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Der Fund erfolgte nach Angaben der Stadt Augsburg gegen 8:45 Uhr bei Bauarbeiten in der Rosenaustraße zwischen Gögginger Brücke und der Ecke Schießstättenstraße. Neben Feuerwehr und Polizei wurde auch das Sprengkommando München hinzugezogen.
Zur Absicherung des Fundorts sperrten die Einsatzkräfte die Rosenau- und die Schießstättenstraße vorübergehend. Rund 200 Menschen aus dem näheren Umfeld wurden vorsorglich evakuiert und in der Erhard-Wunderlich-Halle untergebracht. In der Rosenaugaststätte richteten die Verantwortlichen zudem ein Lagezentrum ein.
Die Untersuchung durch die Fachleute brachte schließlich Entwarnung. Die Bombe verfügte zwar noch über Zünder, hatte jedoch keinen Boden mehr und war deshalb nicht mehr scharf. Weitere Sicherungsmaßnahmen oder eine Entschärfung waren damit nicht erforderlich.
Gegen 13 Uhr konnten Stadt, Feuerwehr und Polizei den Einsatz erfolgreich beenden. Sämtliche Straßensperrungen wurden aufgehoben, auch die rund 200 evakuierten Personen konnten zurückkehren. Die Fliegerbombe soll nun fachgerecht entsorgt werden.
Augsburgs Ordnungsreferent Frank Pintsch zog ein positives Fazit. Der Einsatz sei „gut und erfolgreich verlaufen“. Insbesondere die Zusammenarbeit der beteiligten Einsatzkräfte hob er hervor: Die „Blaulichtfamilie“ habe erneut hervorragende Arbeit geleistet.
Auch Zweiter Bürgermeister Dirk Wurm war gemeinsam mit Pintsch sowie den Einsatzkräften von Feuerwehr und Polizei vor Ort, um die Lage zu beurteilen und die notwendigen Maßnahmen zu koordinieren.
Auch mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs muss in Augsburg mit Bombenblindgängern gerechnet werden. Die Stadt war aufgrund ihrer Rüstungsindustrie Ziel schwerer Luftangriffe. Besonders betroffen waren unter anderem die nördliche Innenstadt mit den damaligen MAN-Werken sowie Haunstetten mit den Produktionsstätten von Messerschmitt.
Nicht alle abgeworfenen Bomben explodierten. Blindgänger können deshalb bis heute im Erdreich liegen und beispielsweise bei Bauarbeiten entdeckt werden. Wie viele sich noch im Augsburger Stadtgebiet befinden, lässt sich nicht genau bestimmen.