Kommentar

Bayerisch-Schwabens Wirtschafts-Jahr 2018: Was am Ende übrig bleibt

Augsburg von oben mit Blick auf St. Ulrich. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der Rückblick gehört zum Jahresende wie die Vorsätze zum neuen Jahr. Zeit sich über Vergangenes Gedanken zu machen, Erfolge Revue passieren zu lassen und festzustellen: 2018 war ein gutes Jahr!

Jeden Dezember beschleicht mich das selbe Gefühl: Das Jahr kann noch gar nicht rum sein. War nicht erst Sommer? Habe ich nicht letztes noch Frühjahrsputz gemacht? War überhaupt schon Herbst? Wie nur noch eine Woche um alle Weihnachtsgeschenke zu besorgen? Was ist passiert – wo ist das Jahr geblieben? Zeit zurückzublicken.

2018 war für Bayerisch-Schwaben wie das Allgäu: Berge, Täler, wunderschön. Wenngleich uns negative Schlagzeilen länger und stärker im Gedächtnis bleiben, darf dies nicht darüber hinwegtäuschen, wie gut das Jahr für unsere Unternehmen lief. Die Region boomt – vom Bodensee bis Buchloe, von Nördlingen bis Nebelhorn. Denken Sie nur an all die Spatenstiche, Grundsteinlegungen und Richtfeste! An die Neueröffnungen und Expansionspläne! Die Unternehmen wachsen in ganz Schwaben.

PERI baut in Günzburg aus, Hermes eröffnete in Graben und HOSOKAWA ALPINE investiert in Augsburg. Sortimo gab den Startschuss für einen Innovationspark in Zusmarshausen, TAKTOMAT will ein Technologiezentrum in Pöttmes bauen und mayr Antriebstechnik weihte einen neuen Firmensitz namens „mayr.com“ ein. GEDA muss sogar eine Straße verlegen lassen, um noch weiter wachsen zu können. Das sind nur einige Beispiele.

Der Erfolg der bayerisch-schwäbischen Unternehmen bleibt nicht unentdeckt. Elf von Ihnen zählen zu Bayerns Best 50. Die Auszeichnung geht an die dynamischsten Unternehmen des Freistaats. Geehrt werden Betriebe, die in den vergangenen Jahren Umsatz sowie Mitarbeiterzahl überdurchschnittlich steigern konnten. Den Bayerischen Innovationspreis holte sich 2018 ein Augsburger Maschinenhersteller. Der Bayerische Gründerpreis ging an ein Startup aus dem Allgäu.

Bayerisch-Schwaben überzeugt weiter durch Beständigkeit. Viele Unternehmen feierten dieses Jahr Jubiläum. Seit 60 Jahren gibt es möbel mayer aus Kempten, die Andreas Schmid Logistik wurde vor 90 gegründet, die KUKA AG wurde dieses Jahr 120, die Geschichte von MAN reicht 260 Jahre zurück.

Durch Engagement und Leistung konnten dieses Jahr einige Unternehmen stolz verkünden, schwarze Zahlen zu schreiben und im Plus zu stehen. Dazu zählen beispielsweise der Flughafen Memmingen sowie Weltbild. Röhm aus Dillingen verkündete im November, sich offiziell aus der Krise befreit zu haben. Das Unternehmen verzeichnete den höchsten Monatsumsatz der letzten zehn Jahre.

Die Zeichen stehen auf Wachstum. Gerade Augsburg erwartet in den kommenden Jahren ein weiterer Schub. Im Juni wurde der Trägerwechsel des Klinikums unterzeichnet. Dieses wird zum 1. Januar 2019 Uniklinik. Rund 6.500 neue Arbeitsplätze könnten in der Region entstehen. Der Gesamteffekt auf den Wirtschaftsraum Augsburg könnte jährlich bei bis zu 399 Millionen Euro liegen, so die Prognose der Gutachter. Außerdem wird aus dem Theater Augsburg ein Staatstheater. Die Stadt wertet zudem aktuell das Gewerbegebiet Augsburg Lechhausen weiter auf. Der Augsburg Innovationspark strotzt vor Baustellen neuer Institute und Einrichtung und wächst kontinuierlich.

Sie sehen: der Blick zurück lohnt. Wenngleich sich negative Meldungen zum Jahresende scheinbar häuften, liegt insgesamt ein gutes Jahr hinter Bayerisch-Schwaben. Heißt nicht, alles was schief lief, soll außer Acht gelassen werden. Natürlich gab es sie, die Rückschläge, Werksschließungen, Insolvenzen, Entlassungen und undurchsichtige Übernahmen. Sie dürfen jedoch nicht überschatten, was Schwaben sonst geleistet hat. Seien Sie also nicht zu streng mit Ihrem persönlichen Rückblick. Es ist erlaubt, auf sich und sein Unternehmen stolz zu sein.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Kommentar

Bayerisch-Schwabens Wirtschafts-Jahr 2018: Was am Ende übrig bleibt

Augsburg von oben mit Blick auf St. Ulrich. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Der Rückblick gehört zum Jahresende wie die Vorsätze zum neuen Jahr. Zeit sich über Vergangenes Gedanken zu machen, Erfolge Revue passieren zu lassen und festzustellen: 2018 war ein gutes Jahr!

