
Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.
Die bundesweite Abschlussveranstaltung des Kopernikus-Symposium 2026 hat Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in Augsburg zusammengebracht. Das größte deutsche Forschungsprogramm zur Energiewende fand im Kongress am Park in Augsburg statt. Ziel war es, den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis zu beschleunigen. Das Forschungsprogramm wird mit 400 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Im Fokus der Veranstaltung standen die Herausforderungen und Chancen der Energiewende.
In seiner Keynote sprach Bayerns Digitalminister Fabian Mehring über Digitalisierung und den Klimaschutz. Beide Themen seien eng miteinander verbunden und könnten gemeinsam zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. „Klimawandel und Digitalisierung sind die beiden großen Masterthemen unserer Zeit. Technologie und Umweltschutz sind dabei keine Widersprüche. Stattdessen sind Innovationen unser Schlüssel zu einer nachhaltigen Zukunft und künftigem wirtschaftlichen Erfolg“, erklärt Mehring.
Mehring sprach sich außerdem dafür aus, die Klimawende durch technologische Entwicklungen voranzutreiben. Innovationen seien aus seiner Sicht ein entscheidender Faktor für nachhaltiges Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg.
Nach Angaben des Digitalministeriums unterstützt der Freistaat bayerische Städte, Gemeinden und Landkreise mit digitalen Lösungen bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels. Im Rahmen des Förderprogramms „Kommunal? Digital!“ wurden zehn Modellprojekte mit mehr als vier Millionen Euro gefördert. Die Projekte reichen von digitalem Energiemanagement über Maßnahmen zur Klimaresilienz bis hin zu intelligentem Hochwasserschutz.
Darüber hinaus wurde mit „TwinBy – Digitale Zwillinge für Bayern“ eine Grundlage geschaffen, um digitale Abbilder kommunaler Infrastruktur zu nutzen. Einsatzfelder sind unter anderem die kommunale Wärmeplanung, die Energieversorgung und die nachhaltige Stadtentwicklung. Für 17 Projekte standen rund eine Million Euro zur Verfügung. Mit der Plattform twin.bydata sollen erfolgreiche Lösungen künftig dauerhaft skalierbar und für weitere Kommunen nutzbar werden.
Für Mehring ist die Energiewende nicht nur eine ökologische Aufgabe. Er sieht darin auch eine wirtschaftliche Chance. Entscheidend sei aus seiner Sicht, wer die Märkte der Zukunft besetzt und neue Technologien erfolgreich entwickelt. „Unser Ziel ist es, aus der Ökologie eine neue Ökonomie zu entwickeln. Wir wollen Fortschritt gestalten statt Verzicht verwalten“, so Mehring.
Mit diesem Ansatz verbindet er Klimaschutz mit wirtschaftlicher Entwicklung. Die Transformation soll nach seiner Auffassung neue Wachstumschancen eröffnen.
Die Austragung des Symposiums in Augsburg hatte für Mehring eine besondere Bedeutung, denn für zwei Tage wurde die Heimatregion zum Treffpunkt von Akteuren, die die Energiewende aktiv mitgestalten. „Augsburg zeigt beispielhaft, wie Innovationskraft aus den Regionen heraus entsteht“, sagt Mehring.
Der Minister verwies deshalb auf die Innovationskraft der Region Bayerisch-Schwaben. Dort träfen industrielle Stärke, wissenschaftliche Kompetenz und unternehmerisches Handeln aufeinander. Als Beispiel nannte er das im Rahmen des Kopernikus-Projekts SynErgie entstandene Reallabor zur regionalen Flexibilisierung der Industrie-Netzentgelte. Dieses wurde von Prof. Hans Ulrich Buhl vom Forschungsinstitut für Informationsmanagement FIM und dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT gemeinsam mit dem Unternehmen UPM in Augsburg ins Leben gerufen.