Ausbildungsplätze für Abiturienten

So will die IHK Fachkräfte in Nordschwaben gewinnen

Auf Initiative der IHK Schwaben diskutierten Vertreter der Gymnasien, der Wirtschaft und der Politik, wie man Abiturienten für eine duale Ausbildung gewinnen kann. So soll dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.

Schulpartnerschaften, P-Seminare oder Betriebsbesuche – die Gymnasien in Nordschwaben tun bereits viel, um ihre Schüler davon zu überzeugen, dass ein Studium nicht der einzige Weg zu einer steilen Karriere ist. Aber an mancher Stellte könnte noch mehr passieren, sagen viele Unternehmen. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Gymnasien diskutierten am 27. November 2019 auf Initiative der IHK Schwaben, wie man die Berufsorientierung an Gymnasien weiter verbessern könnte. Mit dabei bei diesem „Runden Tisch“ im Hause der Nosta GmbH in Höchstädt waren unter anderem die Landräte Leo Schrell und Stefan Rößle, die Schulleiter beziehungsweise Vertreter aller 9 Gymnasien in Nordschwaben. Auch die Vorsitzenden der IHK-Regionalversammlungen Dillingen und Donau-Ries, Gregor Ludley und Andreas Dir, sowie IHK-Vizepräsident Wolfgang Winter waren vor Ort.

Wirtschaft will Gymnasien bei Berufsorientierung unterstützen

Seit 2014 führt die IHK regelmäßig Round-Table-Gespräche mit Vertretern verschiedener Schularten in allen Regionen Schwabens durch. Zentrales Thema dabei: Wie kann man dem Fachkräfteproblem gemeinsam begegnen? „Gerade für Gymnasiasten ist der Weg über eine Ausbildung und ein anschließendes, berufsbegleitendes Studium eine erfolgsversprechende Möglichkeit“, sagt der Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Dillingen, Gregor Ludley. Diese Option soll noch mehr ins Bewusstsein der jungen Leute rücken. Daran wollen Wirtschaft, Politik und Schulen künftig stärker arbeiten. In den vergangenen Jahren sei mit der Einführung sogenannter Koordinatoren für die Berufliche Bildung und der Etablierung von Schulpartnerschaften an den Gymnasien bereits einiges passiert, lobten die IHK-Vertreter. „Wir als Wirtschaft wollen diesen eingeschlagenen Weg unterstützen und ihm weitere Dynamik verleihen“, sagt der Vorsitzende der IHK-Regionalversammlung Donau-Ries, Andreas Dirr.

Immer mehr Abiturienten unter den Azubis

Allein in diesem Jahr wurden in Bayerisch-Schwaben mehr als 9.300 neue Ausbildungsverhältnisse in IHK-Berufen geschlossen, davon mehr als 1.000 in Nordschwaben. „Die duale Ausbildung bleibt damit ein Erfolgsmodell“, so IHK-Vizepräsident Wolfgang Winter. Der Anteil der Abiturienten an den Auszubildenden ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen – von zehn Prozent im Jahr 2009 auf inzwischen 18 Prozent. Nach wie vor haben aber fast drei Viertel aller neuen Auszubildenden zuvor die Mittel- oder Realschule besucht. „Es wäre unter den Abiturienten also noch Luft nach oben“, fügt Winter an.

Austausch zwischen Schulen und Unternehmen

In dem Austausch wurde deutlich, dass Schulpartnerschaften mit Unternehmen in Sachen Berufsorientierung intensiviert werden sollten. Solche Partnerschaften gelingen bereits dem Johann-Michael-Gymnasium in Dillingen oder auch der FOS Donauwörth.  

Daneben sollte die Zusammenarbeit zwischen den Koordinatoren für berufliche Bildung an jedem Gymnasium und der regionalen Wirtschaft weiter intensiviert werden. Auch die IHK-Ausbildungsscouts – das sind Azubis, die Schulklassen besuchen und dort ihre Berufe vorstellen – können den Gymnasiasten wertvolle Einblicke aus der Praxis liefern. Genauso wie betriebliche Praktika und P-Seminare, bei denen wirtschaftsnahe Themen stärker in den Fokus gerückt werden. Zielgruppe sollten aber nicht nur die Schüler sein, auch die Eltern spielen bei der Berufsorientierung eine zentrale Rolle.

Die politischen Vertreter lobten das Engagement auf beiden Seiten: „Es ist wichtig, dass wir an einem Strang ziehen, um dem Fachkräftemangel, unter dem viele Firmen in unserem Landkreis leiden, zu begegnen“ betonte Landrat Leo Schrell. Sein Landrats-Kollege Stefan Rößle pflichtete ihm bei: „In dem direkten Dialog zwischen Schulen, Unternehmen, der Politik und der IHK sehe ich viele wertvolle Impulse.“

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