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Söder bei Everllence: „Innovation generiert Wettbewerbsfähigkeit“
Besuch

Söder bei Everllence: „Innovation generiert Wettbewerbsfähigkeit“

Markus Söder hat das Augsburger Traditionsunternehmen Everllence besucht. Foto: B4B/ Angelina Märkl
Markus Söder hat das Augsburger Traditionsunternehmen Everllence besucht. Foto: B4B/ Angelina Märkl

Ministerpräsident Söder hat Everllence in Augsburg besucht. Neben der klimaneutralen Technologie von Everllence ging es auch um den neuen Investor Bain Capital.

Zuletzt hatten sie sich im Everllence-Werk in Houston getroffen, jetzt in Augsburg: Ministerpräsident Markus Söder ist der Einladung von Everllence-CEO Uwe Lauber gefolgt und hat den Stammsitz in Augsburg besucht. Bei dem Besuch ging es um den neuen Investor Bain Capital, die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Everllence und Bayern sowie klimaneutrale Technologien. „Was unsere Stärke und euer Unternehmen ausmacht, das ist, immer auf neue Technologien zu setzen“, sagte Söder zu den Mitarbeitenden von Everllence.

Klimaneutralität bei Everllence

Denn seit 2019 hat Everllence einen neuen Weg eingeschlagen, der weg von Dieselmotoren und hin zur klimaneutralen Schiffsantrieben und Großwärmepumpen führt. So baut das Unternehmen in Köln derzeit eine Flusswasser-Wärmepumpe, die rund 50.000 Haushalte mit Fernwärme versorgen soll. „Deutschland ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht“, sagte Lauber mit Blick auf den Baubeginn.

Söder sieht wegen der vorgeschriebenen Wärmeplanung der Kommunen die Wärmepumpen als neues Geschäftsfeld. Ob es auch in Bayern Flusswärmepumpen geben wird, ließ Söder offen.

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Für ihn liegt der Schwerpunkt nicht bei der Frage, ob die nationalen Klimaziele 2045 oder 2050 erreicht werden. Es komme für ihn darauf an, die Struktur zu verbessern, indem Motoren, auch für Autos, mit emissionsarmen Kraftstoffen betrieben werden können. „Was beispielsweise hier passiert“, sagte er bei Everllence. Die Förderung von erneuerbaren Energien müsse aber wettbewerbsfähig sein. „Wenn es gegen die Industrie geht, wird Folgendes passieren: Dann gehen massiv Arbeitsplätze verloren, und wenn Arbeitsplätze und Wohlstand verloren gehen, dann wackelt die Demokratie, und das kann nicht unser Ziel sein“, sagte Söder.

Fotos: B4B/ Angelina Märkl

Was bedeutet Bain Capital für Augsburg?

„Augsburg ist und bleibt die Konzernzentrale, auch wenn hier wegen unseres neuen Partners viel spekuliert wird. Augsburg ist und bleibt das Herzstück“, sagte Lauber mit Blick auf den neuen US-amerikanischen Investor Bain Capital, der 51 Prozent der Anteile an Everllence kauft. Bain Capital habe die Stärken des Augsburger Unternehmens erkannt. Lauber hofft bei Bain Capital auf einen Partner, der das Unternehmen nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch dabei, Großprojekte in den USA zu bekommen.

Doch um in Augsburg weiter erfolgreich sein zu können, braucht Everllence laut Lauber bestimmte Rahmenbedingungen. Fachkräfte, wettbewerbsfähige Energiepreise, belastbare Lieferketten und eine leistungsfähige Logistik.

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Wettbewerbsfähig durch Innovation

Söder hingegen sieht Innovation als Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Aspekte wie die Höhe der Energiekosten kämen erst danach. „Es sind die Innovationssprünge, mit denen man am Ende Wettbewerbsfähigkeit generiert. Ich will nicht, dass wir uns im Wettbewerb begegnen, wer die billigsten Arbeitsplätze hat“, sagte Söder. Bei Lieferketten und Rohstoffverträgen wünscht er sich eine andere Herangehensweise. Diese sollten nicht nur mit den Ländern geschlossen werden, „die mit uns am Morgen dreimal auf den Weltfrieden trinken und am Nachmittag eine Unbedenklichkeitserklärung unterschreiben.“

Den Wirtschaftsstandort Augsburg sieht Söder als gut aufgestellt und verweist auch auf die Luft- und Raumfahrtbranche und das Beispiel Airbus Aerostructures. „Ich glaube schon, dass man sagen kann, dass der Standort zukunftsfest und sich im weltweiten Wettbewerb sehr gut bewähren kann“, sagte Söder. An der Uni und der Hochschule in Augsburg werde der Nachwuchs ausgebildet, der die Innovation in die Unternehmen bringe.

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Laut Söder war der Freistaat Bayern auch an der Investorensuche für Everllence beteiligt. „Ich glaube, das ist jetzt ein sehr gutes Ergebnis, das hoffentlich Stabilität gibt. Weil das entscheidende Ziel ist: Produktivität, aber natürlich Erhalt von Arbeitsplätzen“, sagte Söder in Augsburg.

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