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Allgäuer Gastro- und Hotelgewerbe: Gipfeltreffen bringt 6.000 Euro ein
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Aktion gegen Fachkräftemangel

Allgäuer Gastro- und Hotelgewerbe: Gipfeltreffen bringt 6.000 Euro ein

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Bei der Scheckübergabe (von links): Manfred Ecker (Leiter Fachbereich Gastronomie an der Berufsschule Immenstadt), Anke Birle (Leiterin des Bereichs Marketing bei Bad Hindelang Tourismus), Norbert Kist (Gebietsverkaufsleiter der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu) und Peter Eisenlauer (Schulleiter des Staatlichen Berufsschulzentrums in Immenstadt), Barbara Weißinger (Allgäu GmbH), Sybille Wiedenmann (Geschäftsführerin der Allgäu Top Hotels), Dirk Harnischmacher (Moorhütte Oberjoch), Lisa Reutter (Allgäu GmbH) und Maximilian Hillmeier (Tourismusdirektor von Bad Hindelang). Foto: Bad Hindelang Tourismus
Von Anita Ehlert

Zum vierten Mal fand in Oberjoch das „Gipfeltreffen der Allgäuer Hoteliers, Gastronomen & Touristiker“ statt. Den Reinerlös aus dieser Veranstaltung erhielt der Förderverein für gastgewerbliche Berufe e.V. der Berufsschule Immenstadt.

Das „Gipfeltreffen der Allgäuer Hoteliers, Gastronomen & Touristiker“ im Bad Hindelanger Bergdorf Oberjoch wurde 2016 aus der Taufe gehoben. Ziel ist, in der Region personell bedingte Ruhetage, straffere Öffnungszeiten oder Kürzungen der Speisekarte infolge eines Fachkräftemangels zu verhindern. Ein Erfolgskonzept, von dem 2019 erneut der „Förderverein für gastgewerbliche Berufe e.V. der Berufsschule Immenstadt“ profitiert, der jetzt einen Scheck über 6.000 Euro erhalten hat. Bei vier „Gipfeltreffen“ kamen 28.000 Euro für den Nachwuchs der heimischen Hotellerie, Gastronomie und Tourismusbranche zusammen.

Spenden für Nachwuchskräfte

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Die Idee: Renommierte Köche aus der Region servieren für einen Abend heimische Leckereien und verzichten zugunsten einer Spende auf ein Honorar. Weiteres Geld für den touristischen Nachwuchs sammeln beteiligte Unternehmen. Erklärtes Ziel aller Beteiligten: Restaurantfach- und Bedienungspersonal, Köche, Kellner und Servicekräfte für offene Stellen in der Region zu begeistern.

 „Die erneut stattliche Geldspende an die Hoteliers, Gastronomen und Touristiker der Zukunft ist gerade zum Start in die neue Wintersaison eine schöne und wichtige Botschaft. Sie bedeutet zugleich das Signal für aktuelle und angehende Auszubildende, dass sich die heimische Branche um das Thema kümmert“, freut sich Mitorganisatorin Anke Birle von Bad Hindelang Tourismus.

Die touristischen und gastronomischen Berufs- und Hochschulen im Allgäu konnten im Vorfeld ein Projekt oder einen Zweck benennen, dem die Spende zugutekommt. Die Wahl fiel auf den „Förderverein für gastgewerbliche Berufe e.V. der Berufsschule Immenstadt“, der zum vierten Mal mit der Spende bedacht wurde.

Über den Unterricht hinausgehende Fähigkeiten 

Das gibt der Fachschule, die als erste Schule in Bayern die Zusatzqualifikation „Europäisches Hotelmanagement“ entwickelt und eingeführt hat, erneut die Möglichkeit, Schülern über den Unterricht hinaus Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln. Hotel- und Restaurantfachleute erlernten bei diesen Zusatzangeboten in den vergangenen Jahren unter anderem Variationen und Kniffe bei der Zubereitung moderner Kaffeespezialitäten sowie den intensiven und verantwortungsvollen Umgang mit regionalen Lebensmitteln. Darüber hinaus wurden bewährte Projekte fortgeführt, wie die internationalen Austauschreisen nach Italien und Frankreich sowie die Teilnahme an einem internationalen Berufswettbewerb in Ungarn.

Projekte gegen den Fachkräftemangel

Mit den zahlreichen Angeboten unterstützt die Berufsschule Immenstadt die Initiative des Bayerischen Wirtschaftsministeriums und der DEHOGA Bayern „Ausbildung macht Elternstolz“. Im Kern geht es hierbei darum, die berufliche Aus- und Weiterbildung zu bewerben und Eltern aufzuzeigen, wie erfolgversprechend eine Ausbildung in den Branchen Hotel, Gastronomie und Tourismus sein kann.

AllgäuTopHotels begegnet dem Fachkräftemangel derzeit aktiv mit dem Projekt „AzubiTopHotel reloaded“. Themen sind zum Beispiel die Imagesteigerung der Berufe und die Qualität der Ausbildung. Zudem geht es um kollegiales Miteinander. „Parallel forcieren wir eine Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen, die vom Bedarf an bezahlbarem Wohnraum bis hin zu einem besseren Angebot des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs reicht. Als Qualitätsbasis haben wir den Leitfaden zur „Markenpartnerschaft Allgäu“ formuliert. Hierbei geht es etwa um Weiterbildung, Mitarbeiterzufriedenheit und Überstundenausgleich“, sagt AllgäuTopHotel-Geschäftsführerin Sybille Wiedenmann.

 

Finanzierung der Veranstaltung

Das „4. Gipfeltreffen“ in Oberjoch wurde veranstaltet von der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, der Allgäu GmbH und den AllgäuTopHotels. Erdinger Weißbräu unterstützte das Gipfeltreffen mit mehr als 3.000 Euro und sponserte dabei unter anderem den Skitag in Oberjoch. 2.500 Euro gaben die Allgäu GmbH und die AllgäuTopHotels. Unterstützt wurden die drei Hauptveranstalter von Bad Hindelang Tourismus und der gastgebenden Moorhütte.

Weitere Sponsoren waren die Unternehmen Allgäuer Alpenwasser, Destillerie Lantenhammer, die Erdinger Urweisse Alp und die Wiedhag Alpe sowie die Firmen Hosp Weine, Louis Roederer Champagner, „Sissis Allgäuer Bäcker“ und die C+C Oberallgäu Lang-Steudler GmbH.

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