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Der Bau von Europas größter Flusswasser-Wärmepumpe schreitet voran. Am Standort Köln-Niehl starten die Hauptbauarbeiten für die neue Anlage, deren Vertrag im März 2025 unterzeichnet wurde. Parallel dazu ist die Fertigung zentraler Anlageteile bereits weit fortgeschritten. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2028 geplant. Everllence aus Augsburg ist Generalunternehmer.
Die Anlage wird Wasser aus dem Rhein als Energiequelle nutzen. Als Kältemittel kommt Ammoniak in einem geschlossenen Kreislauf zum Einsatz. Mit einer Wärmeleistung von 150 Megawatt soll die Anlage künftig rund 50.000 Haushalte mit Fernwärme versorgen. Nach Angaben der Projektpartner können dadurch jährlich etwa 100.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. Das System besteht aus drei Großwärmepumpenmodulen mit jeweils 50 Megawatt Heizleistung.
Aufgrund der vorliegenden Genehmigungen beginnt nun die Errichtung der Gebäude und der technischen Infrastruktur. „Städte in ganz Deutschland stehen vor der Aufgabe, ihre Wärmeversorgung zu dekarbonisieren und gleichzeitig Versorgungssicherheit sowie Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten“, erklärt Dr. Uwe Lauber, CEO von Everllence. In Köln starte jetzt die entscheidende Umsetzung des Großprojekts. Auch RheinEnergie sieht im Projekt einen wichtigen Schritt für die zukünftige Wärmeversorgung der Stadt. „Unser Projekt in Köln-Niehl zeigt, wie sich Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit miteinander verbinden lassen“, so Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie.
Nach Angaben von Everllence haben bislang rund 180 Mitarbeitende an Planung, Engineering, Fertigung und Projektvorbereitung mitgewirkt. Die Herstellung der Getriebekompressoren, die in der Anlage eingesetzt werden, sei laut Everllence bereits weit fortgeschritten. Das Getriebe und weitere Bauteile werden in Berlin gefertigt. Der Zusammenbau der Kompressoren erfolgt in Oberhausen. Zum Projekt gehört zudem ein digitales Servicepaket. Dieses soll die Überwachung und Analyse von Betriebsdaten in Echtzeit ermöglichen.
Mit dem Beginn der Hauptbauphase steigt der Arbeitsaufwand zwischen den beteiligten Unternehmen und Gewerken. Alexander Stöckler, Head of Sales, Tendering & Project Management, Power Segment bei Everllence verweist auf die passende Koordination. „Mit dem Übergang in die Hauptbauphase wird Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe nun Schritt für Schritt Realität. Als Generalunternehmer verantworten wir die Umsetzung über alle Projektphasen hinweg und stellen sicher, dass aus den einzelnen Komponenten und Systemen eine leistungsfähige und nachhaltige Gesamtlösung für die zukünftige Wärmeversorgung Kölns entsteht“, so Stöckler.