entschieden, den Standort nicht weiter zu verfolgen. Diese Entscheidung betrifft sowohl das IKEA Einrichtungshaus als auch die geplanten Fachmärkte.

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„Wir bedauern, dass sich dieser Schritt nicht vermeiden lässt und wollen nun alle weiteren Details gemeinsam mit der Stadt Memmingen abstimmen, um gemeinsam eine gute Lösung zu finden“, heißt es von Seiten IKEAs. 

„Wir müssen die Entscheidung des Unternehmens akzeptieren und respektieren. Es wurde uns nochmals bestätigt, dass das Projekt nicht  an „subjektiv empfundenen langen Verfahrensabläufen“ oder wie der Stadt auch vorgeworfen wird, „verschleppt“ worden ist. Vielmehr hat sich IKEA für die konstruktive Zusammenarbeit in den letzten Jahren bedankt“, so Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder in einer ersten Stellungnahme.

Hintergrund IKEA in Memmingen

100 Millionen Euro sollten investiert werden. Das gaben Stadt Memmingen und IKEA im Dezember 2015 bekannt. Wäre alles nach Plan gelaufen, hätte schon dieses Jahr der neue Standort eröffnet werden können. Rund 350 neue Arbeitsplätze hätte das bedeutet. Der damalige Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger rechnete mit einem positiven Einfluss auf Wirtschaft und den Einzelhandel in Memmingen. Es war von möglichen Steuereinnahmen im siebenstelligen Bereich die Rede. Doch es gab auch Gegenstimmen.

Fachmarkt-Zentrum sorgt für Diskussionen

Problem: Neben einer IKEA-Filiale sollte auch ein Fachmarkt-Zentrum am Autobahnkreuz entstehen. Die Einzelhändler der Innenstadt sahen dies als Bedrohung an. Rund ein Jahr nach der Bekanntgabe der Pläne schlug IKEA vor, die Flächen deswegen zu verkleinern: Maximal 12 statt wie angekündigt 16 Fachmärkte, deutlich reduzierte Bereiche Textil, Sport, Lebensmittel und Gastronomie, der Bau- & Heimhandwerker-Markt komplett gestrichen.

Im April 2018 gab IKEA schließlich bekannt, das Konzept erneut zu überarbeiten. Ein Jahr später ist nun eine endgültige Entscheidung getroffen worden.

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