B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

B4B Schwaben
 / 
B4B Nachrichten  / 
Hensoldt rettet Arbeitsplätze und übernimmt Fachkräfte von Aumovio
Kooperation

Hensoldt rettet Arbeitsplätze und übernimmt Fachkräfte von Aumovio

Symbolbild. Die Hensoldt Zentrale in Taufkirchen. Foto: Hensoldt
Symbolbild. Die Hensoldt Zentrale in Taufkirchen. Foto: Hensoldt

Der Autozulieferer Aumovio baut aktuell massiv Stellen ab. Im Rahmen einer Kooperation soll Rüstungsunternehmen Hensoldt nun Fachkräfte übernehmen und so Arbeitsplätze in der Region sichern. Die Details.

Während die Automobilindustrie in einer tiefgreifenden Krise steckt, wächst der Verteidigungssektor aufgrund globaler Krisenherde mit enormer Geschwindigkeit. Vor diesem Hintergrund haben die Hensoldt AG und die Aumovio SE einen Kooperationsvertrag geschlossen. Unter dem Motto „Von Arbeit in Arbeit“ soll Fachkräften des Automobilzulieferers eine Anschlussbeschäftigung beim Rüstungsspezialisten ermöglicht werden.

Ausgangslage hierfür ist der aktuelle Stellenabbau bei Aumovio, der weltweit bis zu 4.000 Arbeitsplätze betreffen könnte. An seinen Standorten Ulm, Lindau und Markdorf beabsichtigt Hensoldt diesen Einschnitt abzufedern und Arbeitsplätze zu sichern.

600 Fachkräfte könnten von der Initiative profitieren

Die strategische Neuausrichtung von Aumovio betreffe vor allem die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, kurz F&E. An den drei süddeutschen Standorten Lindau, Ulm und Markdorf sind das laut Unternehmensangaben 600 Personen. Das anhaltende Rekordwachstum von Hensoldt und der daraus resultierende hohe Bedarf an Fachkräften stelle eine optimale Grundlage für eine Anschlussbeschäftigung dar. Ingo Holstein, Chief Human Resource Officer bei Aumovio, beschreibt die Initiative als vorteilhaft für alle Beteiligten: „Die Kooperation mit Hensoldt ist ein starkes Beispiel dafür, wie wir Veränderungen sozialverantwortlich gestalten. Sie verbindet regionale Chancen mit den vielfältigen Kompetenzen unserer Kolleginnen und Kollegen – und schafft so einen echten Mehrwert für beide Unternehmen.“

Hensoldt investiert in den vergangenen Jahren verstärkt in den Standort Ulm. Insgesamt habe das Rüstungsunternehmen 2025 1.200 Mitarbeitende eingestellt, 2026 sollen es sogar 1.600 Neueinstellungen werden.

Berufliche Qualifikationen übertragbar

Das Kompetenzprofil der vom Stellenabbau betroffenen Belegschaft decke sich weitgehend mit den Anforderungen von Hensoldt. Oliver Dörre, seit April 2024 CEO von Hensoldt, erklärt: „Die Nachfrage nach moderner Verteidigungstechnologie wächst derzeit sehr stark, und damit auch unser Bedarf an hochqualifizierten Ingenieurinnen und Ingenieuren. Viele Kompetenzen aus der Automobilindustrie – etwa in Systementwicklung, Software oder Elektronik – passen hervorragend zu den Technologien, die wir entwickeln. Die Kooperation mit Aumovio schafft eine echte Perspektive für Fachkräfte in der Region – und ist zugleich für beide Seiten vorteilhaft.“

Artikel zum gleichen Thema