Gegen den Fachkräftemangel

Agentur für Arbeit vermittelt Menschen mit Behinderung

Es können schon längst nicht mehr alle Ausbildungsplätze besetzt werden. Da ein Mangel an Fachkräften herrscht, lohnt es sich über Alternativen neben der bloßen Fachkräftesicherung nachzudenken. Die Agentur für Arbeit hat hierfür ihre Beratung verstärkt.

„Die Woche der Menschen mit Behinderung möchte ich zum Anlass nehmen, um Menschen mit Behinderung als Fachkräfte weiter in den Fokus der Unternehmen zu rücken. Denn dieses Potenzial kann helfen, die Auswirkungen des Bedarfs an Arbeits- und Fachkräften zu verringern. So sind beispielsweise arbeitslose Menschen mit Schwerbehinderung im Mittel sogar etwas höher qualifiziert als arbeitslose Menschen ohne Schwerbehinderung. Außerdem sind sie zumeist loyale und motivierte Mitarbeiter. Die Agentur für Arbeit Augsburg unterstützt Arbeitgeber zudem bei der Finanzierung notwendiger Qualifizierungsmaßnahmen“, so Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg.

Schwächere Jugendliche sollen eine Chance bekommen 

Um konkurrenzfähig zu bleiben, benötigen Betriebe vor allen Dingen Fachkräfte. In Zeiten der voranschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt wird dies noch viel deutlicher. Die Zeiten, in denen man sich aus einer Vielzahl von Bewerbern die besten aussuchen konnte, sind schon längst vorbei. Daher gilt es, über alternative Wege der Fachkräftesicherung nachzudenken. „Als Agentur für Arbeit sehen wir hier drei Wege, die Betriebe beschreiten können: Ausbilden, Gewinnen und Entwickeln von Personal“, erklärt Koller-Knedlik weiter. Obwohl viele Unternehmen bereit wären auszubilden, können längst nicht mehr alle Ausbildungsstellen besetzt werden. Es sind mehr Ausbildungsstellen vorhanden als Bewerber. „Um aber dennoch Nachwuchskräfte zu finden, sollten Arbeitgeber alle Möglichkeiten nutzen, ihr Unternehmen als attraktiven Ausbildungsbetrieb darzustellen, sei es über die Sozialen Medien, Online-Börsen, die eigene Homepage, oder auch Ausbildungsmessen. Für Betriebe, die auch schwächeren Jugendlichen eine Chance geben, bieten wir ein umfangreiches Förderspektrum an“, betont Elsa Koller-Knedlik. 

Hier steckt noch Potenzial

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Augsburg sind in den letzten 12 Monaten durchschnittlich rund 5.800 Arbeitsstellen gemeldet. Rund 82 Prozent davon sind Arbeitsstellen für Fachkräfte und Experten beziehungsweise Spezialisten. Demgegenüber stehen 13.056 Arbeitslose, von denen etwa 60 Prozent beim Hauptberufswunsch eine Tätigkeit mit dem Anforderungsniveau Fachkraft, Spezialist oder Experte angegeben haben und entsprechend etwa 40 Prozent, welche sich eine Helfertätigkeit wünschen. Die Chancen, dennoch eine Fachkraft zu finden, erhöhen Arbeitgeber, wenn sie nicht die hundertprozentig passende Kraft suchen, sondern auch Kompromisse eingehen. Potenzial stecke unter anderem auch bei Menschen mit Schwerbehinderung.

Wer eine Behinderung hat, sei zwar in einer Hinsicht eingeschränkt, habe aber in vielen anderen Belangen vielleicht gerade darum besondere Stärken entwickelt. Auch in der Entwicklung von Fachkräften aus der eigenen Belegschaft stecke ein großes Potential. Hierzu berät die Agentur für Arbeit Betriebe seit Jahresbeginn verstärkt. Insbesondere die Fördermöglichkeiten im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes, durch das die Weiterbildungsmöglichkeiten für Beschäftigte massiv ausgeweitet wurden, ist Thema.

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„Die Woche der Menschen mit Behinderung möchte ich zum Anlass nehmen, um Menschen mit Behinderung als Fachkräfte weiter in den Fokus der Unternehmen zu rücken. Denn dieses Potenzial kann helfen, die Auswirkungen des Bedarfs an Arbeits- und Fachkräften zu verringern. So sind beispielsweise arbeitslose Menschen mit Schwerbehinderung im Mittel sogar etwas höher qualifiziert als arbeitslose Menschen ohne Schwerbehinderung. Außerdem sind sie zumeist loyale und motivierte Mitarbeiter. Die Agentur für Arbeit Augsburg unterstützt Arbeitgeber zudem bei der Finanzierung notwendiger Qualifizierungsmaßnahmen“, so Elsa Koller-Knedlik, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Augsburg.

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Wer eine Behinderung hat, sei zwar in einer Hinsicht eingeschränkt, habe aber in vielen anderen Belangen vielleicht gerade darum besondere Stärken entwickelt. Auch in der Entwicklung von Fachkräften aus der eigenen Belegschaft stecke ein großes Potential. Hierzu berät die Agentur für Arbeit Betriebe seit Jahresbeginn verstärkt. Insbesondere die Fördermöglichkeiten im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes, durch das die Weiterbildungsmöglichkeiten für Beschäftigte massiv ausgeweitet wurden, ist Thema.

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