Einschätzung

So gut kommt der schwäbische Maschinenbau durch die Krise

Noch steht der Maschinen- und Anlagenbau in Bayerisch-Schwaben vergleichsweise stabil in der Corona-Krise. Das ist das Fazit einer Analyse der Commerzbank. Doch es zeichnen sich Schwierigkeiten ab. Und das schon vor Corona. Was jetzt passieren muss.

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Einen Knick wie diesen hat es in der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr gegeben. Dabei ist die Lage des Maschinen- und Anlagenbaus im Süden ambivalent. Das ist das Fazit einer Analyse der Commerzbank. Demnach leiden die Maschinen- und Anlagenbauer der Region zwar unter der Krise, zeigen sich aber im Vergleich zu anderen Branchen stabil. Der Grund seien noch Aufträge, welche vor Beginn der Krise eingegangen sind und jetzt abgearbeitet werden.

Corona nicht die einzige Krise für die Branche

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Thomas Enck ist Sector Head Machinery Deutschland bei der Commerzbank. Für den Branchenexperten liegt die Gefahr für die Maschinen- und Anlagenbauer jedoch nicht nur in Corona. Denn die gute Stimmung ist schon vor Corona ein bisschen gekippt. Der Grund dafür klingt zunächst bizarr: Die Produkte sind zu gut. „Das, was wir produzieren, ist Weltmarktführer“, erklärt er. Das klinge zwar zunächst gut – sei es auch – aber hat einen Haken. Denn nicht jeder Kunde im internationalen Markt verlange und benötige Hightech. Enck beobachtet derzeit eine steigende Nachfrage im Mid-Tech Sektor, sprich Produkte, die nicht den neuesten Innovationen entsprechen, jedoch sehr preiswert sind. Denn das ist die größte Schwäche der heimischen Produktion. Verglichen mit Herstellern, etwa aus China, sind sie vor allem eines: teuer.

„Die Maschinenbauer werden es schaffen“

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Dennoch sieht Enck, auch aus Sicht der Commerzbank, den Maschinen- und Anlagenbau in Bayerisch-Schwaben nicht auf dem absteigenden Ast. Im Gegenteil. Er und sein Kollege Robert Schindler, Bereichsvorstand Firmenkunden Süd, sind sich einig: „Die Maschinenbauer werden es schaffen.“ Denn das Potential sei vor Ort. Ebenso das Knowhow gut ausgebildeter Fachkräfte. Dennoch seien diese derzeit die größte Herausforderung für die Unternehmen der Region, erklärt Schindler. Denn hier verzeichnet die Wirtschaft noch immer einen Mangel. Dies zeige sich auch darin, dass besonders in diesem Sektor kaum Mitarbeiter während Corona freigestellt wurden, denn Fachkräfte sind begehrt und werden nicht einfach „weg gegeben“, so Schindler.

In den vergangenen Monaten zeigte sich der Knick in der Stimmung der Maschinen- und Anlagenbauer besonders um Augsburg deutlich. Hier hatten einige große Betriebe, zuletzt Faurecia, angekündigt, viele Stellen zu streichen. Mitte Februar erläuterte die IHK Schwaben unterdessen, wie der Standort auch auf lange Zeit gesichert werden könne. Ein Ratschlag war, junge gut ausgebildete Fachkräfte dazu zu ermuntern, in der Industrie neue Unternehmen zu gründen. Thomas Enck sieht diese Chancen ebenfalls, rät allerdings zur Zusammenarbeit mit bereits etablierten Unternehmern: „Eine gute Lösung können Joint Ventures zwischen Absolventen und bereits aktiven Unternehmern sein. Dieses Konzept hat oft Erfolg.“

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In den vergangenen Monaten zeigte sich der Knick in der Stimmung der Maschinen- und Anlagenbauer besonders um Augsburg deutlich. Hier hatten einige große Betriebe, zuletzt Faurecia, angekündigt, viele Stellen zu streichen. Mitte Februar erläuterte die IHK Schwaben unterdessen, wie der Standort auch auf lange Zeit gesichert werden könne. Ein Ratschlag war, junge gut ausgebildete Fachkräfte dazu zu ermuntern, in der Industrie neue Unternehmen zu gründen. Thomas Enck sieht diese Chancen ebenfalls, rät allerdings zur Zusammenarbeit mit bereits etablierten Unternehmern: „Eine gute Lösung können Joint Ventures zwischen Absolventen und bereits aktiven Unternehmern sein. Dieses Konzept hat oft Erfolg.“

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