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Ziel erreicht: Landkreis Donau-Ries baut zehn Schulen für Afrika

Landrat Stefan Rößle bedankte sich bei Reiner Meutsch und Pia Schmitz-Formes. Foto: Simon Kapfer, Landratsamt Donau-Ries
Der Kiwanis-Club Donauwörth konnte 67.000 Euro übergeben. Foto: Simon Kapfer, Landratsamt Donau-Ries
Die Gemeinde Mertingen übergab 69.733,20  Euro. Foto: Simon Kapfer, Landratsamt Donau-Ries
In den ärmsten Regionen der Welt durch Schulbildung Perspektiven schaffen und so Fluchtursachen bekämpfen: Das ist die Idee, die hinter dem Projekt „Zehn Schulen für Afrika“ steckt. Nun wurde das Ziel erreicht.

„Wir wollen bis zum Jahr 2020 allein aus Spendengeldern von Privatpersonen und Firmen im Landkreis Donau-Ries zehn Schulen in Afrika bauen.“ Dieses Ziel rief Landrat Stefan Rößle vor etwa einem Jahr aus. Der Gedanke: Junge Menschen sollen sich durch bessere Bildung in ihrer Heimat etwas aufbauen können, statt nach Europa zu flüchten.

Unterstützer aus Wirtschaft, Verwaltung und Privatpersonen

Für seine Idee fand Landrat Stefan Rößle zahlreiche Mitstreiter in der Region. Neben lokalen Unternehmen wie HPC sowie der Gemeinde Mertingen und der Stadt Nördlingen auch Privatpersonen. Dabei liefern auch kleinste Spendenbeträge einen großen Beitrag. Nun wurde verkündet, dass diese Zielvorgabe erreicht wird.

Projekt in Donauwörth vorgestellt

Reiner Meutsch, Gründer der Stiftung Fly & Help, war im Rahmen der Weihnachtsfeier des Landratsamtes Donau-Ries im Donauwörther Tanzhaus zu Gast. Dort stellte er sein Programm „Abenteuer Weltumrundung“ vor, in dem er über seine Erfahrungen auf Weltreise berichtet. Die beeindruckenden Bilder fernab der touristischen Pfade wecken dabei positive Emotionen, zeigen aber auch das große Elend auf unserem Planeten: „Aus diesem Grund wollte ich helfen und Schulen bauen“, erklärte Reiner Meutsch. Aus der kleinen Idee ist inzwischen Großes entstanden. 194 Schulen konnte Reiner Meutsch mit seiner Stiftung bislang in den verschiedensten Regionen in Afrika, Südamerika und Asien, gemeinsam mit der Dorfbevölkerung vor Ort, errichten. Möglich ist dieser Erfolg durch das System seiner Stiftung. Diese übernimmt dank seiner privaten Unterstützung sämtliche Organisations- und Personalkosten, weshalb jeder gespendete Euro auch wirklich vor Ort investiert wird.

Auch Mitarbeiter des Landkreis Donau-Ries finanzieren eine Schule

Die zehnte Schule aus Spenden im Landkreis werden nun die Mitarbeiter des Landratsamtes Donau-Ries finanzieren. Diese wird in Namibia entstehen. Neben der Möglichkeit, freiwillige Beträge zu spenden, wurden dabei von den Mitarbeitern auch verschiedene Projekte zur Spendensammlung vorgestellt. So können Mitarbeiter beispielsweise freiwillig die Nachkommabeträge ihres Arbeitslohnes in das gemeinsame Schulprojekt fließen lassen: „Der kleine Beitrag von tut niemandem weh“, erklärten die Auszubildenden, die sich die Idee überlegt hatten: „Wenn alle 600 Mitarbeiter mitmachen und so im Schnitt 50 Cent pro Monat geben, können wir damit in den nächsten beiden Jahren über 7.000  Euro zusammenbekommen.“

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