Einschätzung

Bertram Brossardt: Wirtschaft jetzt von Fesseln befreien

„Wir brauchen genug Arbeit für Menschen und genug Menschen für die Arbeit“. Das ist das Fazit von Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw. Derzeit ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Bayerisch-Schwaben noch angespannt. Diese drei Forderungen sollen jetzt helfen.

Wie sieht der Arbeitsmarkt in Bayerisch-Schwaben in den nächsten Jahren aus – und welchen Einfluss hatte schlussendlich die Corona-Zeit? Diese Fragen diskutierten Gäste aus Politik und Wirtschaft auf Einladung der Bezirksgruppe Schwaben der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. in Memmingen. Besonders drei Forderungen wurden dabei in den Vordergrund gestellt, um der Lage auf dem Arbeits- und besonders dem Ausbildungsmarkt neuen Schwung zu geben.

Die Region braucht mehr Fachkräfte

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Der Trend auf dem Arbeitsmarkt in Bayerisch-Schwaben ist insgesamt zwar stabil, aber dennoch erkennt Bertram Brossardt Probleme. Insgesamt liege die Arbeitslosenquote im August 2021 in Bayern bei rund 3,3 Prozent. In Bayerisch-Schwaben liegt die Quote ein wenig tiefer. Dennoch beobachtet Brossardt, dass die Unternehmen in der Region nach wie vor einen steigenden Bedarf an Fachkräften haben, der derzeit aber zum Teil nicht gedeckt werden kann. Zum einen, weil die Wirtschaftsleistung die Corona-Krise noch nicht überwunden hat – Brossardt rechnet noch bis 2022 mit den wirtschaftlichen Negativauswirkungen der Pandemie – zum anderen, weil die Arbeitskräfte in der Region schlicht fehlen. Eine Lösung soll in Zukunft ein verstärkter Fokus auf Aus- und Weiterbildung in der Region sein. Nicht nur, um Schulabgänger zu gewinnen, sondern auch um Arbeitslosen den Weg zurück in Berufsleben einfacher zu ermöglichen.

Wie kann sich die Region für eine digitalere Zukunft einstellen

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Denn die Option Arbeitskräfte weiterzubilden oder umzuschulen ist gerade für eine digitalere Zukunft essenziell, analysiert Horst Holas, Geschäftsführer Operativ, Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. „Im Allgäu ist die Anzahl an offenen Stellen seit Beginn der Corona-Zeit wieder stark gestiegen. Und gut dreiviertel von ihnen richten sich an Fachkräfte“, sagt er und ergänzt: „Aber auch vakante Ausbildungsstellen können eine Chance sein. Durch Umschulungen können arbeitslose Menschen eine neue Stelle finden.“ Einen besonderen Fokus legte er dabei auch auf die Prognose, dass einige Berufsbilder in Zukunft aufgrund der weiteren Digitalisierung praktisch verschwinden müssen – allerdings auch neue Berufsbilder entstehen.

Bürokratieabbau soll Wirtschaft stärken

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Eine dritte Forderung bezog sich dagegen mehr an einen Aufruf an die Bundesregierung. „Die Wirtschaft muss von Fesseln befreit werden“, fordert Brossardt. Damit meint er vor allem bürokratische Hürden, aber auch eine Gesetzgebung, die seiner Meinung nach für den internationalen Markt nicht förderlich ist. Denn internationales Handeln gehe folgerichtig Hand in Hand mit einer globalisierten Welt. Man müsse jederzeit flexibel auf Kundenwünsche reagieren können. Dies ginge jedoch nur mit flexiblerer Arbeitszeit und Stundenmodellen. Brossardt erläuterte, dass die Wirtschaft in Bayerisch-Schwaben nur dann Spitzenleistungen erzielen könne, wenn die Unternehmen auf dem ganzen Globus erfolgreich agieren können. Die deutsche Politik sei also gefragt, Blockaden zu lösen, um den Aufschwung nach Corona komplett mitzunehmen.

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