Spenden aus der Region

Ziel übertroffen: Landkreis Donau-Ries baut zwölf Schulen in Afrika

Im Oettinger Rathaus fällt der Startschuss für die 12. Schule in Afrika. Bild: Simon Kapfer/Landratsamt Donau-Ries
Die Initiative „10 Schulen für Afrika“ von Landrat Stefan Rößle hat Pilotcharakter in Deutschland. Nun ist bereits die zwölfte Schule aus regionalen Mitteln und Spenden geplant. Damit wurde das Ziel sogar übertroffen.

In den ärmsten Regionen sollen sich junge Menschen durch eine bessere Bildung in ihrer Heimat etwas aufbauen können, statt nach Europa zu flüchten. Das ist die Kernidee hinter der Initiative „10 Schulen für Afrika“ von Landrat Stefan Rößle. Der Plan ist es, allein durch Spendengelder von Privatpersonen und Unternehmen bis 2020 zehn Schulen in Afrika zu bauen. In der Region fand Rößle zahlreiche Mitstreiter.

Lokale Unternehmen unterstützen das Projekt

Neben Privatpersonen,Gemeinden und Städten unterstützen auch lokale Unternehmen das Projekt. HPC hat im Dezember 46.000 Euro für den Bau einer Schule gespendet. Auch die Molkerei Gropper hat einen großen Beitrag zur Verwirklichung des Projekts geleistet. Durch eine Weihnachts-Aktion der Mitarbeiter sind insgesamt 50.000 Euro zusammengekommen. Im Dezember 2017 verkündete der Landrat dann, dass das Ziel erreicht wurde. 

Ziel wurde übertroffen

Das eigentliche Ziel von zehn Schulen konnte sogar übertroffen werden. Nun gibt es bereits das zwölfte konkrete Schulbauprojekt, das mit regionalen Spenden in Afrika umgesetzt wird. Die zwölfte Schule wird die Stadt Oettingen aus Spenden ihrer Bürger bauen. „Wir bauen eine Schule in Kenia, Kaasya“, verkündete Bürgermeisterin Petra Wagner voller Freude. Unterstützt wird die Stadt durch eine Großspende der Oettinger Brauerei in Höhe von 20.000 Euro. Gesellschafterin Pia Kollmar erklärte: „Für mich ist dieses Projekt deshalb so besonders, weil es von Oettingen aus gesteuert wird und sich dadurch ganz konkret eine Partnerschaft mit Kaasya in Kenia entwickeln kann.“

Erster Meilenstein auf langem Weg geschafft

Der erste Meilenstein des Projekts wurde schon geschafft: Mit Hilfe von Spendengeldern aus dem Donau-Ries konnte in Katatutura/Namibia die Augeikhas Primary School saniert werden. Landrat Rößle war am 1. Februar bei der feierlichen Einweihung vor Ort. Doch auch wenn inzwischen zwölf konkrete Schulprojekte in Afrika geplant sind, ist es bis zum Bau der Schulen noch ein langer Weg. Erst muss die Finanzierung, also der Baupreis von 54.000 Euro, gesichert sein. „Deshalb ist es besonders wichtig zu betonen, dass auch kleinste Spendenbeträge einen großen Beitrag für das Gelingen leisten“, so Landrat Stefan Rößle.

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