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„Wirtschaft wird wieder Chefsache“ hatte Florian Freund im Wahlkampf angekündigt, und dementsprechend auch das Wirtschaftsreferat aufgelöst. Statt in einem eigenen Referat wie bisher, wird das Thema Wirtschaft künftig unter dem Referat des Oberbürgermeisters laufen.
Der Stadtrat hat nun die Ausschreibung der Stelle „Leitung des Direktoriums für Wirtschaft und Innovation (m/w/d)“ am Donnerstagnachmittag mehrheitlich beschlossen. Gesucht wird jemand, der sich sowohl in der Verwaltung auskennt als auch in der Praxis mit Wirtschaft und Politik gut vernetzt ist. Denn der oder die neue Wirtschaftsdirektorin soll den Wirtschafts- und Innovationsstandort Augsburg strategisch weiterentwickeln.
Der Wirtschaftsdirektor wird eng mit dem Augsburger Oberbürgermeister zusammenarbeiten. „Unsere Innenstadt steht im Wettbewerb mit anderen Innenstädten, unser Wirtschaftsstandort steht im Wettbewerb mit anderen Regionen. Ich glaube, wir sind sehr gut beraten, uns da so aufzustellen, dass wir mehr Durchschlagskraft haben“, erklärte Freund die Entscheidung im April.
Der künftige Wirtschaftsdirektor soll eine Schlüsselrolle bei der Vernetzung zentraler Akteure und der zukunftsorientierten Ausrichtung übernehmen: Er soll lokale und überregionale Netzwerke pflegen und eng sowohl mit verschiedenen Stellen der Stadt als auch mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zusammenarbeiten. Doch nicht nur das: Wünschenswert ist laut Stadtratsbeschluss auch, dass der Wirtschaftsdirektor gute Netzwerke zum Freistaat Bayern hat.
Dementsprechend fallen die Bereiche Wirtschaftsförderung, Augsburg Marketing, Smart City, der Stadtmarkt und die Wirtschaftsförderungsgesellschaften in die Zuständigkeit des Direktors. In den kommenden Jahren soll so unter anderem die Stadtidentität Augsburgs weiterentwickelt werden. Der Wirtschaftsdirektor soll Augsburg als attraktiven Standort „mit hoher Strahlkraft“ positionieren. Die Stadt will weiter, dass der Standort auch künftig über digitale Konzepte der Smart City weiterentwickelt wird.
Ein Studium ist laut Ausschreibungstext keine ausschließliche Voraussetzung. Gesucht wird jemand, der oder die Wirtschafts- oder Politikwissenschaften, im Bereich raumbezogener Planungswissenschaften oder mit Bezug zur Standortentwicklung studiert hat. Doch bewerben kann sich auch, wer in den Bereichen Standortentwicklung, Wirtschaftsförderung oder strukturprägenden wirtschaftsnahen Funktionen langjährige Berufserfahrung gesammelt und dadurch eine Qualifikation erworben hat, die auf gleichwertigem Niveau zu einem Studium liegt.
Zudem sollte die Person langjährige Führungserfahrung „in herausgehobener Position“ haben – ob im öffentlichen Dienst, der Wirtschaftsförderung oder in unternehmerischen Strukturen.
Die Stelle kann auch mit sich ergänzenden Teilzeitkräften besetzt werden und ist für die Besoldungsstufe B2 (außertariflich) ausgeschrieben. Laut dem bayerischen Landesamt für Finanzen liegt das monatliche Grundgehalt in dieser Stufe bei rund 8.800 Euro.