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Ein Mix aus Solaranlagen, Windrädern, Biogasanlagen und Batteriespeichern: Das ist eine oft genannte Voraussetzung, damit die Energiewende in Deutschland gelingen kann. Doch Forschende der Universität Augsburg kommen zu dem Schluss, dass die Regionen auf dem Weg zur Klimaneutralität vor unterschiedlichen Herausforderungen stehen. Dazu haben die Geographinnen und Geographen Dr. Dragan Petrovic, Dr. Friederike Schrade, Dr. Stephan Bosch und Prof. Dr. Harald Kunstmann das Allgäu und den Regierungsbezirk Köln verglichen.
Die Studie hat untersucht, wie der Ausbau von Windkraft und Photovoltaik bis 2045 von Flächenverfügbarkeit, Strombedarf und regionalen Rahmenbedingungen abhängt. Bis 2045 will Deutschland klimaneutral sein.
Laut der Studie ist ein Grundproblem auf dem Weg zur Energiewende, wie viele Flächen in einer Region für den Ausbau der erneuerbaren Energien überhaupt zur Verfügung stehen. Denn der Bau von Solar- und Windkraftanlagen braucht Platz – und konkurriert mit der Landwirtschaft, Wohnbebauung und Wäldern. Auch der Natur- und Artenschutz und gesetzliche Abstandsregelungen müssen berücksichtigt werden. Gleichzeitig haben Regionen unterschiedlich viel Bevölkerung und Industrie und brauchen damit unterschiedlich viel Strom.
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Der Vergleich zwischen Köln und dem Allgäu hat hier deutliche Unterschiede aufgezeigt: Köln hat demnach nicht genügend Flächen, um seinen Strombedarf vollständig durch Wind- und Sonnenenergie zu decken. Nur wenn Köln deutlich weniger Strom brauchen würde, könnte es seinen Bedarf bis 2045 selbst decken. Das Allgäu hingegen wird laut der Studie bis 2045 kein Problem haben, seinen benötigten Strom durch erneuerbare Energien selbst zu produzieren. Die Region hat genügend potenzielle Flächen für den Ausbau von Wind- und Solaranlagen.
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Energiewende regional sehr unterschiedlich geplant werden muss“, sagt Prof. Dr. Harald Kunstmann, Klimaforscher an der Universität Augsburg. „Es reicht nicht, bundesweite Ausbauziele zu formulieren. Entscheidend ist, wie diese Ziele vor Ort räumlich umgesetzt werden können – mit den jeweiligen Landschaften, Nutzungskonflikten und gesellschaftlichen Erwartungen“, sagt Kunstmann weiter. Laut der Studie gibt es keine einheitliche Lösung für die Energiewende in Deutschland.
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Zudem hänge die Energiewende nicht nur von der Zahl der Wind- und Solaranlagen ab. „Entscheidend ist vielmehr, wie technische Potenziale, rechtliche Rahmenbedingungen, Flächennutzung und öffentliche Beteiligung zusammenspielen. Nur wenn diese Faktoren gemeinsam betrachtet werden, lassen sich Energielandschaften gestalten, die klimaneutral, räumlich tragfähig und gesellschaftlich vermittelbar sind“, heißt es in einer Mitteilung über die Studie.