Jeden Dezember beschleicht mich das selbe Gefühl: Das Jahr kann noch gar nicht rum sein. War nicht erst Sommer? Habe ich nicht letztes noch Frühjahrsputz gemacht? War überhaupt schon Herbst? Wie nur noch eine Woche um alle Weihnachtsgeschenke zu besorgen? Was ist passiert – wo ist das Jahr geblieben? Zeit zurückzublicken.

2018 war für Bayerisch-Schwaben wie das Allgäu: Berge, Täler, wunderschön. Wenngleich uns negative Schlagzeilen länger und stärker im Gedächtnis bleiben, darf dies nicht darüber hinwegtäuschen, wie gut das Jahr für unsere Unternehmen lief. Die Region boomt – vom Bodensee bis Buchloe, von Nördlingen bis Nebelhorn. Denken Sie nur an all die Spatenstiche, Grundsteinlegungen und Richtfeste! An die Neueröffnungen und Expansionspläne! Die Unternehmen wachsen in ganz Schwaben.

PERI baut in Günzburg aus, Hermes eröffnete in Graben und HOSOKAWA ALPINE investiert in Augsburg. Sortimo gab den Startschuss für einen Innovationspark in Zusmarshausen, TAKTOMAT will ein Technologiezentrum in Pöttmes bauen und mayr Antriebstechnik weihte einen neuen Firmensitz namens „mayr.com“ ein. GEDA muss sogar eine Straße verlegen lassen, um noch weiter wachsen zu können. Das sind nur einige Beispiele.

Der Erfolg der bayerisch-schwäbischen Unternehmen bleibt nicht unentdeckt. Elf von Ihnen zählen zu Bayerns Best 50. Die Auszeichnung geht an die dynamischsten Unternehmen des Freistaats. Geehrt werden Betriebe, die in den vergangenen Jahren Umsatz sowie Mitarbeiterzahl überdurchschnittlich steigern konnten. Den Bayerischen Innovationspreis holte sich 2018 ein Augsburger Maschinenhersteller. Der Bayerische Gründerpreis ging an ein Startup aus dem Allgäu.

Bayerisch-Schwaben überzeugt weiter durch Beständigkeit. Viele Unternehmen feierten dieses Jahr Jubiläum. Seit 60 Jahren gibt es möbel mayer aus Kempten, die Andreas Schmid Logistik wurde vor 90 gegründet, die KUKA AG wurde dieses Jahr 120, die Geschichte von MAN reicht 260 Jahre zurück.

Durch Engagement und Leistung konnten dieses Jahr einige Unternehmen stolz verkünden, schwarze Zahlen zu schreiben und im Plus zu stehen. Dazu zählen beispielsweise der Flughafen Memmingen sowie Weltbild. Röhm aus Dillingen verkündete im November, sich offiziell aus der Krise befreit zu haben. Das Unternehmen verzeichnete den höchsten Monatsumsatz der letzten zehn Jahre.

Die Zeichen stehen auf Wachstum. Gerade Augsburg erwartet in den kommenden Jahren ein weiterer Schub. Im Juni wurde der Trägerwechsel des Klinikums unterzeichnet. Dieses wird zum 1. Januar 2019 Uniklinik. Rund 6.500 neue Arbeitsplätze könnten in der Region entstehen. Der Gesamteffekt auf den Wirtschaftsraum Augsburg könnte jährlich bei bis zu 399 Millionen Euro liegen, so die Prognose der Gutachter. Außerdem wird aus dem Theater Augsburg ein Staatstheater. Die Stadt wertet zudem aktuell das Gewerbegebiet Augsburg Lechhausen weiter auf. Der Augsburg Innovationspark strotzt vor Baustellen neuer Institute und Einrichtung und wächst kontinuierlich.

Sie sehen: der Blick zurück lohnt. Wenngleich sich negative Meldungen zum Jahresende scheinbar häuften, liegt insgesamt ein gutes Jahr hinter Bayerisch-Schwaben. Heißt nicht, alles was schief lief, soll außer Acht gelassen werden. Natürlich gab es sie, die Rückschläge, Werksschließungen, Insolvenzen, Entlassungen und undurchsichtige Übernahmen. Sie dürfen jedoch nicht überschatten, was Schwaben sonst geleistet hat. Seien Sie also nicht zu streng mit Ihrem persönlichen Rückblick. Es ist erlaubt, auf sich und sein Unternehmen stolz zu sein.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben