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2,6 Millionen für Fachkräftesicherung
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ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft e. V.

2,6 Millionen für Fachkräftesicherung

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände bayme vbm und der vbw. Foto: ibw

bayme vbm und die Bundesagentur für Arbeit starten zusammen das Projekt „power25+(me)“. Damit wollen sie jungen Erwachsenen mit einer assistierten Umschulung zum Berufsabschluss verhelfen. Die 25 plus-jährigen sollen in der Metall- und Elektroindustrie angestellt werden.

von Alexandra Hetmann, Online-Redaktion

Die bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm starten zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) das neue Modellprojekt „power25+(me)“. Ziel von „power25+(me)“ ist es, 48 bis 50 junge Erwachsene bis zum 1. September 2015 in eine Umschulung in einem bayme vbm-Mitgliedsbetrieb an den drei Modellstandorten Augsburg, München und Nürnberg zu vermitteln. Die Projektteilnehmer werden während des gesamten Umschulungsverlaufs unterstützt: Die zu Vermittelnden von der Vorbereitung auf die Umschulung bis zum erfolgreichen Berufsabschluss und dem Übergang in Beschäftigung, die Unternehmen von der Rekrutierung bis zur Übernahme des Umschülers als Facharbeiter.

„Wir für Bayern – Aktionsprogramm Fachkräftesicherung“

Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist eine zentrale Herausforderung für die Wirtschaft. Die ländlichen Räume Bayerns konnte bereits aufholen, doch es gibt noch einiges zu tun. Bertram Brossardt verweist auf die von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. in Auftrag gegebene Studie „Arbeitslandschaft 2035“: „Demnach werden allein in Bayern im Jahr 2020 rund 230.000 Arbeitskräfte fehlen, davon rund 160.000 Personen mit beruflicher Bildung. Diese Situation wird sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen.“ Um die Mitgliedsunternehmen bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen, haben bayme vbm und vbw 2011 die Initiative „Wir für Bayern – Aktionsprogramm Fachkräftesicherung“ gestartet. Insgesamt umfasst dieses Aktionsprogramm fünf Handlungsfelder, um dem Fachkräftemangel gezielt entgegenzusteuern: Die Beschäftigungschancen verbessern, die Erwerbsbeteiligung insgesamt erhöhen, die Arbeitszeiten verlängern, eine breite Bildungsoffensive initiieren sowie die Zuwanderung gezielt gestalten.

Zusammenarbeit soll Wirtschaft stärken

„power25+(me)“ gehört zum Handlungsfeld „Beschäftigungschancen verbessern“ und hat eine Laufzeit von dreieinhalb Jahren. Das Modellprojekt wird 240 junge Erwachsene vertieft informieren und auf eine Umschulung vorbereiten. Von 240 aktivierten Teilnehmern werden dann etwa 50 in eine Metall- und Elektro (M+E) Umschulung vermittelt. Die Regionaldirektion Bayern unterstützt das Projekt mit 1,7 Millionen Euro. bayme vbm fördern die Gesamtprojektkosten von circa 2,6 Millionen Euro mit rund 900.000 Euro. Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) gGmbH sowie die bayerischen Arbeitsagenturen und Jobcenter setzen das Projekt in den kommenden dreieinhalb Jahren vor Ort um.

bayme vbm und Regionaldirektion Bayern wollen Fachkräftemangel reduzieren

„Mit dem Projekt wollen wir jungen Erwachsenen zwischen 25 und 35 Jahren eine assistierte Umschulung in einem Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie ermöglichen, die bisher dafür eher nicht in Betracht gezogen wurden. Das sind zum Beispiel Personen mit nicht anerkanntem Berufsabschluss oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen“, erklärt bayme vbm Hauptgeschäftsführer, Bertram Brossardt. Auch der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern, Dr. Markus Schmitz, ist überzeugt: „Wir wollen, dass möglichst viele arbeitslose Menschen an der Beschäftigungsdynamik teilhaben. Dabei müssen wir noch stärker in abschlussorientierte Qualifizierungen investieren. Es freut mich, dass wir mit dem Projekt ‚power 25+(me)‘ einen wertvollen Modellversuch zur Fachkräftesicherung in Bayern auf den Weg gebracht haben. Damit können wir jungen Erwachsenen, die vielleicht auf den ersten Blick durch das Einstellungsraster gefallen wären, eine erstklassige Chance für einen Berufsabschluss ermöglichen.“

bayme vbm und BA: „power(me)“

Bereits seit 2011 finanzieren bayme vbm und die BA das Ausbildungsprojekt „power(me)“. Dieses soll Jugendlichen mit Defiziten bei schulischen Leistungen oder sozialen Kompetenzen durch ein spezielles Begleitprogramm über die gesamte Ausbildungszeit zu einem erfolgreichen Abschluss in der M+E Industrie verhelfen. „Das Projekt wird sehr gut angenommen. Insgesamt 154 Jugendliche haben ihre Chance ergriffen und machen eine Ausbildung in einem der 67 beteiligten Mitgliedsbetriebe“, so Bertram Brossardt.

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