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Das Logistikunternehmen Dachser mit Sitz in München hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 8,3 Milliarden Euro gemacht. Das entspricht einem Plus von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Umsatztreiber war laut Dachser, dass erstmals Zukäufe in Italien, Österreich und Skandinavien vollständig in den Konzernumsatz einflossen. Ohne die Zukäufe wäre der Umsatz organisch nur um 0,3 Prozent gewachsen. „Mit dem 2025 erreichten operativen Ergebnis sind wir unter Berücksichtigung der Marktlage zufrieden“, sagt CEO Burkhard Eling „Wir müssen als Logistiker in stagnierenden Märkten agieren.“ Eling bewertet das Geschäftsjahr 2025 „verhalten positiv“.
Neben US-Zöllen machen dem Logistikkonzern auch die Auswirkungen des Krieges gegen den Iran zu schaffen. „Der erhöhte Wettbewerbsdruck und die gestiegenen Kosten, die nur begrenzt an Kunden weitergegeben werden können, belasten nicht nur die Umsätze, sondern auch die Margen in unserer Branche“, sagt Eling.
Die Umsatzsteigerung fand in der Sparte Road Logistics statt, in der Dachser Marktanteile gewinnen konnte. Deren Umsatz wuchs um 7 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Unter Road Logistics fallen bei Dachser Transport und Lagerung von Industrie- und Konsumgütern sowie von Lebensmitteln. Der Großteil mit 5,1 Milliarden Euro entfällt dabei auf den Bereich der Industrie- und Konsumgüter (Umsatzplus von 5,9 Prozent).
Das stärkere Wachstum hatte der Bereich der Lebensmittellogistik: Dieser ist um 10,1 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro Umsatz gewachsen. Dachser führt das vor allem auf die Zukäufe von Unternehmen zurück. „Mit der Integration unserer Zukäufe haben wir unser Umsatzvolumen in nur fünf Jahren nahezu verdoppelt, und damit ein neues europäisches Niveau erreicht“, sagt Eling. Darunter fallen die Gründung des Joint Ventures Dachser & Fercam Italia und die Zukäufe von Frigoscandia, Brummer (Süddeutschland und Österreich) sowie des Joint Venture in Finnland.
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In der Sparte Air & Sea Logistics ging der Umsatz dagegen um 12,6 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zurück. Als Grund nennt Dachser neben den US-Zöllen auch einen starken Rückgang der Seefrachten – vor allem auf der Hauptroute von Asien nach Europa.
Vor allem die Logistikkapazitäten auf der Route von Asien nach Europa sind durch den Krieg gegen den Iran weiter unter Druck geraten. Dachser rechnet auch 2026 mit unübersichtlichen und volatilen Marktbedingungen. „Die Kampfhandlungen im Nahen Osten verknappen die Luft- und Seefrachtkapazitäten insbesondere auf der Route von Asien nach Europa. Die hohen Preise für Treibstoff verteuern die Transporte zusätzlich und setzen den europäischen Transportmarkt unter erheblichen Druck“, sagt Egling.
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In diesem Kontext fokussiert sich Dachser mehr auf global integrierte End-to-End-Dienstleistungen. „Für unsere Kunden vernetzen wir konsequent die europäischen Landverkehre mit der Luft- und Seefracht für durchgängige und resiliente Lieferketten“, erklärt Eling und spricht sich für die Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten, Indien und Australien aus. „Dachser glaubt an den Nutzen eines freien Warenverkehrs und hält protektionistische Ansätze für wohlstandsgefährdend“, so Eling weiter.
In der Kontraktlogistik hat Dachser seine Zahl der Palettenstellplätze auf vier Millionen erhöht. 2020 waren es 2,5 Millionen.
Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr in den Ausbau seines Netzes, Digitalisierung, Klimaschutz und seine Mitarbeitenden rund 325 Millionen Euro investiert. „Gerade in herausfordernden Zeiten ist es wichtiger denn je, unseren strategischen Kurs konsequent fortzusetzen und unsere Mission – der weltweit integrierteste Logistiker zu werden weiterhin zu verfolgen“, sagt Eling. Die Eigenkapitalquote von Dachser lag im Geschäftsjahr 2025 bei über 65 Prozent. Im laufenden Jahr will Dachser mehr als 350 Millionen Euro investieren