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Die Wohnbaugruppe Augsburg hat die Fertigstellung von zwei Gebäuden der Wohnanlage Urmelstraße mit einer symbolischen Schlüsselübergabe gefeiert. Die ersten Mieter konnten ihr Zuhause im Augsburger Stadtteil Lechhausen bereits beziehen. An der Übergabe nahmen Augsburgs Oberbürgermeister Florian Freund, Wohnbaugruppe-Geschäftsführer Mark Dominik Hoppe und eine Mieterfamilie teil. Die Wohnanlage liegt im sogenannten Puppenkistenviertel. Die insgesamt 47 Wohnungen wurden im Rahmen der Einkommensorientierten Förderung errichtet. Dadurch können sie dauerhaft zu sozialverträglichen Mieten angeboten werden.
Florian Freund sieht bezahlbares Wohnen als wichtigste soziale Frage. „Mit der Wohnanlage in der Urmelstraße schaffen wir bezahlbaren Wohnraum für unterschiedliche Einkommen und stärken zugleich den sozialen Zusammenhalt in Augsburg“, sagt Freund.
Trotz der weiterhin hohen Baukosten konnte das Projekt als bezahlbarer Wohnungsbau umgesetzt werden. Dafür wurden Fördermittel des Freistaats Bayern genutzt. Die vom Amt für Wohnbauförderung und Wohnen der Stadt Augsburg genehmigte Zielmiete liegt bei 14,50 Euro pro Quadratmeter. Durch die Einkommensorientierte Förderung reduziert sich die tatsächliche Miete abhängig von der Einkommensstufe auf 7,00 bis 9,50 Euro pro Quadratmeter.
Der Einzug erfolgt schrittweise. Zum 1. Juli wurden die ersten zwölf Wohnungen bezogen. Zum 1. August kommen weitere 15 Wohnungen hinzu. Die restlichen 20 Wohnungen im dritten Gebäude sollen zum Jahreswechsel bezogen werden. Özlem Ezgin-Dönmez und Yasar Dönmez sind bereits mit ihren drei Kindern eingezogen. Stellvertretend für die neuen Haushalte nahmen sie den symbolischen Schlüssel entgegen. „Es ist schön, hier mit unserer Familie anzukommen und Teil einer neuen Nachbarschaft werden zu können“, so die neuen Mieter.
Die Wohnungen verteilen sich auf drei Gebäude. Das Angebot reicht von 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen. Ein Schwerpunkt liegt auf familiengerechten Grundrissen.
Der Name der Wohnanlage soll an das Urmel aus der Augsburger Puppenkiste erinnern. Die Figur sei für viele Menschen mit Kindheitserinnerungen verbunden. „Dass wir in einer nach ihm benannten Straße neuen Wohnraum schaffen – insbesondere für Familien –, ist etwas ganz Besonderes!“, so Mark Dominik Hoppe.
Die Wohnbaugruppe Augsburg investiert rund 19 Millionen Euro in den Neubau. Die Gebäude in Holzbauweise erfüllen die Anforderungen des KfW-Förderprogramms Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude. Der Freistaat Bayern unterstützt das Projekt im Rahmen der Einkommensorientierten Förderung mit einem Zuschuss von rund 2,5 Millionen Euro. Zusätzlich gibt es ein zinsverbilligtes Darlehen in Höhe von knapp 10,1 Millionen Euro.
Die Wohnbaugruppe Augsburg plant weitere Projekte für geförderten Wohnraum. In diesem Jahr soll das Richtfest im Brunnenlechgäßchen für 33 geförderte Wohnungen stattfinden. Außerdem laufen die Vorbereitungen für den ersten Bauabschnitt in der Schillstraße mit insgesamt 185 Wohnungen. Im September soll zudem das modernisierte Studierendenwohnheim am Lech als Peacetower fertiggestellt werden und 260 Studierenden ein neues Zuhause schenken.