bayme vbm Mitgliederbefragung

M+E Industrie Schwaben: Konjunktur deutlich abgekühlt

Den schwäbischen Metall- und Elektro-Industrie steht eine schwierige Zeit bevor. Zahlreiche Risikofaktoren belasten die wirtschaftliche Entwicklung. Das ist das Fazit der aktuellen Befragung der M+E Unternehmen.

Die Mitgliederbefragung der bayerischen M+E Arbeitgeberverbände bayme vbm zeigt, wie die M+E-Industrie die aktuelle wirtschaftliche Lage der in Bayern insgesamt und der Region Schwaben beurteilt.

„Dynamik bleibt 2019 insgesamt gebremst“

„Die aktuelle Lageeinschätzung hat sich gegenüber dem Sommer eingetrübt. Die Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr werden von niedrigerem Niveau aus wieder positiver bewertet, die Dynamik bleibt aber 2019 insgesamt gebremst“, erläutert Jürgen Weiß, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region NordWest Schwaben. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage.

Deutlich schlechtere Bewertung als im Sommer

Sowohl im In- als auch im Ausland beurteilen die Firmen in Schwaben die Geschäftslage deutlich schlechter als noch im Sommer. Das Inlandsgeschäft bewerten sie per Saldo mit +55 Prozentpunkten – ein Minus von 15 Prozentpunkten. Das Auslandsgeschäft sank um 38 Prozentpunkte auf +36 Prozentpunkte. Knapp 70 Prozent der Unternehmen erwarten keine Veränderung der eingetrübten Lage in den kommenden Monaten. Der Erwartungssaldo hat sich dennoch leicht verbessert und liegt für das Inlandsgeschäft bei +15 Prozentpunkten und für den Export bei -2 Prozentpunkten.

Invesitionspläne sind eingebrochen

Die inländischen Produktionspläne der schwäbischen M+E Unternehmen haben sich verschlechtert. Der entsprechende Saldo ist im Vergleich zum letzten Sommer von +35 auf +23 Prozentpunkte gesunken. Die Investitionspläne sind hingegen eingebrochen und liegen per Saldo nur noch bei +7 Prozentpunkten. „Wir erwarten für 2019 in Bayern lediglich einen Produktionsanstieg von 1,25 Prozent – das sind auch Nachholeffekte aus der Automobilindustrie“, so Weiß.

Risikofaktoren bestehen weiter fort

Laut bayme vbm bestehen die zahlreichen Risikofaktoren der letzten Monate weiter fort: Brexit, Dieseldebatte, Protektionismus, Fachkräftemangel und sinkende Wettbewerbsfähigkeit aufgrund steigender Lohnstückkosten. „Das sind erhebliche Unsicherheitsfaktoren für unseren Standort. Bereits über 30 Prozent unserer Unternehmen in Bayern werden durch Handelsbeschränkungen beeinträchtigt. Davon rund ein Drittel stark. Auch die Dieseldebatte muss beendet werden und der Automobilstandort in Bayern weiter entwickelt werden“, so Weiß.  

Beschäftigung wächst aber weiter

Die schwäbische M+E Industrie rechnet zum Jahresende mit rund 135.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ein Allzeithoch. Bis Jahresende 2018 wurden 4.000 Arbeitsplätze neu geschaffen. Für 2019 wird ein Zuwachs von insgesamt 1.500 Stellen auf 136.500 Beschäftigte erwartet. „Der Jobmotor läuft noch, aber mit angezogener Handbremse. Einerseits haben die Arbeitskosten ein Niveau erreicht, das gefährlich für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen ist. Andererseits ist der Fachkräftemangel weiterhin gravierend“, erläutert Weiß.

Unternehmen müssen flexibel sein

„Es ist jetzt notwendig, Flexibiltät zu erhalten und auszubauen: damit wir Dynamik zurückgewinnen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken – die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und unseres Standorts“, so Weiß.

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Invesitionspläne sind eingebrochen

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Laut bayme vbm bestehen die zahlreichen Risikofaktoren der letzten Monate weiter fort: Brexit, Dieseldebatte, Protektionismus, Fachkräftemangel und sinkende Wettbewerbsfähigkeit aufgrund steigender Lohnstückkosten. „Das sind erhebliche Unsicherheitsfaktoren für unseren Standort. Bereits über 30 Prozent unserer Unternehmen in Bayern werden durch Handelsbeschränkungen beeinträchtigt. Davon rund ein Drittel stark. Auch die Dieseldebatte muss beendet werden und der Automobilstandort in Bayern weiter entwickelt werden“, so Weiß.  

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