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Everllence hat das Forschungsprojekt „HydroMonia“ gestartet. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft sollen neue Kraftwerkskonzepte entwickelt werden. Im Mittelpunkt stehen mittelschnelllaufende, gasbetriebene Viertakt-Motoren, die entweder mit reinem Wasserstoff oder mit reinem Ammoniak betrieben werden.
Beide Energieträger sind kohlenstofffrei. Bei ihrer Verbrennung entstehen daher keine CO₂-Emissionen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und läuft über 36 Monate. Der Start erfolgte im Januar 2026.
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Mit dem Vorhaben möchte das Unternehmen aus Augsburg neue Technologien für eine klimaneutrale Stromerzeugung entwickeln. Dabei setzt das Unternehmen auf die Dekarbonisierung von Kraftstoffen als Grundlage für einen emissionsfreien Strommarkt. Alexander Knafl, Head of Engineering bei Everllence, sieht das Projekt als weiteren Schritt in Richtung klimaneutraler Kraftwerklösungen. „Es unterstützt unsere Strategie, nachhaltige Technologien zu entwickeln, und ich schätze die Möglichkeit sehr, mit externen Partnern und darunter einem Kraftwerksbetreiber zusammenzuarbeiten“, erklärt Knafl. Ammoniak und Wasserstoff seien auf diesem Weg vielversprechende Kandidaten, da sie kohlenstofffrei sind.
Die entwickelten Konzepte sollen vor allem in sogenannten Dunkelflauten zum Einsatz kommen. Damit sind Zeiträume gemeint, in denen über mehrere Stunden oder sogar Wochen weniger Strom aus Wind- und Solaranlagen zur Verfügung steht, als benötigt wird. Nach Angaben von Everllence können solche Phasen mit heutigen Speichertechnologien wie Batteriespeichern nicht vollständig überbrückt werden. Stattdessen werden flexible Kraftwerkskapazitäten benötigt, die kurzfristig Strom bereitstellen können.
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Everllence setzt auf Gasmotorenkraftwerke. Sie können schnell auf Veränderungen im Strombedarf reagieren und flexibel Leistung bereitstellen. Diese eignen sich laut Christian Kunkel, Head of Combustion Development bei Everllence, besonders für die Anwendungen im zukünftigen Strommarkt. „Motoren können sich im Vergleich zu alternativen Technologien sehr schnell im Netz aufschalten und sind bezüglich Lastabgabe im Vergleich zu anderen Kraftwerkstechnologien äußerst flexibel. Aus diesem Grund sind Motorenkraftwerke ein wichtiges Puzzlestück zur Dekarbonisierung des Strommarktes“, so Kunkel.
An dem Projekt beteiligen sich mehrere Partner aus Forschung und Wirtschaft. Everllence verantwortet das Gesamtkonzept der Kraftwerke und Motoren einschließlich der erforderlichen Abgasnachbehandlungssysteme. Die WTZ Roßlau gGmbH aus Dessau entwickelt die motorischen Brennverfahren für Wasserstoff und Ammoniak. Das Forschungsinstitut FKFS in Stuttgart übernimmt die Verbrennungssimulation und die technische Vorauslegung.
Das Fraunhofer ISE in Freiburg untersucht Lebenszyklusanalysen sowie Zukunftsszenarien für Kraftstoffinfrastrukturen und Kraftstoffimporte. Der kommunale Infrastrukturdienstleister und Kraftwerksbetreiber Eins Energie aus Chemnitz bringt technische Anforderungen und Erfahrungen aus dem Betrieb von Gasmotorkraftwerken in das Projekt ein.