Arbeitsmarkt: Jahresrückblick

Augsburg: Noch nie hatten so wenige Menschen keinen Job

Die Zahl der Arbeitssuchenden in Augsburg befindet sich auf einem historisch niedrigen Niveau. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit in Augsburg in ihren Jahresrückblicks-Zahlen mit.

„Auch im abgelaufenen Jahr 2018 ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gefallen. Am Ende dieses Jahres hatten wir im Jahresdurchschnitt 12.984 Arbeitslose. Letztmalig im Jahr 1992 hatten wir weniger arbeitslose Menschen. Die Arbeitslosenquote 2018 betrug 3,4 Prozent. Alle Gruppen verzeichneten einen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Es freut mich, dass vor allem Langzeitarbeitslose sehr stark von der guten Wirtschaftslage profitieren konnten. Doch wir dürfen in unseren Bemühungen nicht nachlassen.“, so Elsa Koller-Knedlik, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg.

Zahlen spiegeln Wandelbarkeit im Arbeitsmarkt wieder

„Im Jahresverlauf hatten wir 54.068 Zugänge in und 56.684 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit. Diese hoch erscheinenden Zahlen während des Jahres lassen mich dennoch ruhig bleiben, zeigen sie doch die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt. Im Vergleich zum Vorjahr sind diese Zahlen zudem gesunken. Die Arbeitskräftenachfrage bewegte sich aber weiterhin auf hohem Niveau. Mehr als 18.000 Stellenzugänge konnten wir in diesem Jahr verzeichnen“, bewertet Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg, das abgelaufene Jahr 2018.

Rund 6 Prozent weniger Arbeitslose in Augsburg

Im Jahresdurchschnitt zählte die Agentur für Arbeit Augsburg 12.984 Arbeitslose, das sind 5,7 Prozent weniger als im Jahr 2017. Die Arbeitslosenquote erreichte im Jahresdurchschnitt 3,4 Prozent und lag damit um 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert von 2017. Ein weiteres Indiz für den guten Arbeitsmarkt sieht Koller-Knedlik in dem durchschnittlichen Stellenbestand im abgelaufenen Jahr. Dieser betrug 5.909 Stellen und lag damit um 1,1 Prozent höher als im Jahr 2017. „Das ist für uns ein Zeichen, dass die Unternehmen auch weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken“, analysiert Koller-Knedlik.

Zahlen zeigen: Der Fachkräftemangel ist noch nicht behoben

Im Bereich der Ausbildung bleibt der Markt für die Bewerber weiterhin sehr günstig. Rein rechnerisch gab es auch im vergangenen Jahr mehr Stellen als Bewerber. Von Oktober 2017 bis September 2018 vermeldeten die Firmen 2,8 Prozent mehr Ausbildungsstellen als im Vorjahr. Die Zahl der Bewerber stieg um 3,2 Prozent. Insgesamt kamen auf 100 Bewerber 122 Ausbildungsplätze. Damit sind allein in Bayern rund 16.000 Stellen unbesetzt.

Konjunktur schwächt sich langsam ab

Trotz wirtschaftlich stabiler Lage, prognostizieren Experten einen allmählich abkühlenden Konjunktur-Verlauf. Grund dafür sind beispielsweise der Brexit, die Dieseldebatte, die erhöte Bereitschaft protektionistische Maßnahmen zu ergreifen, der Fachkräftemangel und die sinkende Wettbewerbsfähigkeit aufgrund steigender Lohnstückkosten. 

Bundesagentur rechnet mit Rückgang der Arbeitslosen-Zahl auch in 2019

„Für das Jahr 2019 bin ich davon überzeugt, dass die wirtschaftliche Lage in der Region stabil bleibt, trotz des angekündigten Arbeitsplatzabbaus einiger Firmen. Wir hoffen, dass sich durch Gespräche vielleicht das ein oder andere noch erreichen lässt. Insgesamt sehe ich dieses Jahr positiv und rechne mit einem weiteren Sinken der Arbeitslosenzahl, allerdings nicht mehr in der Höhe wie im abgelaufenen Jahr. Außerdem rechne ich mit einem weiteren Anstieg sozialversicherungspflichtig Beschäftigter und hoffe, dass wir die Marke von 260.000 überschreiten werden“, so Koller-Knedlik zuversichtlich. Schon in letzter Zeit machten einige Unternehmen durch Standort-Schließungen auf sich aufmerksam. So hatte Fujitsu Ende November bekannt gegeben, den Standort bis spätestens September 2020 aufzugeben.

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