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Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) schickt München in das internationale Auswahlverfahren. Das hat der DOSB am Wochenende entschieden. Demnach könnten die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 in München stattfinden.
Die letzte Olympiade war 1972 in München. Damals wurden im Augsburger Eiskanal die Kanuslalom-Wettbewerbe ausgetragen. Mit der WWK-Arena hat Augsburg heute eine zweite große Sportstätte, mit der die Stadt etwas vom Olympia-Kuchen abhaben könnte.
So plant München in seinem Bewerbungskonzept, dass die Vorrundenspiele im Fußball in Augsburg stattfinden sollen. Auch der Eiskanal mit seiner Olympia-Strecke von 1972 ist Teil der Planungen. Hier sollen wieder die Kanu-Wettkämpfe stattfinden.
Augsburgs Oberbürgermeister Florian Freund spricht von einem „enormen Impuls“, den die Spiele für Augsburg haben könnten. „Mit dem Eiskanal und der WWK-Arena bringen wir zwei international anerkannte Standorte ein, die weit über den Sport hinauswirken: für unsere Wirtschaft, für Investitionen, für moderne Infrastruktur und für die internationale Sichtbarkeit unserer Stadt“, sagt Freund.
Die vbw bewertet die Olympischen Spiele als Werbung für den Wirtschaftsstandort Bayern und hofft, dass bereits geplante Infrastruktur- und Wohnraumprojekte beschleunigt werden. Zudem erwartet sie, dass Hotels, Gaststätten und Einzelhandel durch die Touristen profitieren.
Die Stadt hofft, dass sie sich als Gastgeberin internationaler, großer Sportveranstaltungen positionieren und Augsburgs Rolle im internationalen Kanusport stärken kann. Letztere war zuletzt angezweifelt worden, weil der Eiskanal wegen des Klimawandels immer wieder zu wenig, bis gar kein Wasser geführt hatte. Das hatte Folgen für Wettkämpfe.
Die Stadt hält weiter am Eiskanal als Wettkampfstätte fest. Um ihn für den Klimawandel zu rüsten, hat der Stadtrat bereits 2025 einen Grundsatzbeschluss gefasst. Demnach werden für rund 3,5 Millionen Euro zwei Regulierbauwerke gebaut. Die sollen die Wasserverteilung nach dem Hochablass steuern und sicherstellen, dass die Kanustrecke betrieben werden kann.
Die Regulierbauwerke sollen in den kommenden vier bis fünf Jahren entstehen. Laut Stadt laufen derzeit die Planungsphase und die Abstimmung mit möglichen Fördergebern auf Landes- und Bundesebene.
Bis klar ist, ob Olympia wieder nach München kommt, dauert es noch. Erst 2029 wird sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheiden. Bis dahin werden die Planungen weiter ausgearbeitet und mit dem IOC bewertet.