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Hensoldt meldet Rekordwachstum und bestätigt CEO frühzeitig
Rüstungsindustrie

Hensoldt meldet Rekordwachstum und bestätigt CEO frühzeitig

Symbolbild. Die Hensoldt Zentrale in Taufkirchen. Foto: Hensoldt
Symbolbild. Die Hensoldt Zentrale in Taufkirchen. Foto: Hensoldt

Das Rüstungsunternehmen meldet für das Geschäftsjahr 2025 ein deutliches Plus und übertrifft die eigene Prognose. Als dafür maßgeblich verantwortlich gilt auch CEO Oliver Dörre, der dafür eine frühzeitige Vertragsverlängerung erhielt.

Die Hensoldt AG mit Standort in Ulm hat die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 bekanntgegeben: Bei allen relevanten Kennzahlen liegt ein deutliches Wachstum vor; die Umsatzprognose von 2.500 bis 2.600 Millionen Euro wurde übertroffen.

Bei den veröffentlichten Zahlen handelt es sich um die vorläufigen Ergebnisse, der geprüfte Konzernabschluss für 2025 soll Ende März folgen.

Die Kennzahlen im Überblick

Hensoldt verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 bei allen Kennzahlen deutliche Steigerungen und knüpft damit an die Entwicklung von 2024 an. Der Auftragseingang stieg um 62 Prozent auf 4.710 Millionen Euro an. Auch der Auftragsbestand erreichte ein neues Höchstniveau: Während er im August 2025 bei mehr als 7 Millionen lag, meldet Hensoldt für das gesamte Geschäftsjahr einen Wert von 8,8 Millionen Euro. Der Umsatz legte mit einem Plus von 10 Prozent von 2.240 Millionen Euro auf 2.455 Millionen Euro ebenfalls deutlich zu.

Das bereinigte EBITDA erhöhte sich auf 452 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahr noch bei 405 Millionen Euro gelegen hatte. Die EBITDA-Marge erreichte mit 18,4 Prozent einen Wert, der über den erwarteten 18,1 Prozent lag. Zudem verbuchte das Unternehmen einen bereinigten Free Cash Flow von 347 Millionen Euro, was einem Plus von 39 Prozent zum Vorjahreswert von 249 Millionen Euro entspricht. Das Book-to-Bill-Verhältnis verbesserte sich auf 1,9x.

Im Zuge der veröffentlichten Zahlen hat Hensoldt auch die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 konkretisiert. So erwartet der Radarspezialist einen Umsatz von 2.750 Millionen Euro bei einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,5x bis 2,0x sowie einer EBITDA-Marge von 18,5 Prozent bis 19,0 Prozent.

Optronics und Sensors verzeichnen Großaufträge

Neben dem allgemeinen Auftragshöchststand entwickelten sich auch einzelne Sparten des Rüstungsunternehmens positiv. So sorgten etwa Aufträge für das Eurofighter-Programm im ersten Quartal für einen Auftragseingang in Höhe von 3.143 Millionen Euro in der Sensors-Sparte. Noch stärker fiel das Wachstum jedoch im Bereich Optronics aus: Hier hat sich der Auftragseingang mit 1.585 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Entscheidend hierfür waren auch die jüngsten Großaufträge von KNDS an Hensoldt im Wert von 400 Millionen Euro.

Dörre bis 2031 als CEO bestätigt

Oliver Dörre, der seit April 2024 CEO des Unternehmens ist, habe in seiner Rolle maßgeblich zu diesem anhaltenden Wachstum der vergangenen Jahre beigetragen. Er erhielt deshalb eine frühzeitige Bestätigung durch den Aufsichtsrat. Sein Vertrag wurde bis Ende 2031 verlängert. Reiner Winkler, Aufsichtsratsvorsitzender von Hensoldt, erklärt: „Unter seiner Führung hat das Unternehmen seine Rolle als verlässlicher Partner der Bundeswehr und internationaler Kunden weiter gestärkt und gleichzeitig die Transformation hin zu einem skalierbaren, softwaregetriebenen Verteidigungstechnologieanbieter konsequent vorangetrieben.“ Der Aufsichtsrat sei überzeugt, dass Dörre das Wachstum des Unternehmens in den kommenden Jahren weiter vorantreiben werde.

Dörre selbst schließt sich dieser Erwartung mit seinen Plänen an: „Gemeinsam mit unserem starken Team werden wir entschlossen unsere Transformation fortsetzen. Wir werden sowohl unsere industrielle Leistungsfähigkeit konsequent weiter ausbauen als auch unsere Software- und Systemkompetenzen stärken.“

Erneute Erhöhung der Dividende möglich

Darüber hinaus sieht Hensoldt vor, die Dividende um 10 Prozent zu erhöhen. Statt 0,50 Euro könnten Aktionäre bald 0,55 Euro je Aktie erhalten. Voraussetzung hierfür ist die Zustimmung des Aufsichtsrats sowie der Hauptversammlung Ende März. Bereits nach der positiven Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 wurde die Dividende erhöht, damals von 0,40 Euro je Aktie auf 0,50 Euro je Aktie.

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