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SGL Carbon erhöht Prognose für 2026
Geschäftsentwicklung

SGL Carbon erhöht Prognose für 2026

Am Standort der SGL in Meitingen. Foto: B4BSCHWABEN.de
Am Standort der SGL in Meitingen. Foto: B4BSCHWABEN.de

Das Jahr scheint für SGL Carbon gut zu laufen. Zumindest erhöht das Unternehmen für 2026 seine Prognosen.

Zu Beginn des letzten Quartals 2026 geht SGL Carbon davon aus, dass es seine Prognosen für das Jahr übertreffen wird. Ursprünglich hatte SGL 110 bis 130 Millionen Euro bereinigtes EBITDA erwartet. Nun erhöht SGL seine Prognose auf 130 bis 140 Millionen Euro. Nach den ersten neun Monaten liegt das bereinigte EBITDA bei rund 106 Millionen Euro.

Auch Umsatz könnte steigen

Der Umsatz liegt in den ersten neun Monaten bei rund 595 Millionen Euro. Prognostiziert hatte SGL einen Umsatz zwischen 720 und 770 Millionen Euro und erwartet, dass es einen Umsatz im oberen Bereich erzielt.

Dennoch ist der Umsatz insgesamt im Vergleich rückläufig. 2025 hatte SGL in den ersten neun Monaten mit 652,9 Millionen Euro knapp neun Prozent mehr Umsatz erzielt. Insgesamt hatte SGL 2025 einen Umsatz in Höhe von 850 Millionen Euro.

Lesen Sie auch:SGL Carbon in Meitingen zwischen Kostendruck und Wachstum

Den Rückgang erklärt das Unternehmen damit, dass es sich aus verlustbringenden Geschäften im Carbonfasergeschäft zurückgezogen hat. Hinzu kommt eine schwächere Nachfrage im Geschäftsbereich Graphite Solutions sowie die zurückhaltende Investitionsbereitschaft in der Chemieindustrie.

Wachstumsstrategie für SGL

SGL hatte Anfang 2025 die Restrukturierung seines Geschäftsbereichs Carbon Fibers angekündigt. Sogar ein Komplettverkauf der Sparte war geprüft worden. Der Standort Lavradio in Portugal wurde in diesem Zuge geschlossen. Im Laufe 2025 hatte die Restrukturierung erste Erfolge gezeigt.

Der Vorstandsvorsitzende Andreas Klein will mit der Strategie „SGL Wachstum 2030“ das Unternehmen wieder erfolgreicher machen. „Unser Ziel ist es, die Ertragskraft von SGL Carbon nachhaltig zu stärken und das Unternehmen bis 2030 wieder zu einem Milliarden-Unternehmen zu entwickeln“, erklärte er im Mai auf der Hauptversammlung der Aktionäre. Die Zukunft sieht Klein für SGL bei Halbleitern, Small Modular Reactors sowie in der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie.

Die nun erhöhten Prognosen macht SGL auf Basis des aktuellen Marktumfeldes und unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern.

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