Berufsorientierung

So will die IHK Fachkräfte im Oberallgäu gewinnen

Auf Initiative der IHK Schwaben diskutierten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Gymnasien, wie man Abiturienten für eine Ausbildung begeistern kann.

Schulpartnerschaften, P-Seminare oder Elternabende – die Gymnasien in Kempten und dem Oberallgäu tun vieles, um ihre Schüler und deren Eltern davon zu überzeugen, dass ein Studium nicht der einzige Weg zu einer steilen Karriere ist. Wie man die Aktivitäten der Schulen in der Berufsorientierung weiter verbessern kann, diskutierten auf Initiative der IHK Schwaben Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Gymnasien. Mit dabei bei diesem „Runden Tisch“ waren unter anderem Landrat im Oberallgäu Anton Klotz, Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle, der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Schwaben Heinz-Peter Kempf und die dazugehörigen Schulleiter der Gymnasien, Markus Brehm als Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung und IHK-Vizepräsident Robert Frank.

Wirtschaft will Gymnasien bei Berufsorientierung unterstützen

Seit 2014 führt die IHK jährlich Round-Table-Gespräche mit Vertretern verschiedener Schularten in allen Regionen Schwabens durch. Zentrales Thema dabei: Wie kann man dem Fachkräfteproblem gemeinsam begegnen? „Die Wirtschaft im Allgäu braucht sowohl den akademischen als auch den beruflich ausgebildeten Fachkräftenachwuchs. Dabei ist gerade für Gymnasiasten der Weg über eine Ausbildung und ein anschließendes, berufsbegleitendes Studium eine erfolgsversprechende Möglichkeit“, erklärt Markus Brehm, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kempten und Oberallgäu.

Immer mehr Abiturienten unter den Azubis

Allein in diesem Jahr wurden in Bayerisch-Schwaben mehr als 9.300 neue Ausbildungsverhältnisse in IHK-Berufen geschlossen, davon fast 1.300 in Kempten und dem Oberallgäu. „Die duale Ausbildung bleibt damit ein Erfolgsmodell“, sagt Brehm. Der Anteil der Abiturienten, die eine Ausbildung machen, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen – von zehn Prozent im Jahr 2009 auf inzwischen 18 Prozent. Nach wie vor haben aber fast drei Viertel aller neuen Auszubildenden zuvor die Mittel- oder Realschule besucht. „Es wäre unter den Abiturienten also noch Luft nach oben“, sagt Frank.

Von Schulpartnerschaften bis Lehrer-Praktika

Im Dialog wurde deutlich, dass Schulpartnerschaften mit Unternehmen, wie sie beispielsweise das Gymnasium Immenstadt mit Bosch und Geiger oder das Hildegardis-Gymnasium in Kempten mit Liebherr bereits geschlossen haben, in Sachen Berufsorientierung erfolgsversprechend sind. Wertvolle Einblicke in die Praxis können auch betriebliche Praktika, P-Seminare mit wirtschaftsnahen Themen und der Einsatz von IHK-Azubi-Scouts liefern. Dies sind junge Auszubildende, die in den Schulen aus erster Hand von ihren Erfahrungen berichten und ihre Berufe vorstellen.

Es ist wichtig an einem Strang zu ziehen

Die Politik unterstützt das Engagement der Beteiligten, wie Landrat Klotz betont: „Es ist wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen, um dem Fachkräftemangel, unter dem viele Firmen in unserer Region leiden, zu begegnen.“ Auch Oberbürgermeister Thomas Kiechle unterstreicht dies: „Im direkten Dialog zwischen Schulen, Unternehmen, der Politik und der IHK sehe ich dafür viele wertvolle Impulse, die es gemeinsam fortzuführen und auszubauen gilt.“

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Im Dialog wurde deutlich, dass Schulpartnerschaften mit Unternehmen, wie sie beispielsweise das Gymnasium Immenstadt mit Bosch und Geiger oder das Hildegardis-Gymnasium in Kempten mit Liebherr bereits geschlossen haben, in Sachen Berufsorientierung erfolgsversprechend sind. Wertvolle Einblicke in die Praxis können auch betriebliche Praktika, P-Seminare mit wirtschaftsnahen Themen und der Einsatz von IHK-Azubi-Scouts liefern. Dies sind junge Auszubildende, die in den Schulen aus erster Hand von ihren Erfahrungen berichten und ihre Berufe vorstellen.

Es ist wichtig an einem Strang zu ziehen

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