Analyse der IHK Schwaben

IHK: Wie China und die USA der schwäbischen Wirtschaft schaden

Wie der Handelsstreit zwischen China und den USA sich auf die Wirtschaft in Bayerisch-Schwaben auswirkt, versuchte die IHK bereits mithilfe von Umfragen zu erklären. Die IHK sieht jetzt die EU in der Pflicht, sich für offene Märkte einzusetzen.

Nachdem die USA die Zölle auf Waren aus China auf 25 Prozent erhöht haben, hat der Handelsstreit zwischen beiden Staaten einen neuen Höhepunkt erreicht. Diese Verwerfungen zwischen China und den USA treffen auch die international aktive bayerisch-schwäbische Wirtschaft. „Die wirtschaftlich starken Volkswirtschaften sind heutzutage eng miteinander verbunden.  So betreffen die erhöhten Zölle auch schwäbische Unternehmen, die in China eine eigene Produktionsstätte haben und in die USA liefern – oder umgekehrt von den USA aus China beliefern“, erklärte Jana Lovell, Leiterin des IHK-Geschäftsfelds International, das Problem.  Denn China und die Vereinigten Staaten sind zwei der wichtigsten Absatzmärkte für schwäbische Unternehmen. Mehr als 600 Firmen aus der Region haben aktive Geschäftsbeziehungen in die USA, mehr als 500 aktive Geschäftsbeziehungen nach China.

USA entfernen sich vom freien Welthandel

Neben den konkreten Auswirkungen für Unternehmen aus Schwaben sieht Lovell die Glaubwürdigkeit multilateraler Regeln gefährdet. „Die USA als bisherige Verfechterin des freien Handels scheint sich immer weiter vom freien und fairen Welthandel zu entfernen“, sagte die  Außenhandelsfachfrau Lovell. „Unsere Unternehmen benötigen für ihr Auslandsgeschäft verlässliche Regeln. Für offene Märkte und international faire Wettbewerbsbedingungen einzustehen, ist deshalb oberstes Gebot. Es ist wichtig, dass sich die EU geschlossen für die Stärkung der WTO und offene Märkte einsetzt.“

Jeder Achte spürt Konsequenzen

Erst im Januar schloss die IHK zu exakt dieser Frage eine Studie ab. Ob der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China auch in der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft Spuren hinterlässt, sollte geklärt werden. Jeder Achte gab laut der Studie an, die Auswirkungen im Unternehmen bereits zu spüren. Einbußen im Umsatz eines Unternehmens seien dabei nur ein Beispiel dieser Auswirkungen. Besonders betroffen seien außerdem diejenigen Unternehmen, die eigene Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten oder China hätten.

Umfrage im September noch optimistisch

Eine weitere Umfrage, welche bereits im September des vergangenen Jahres veröffentlicht wurde zeigte hingegen noch ein recht positives Bild. Hier wurde besonders ein besserer Preiswettbewerb mit China betont. Aber auch vermehrte Geschäftsanfragen von Kunden aus den USA säte Optimismus für den noch immer anhaltenden Streit zwischen den zwei wirtschaftlichen Großmächten.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
Analyse der IHK Schwaben

IHK: Wie China und die USA der schwäbischen Wirtschaft schaden

Wie der Handelsstreit zwischen China und den USA sich auf die Wirtschaft in Bayerisch-Schwaben auswirkt, versuchte die IHK bereits mithilfe von Umfragen zu erklären. Die IHK sieht jetzt die EU in der Pflicht, sich für offene Märkte einzusetzen.

Nachdem die USA die Zölle auf Waren aus China auf 25 Prozent erhöht haben, hat der Handelsstreit zwischen beiden Staaten einen neuen Höhepunkt erreicht. Diese Verwerfungen zwischen China und den USA treffen auch die international aktive bayerisch-schwäbische Wirtschaft. „Die wirtschaftlich starken Volkswirtschaften sind heutzutage eng miteinander verbunden.  So betreffen die erhöhten Zölle auch schwäbische Unternehmen, die in China eine eigene Produktionsstätte haben und in die USA liefern – oder umgekehrt von den USA aus China beliefern“, erklärte Jana Lovell, Leiterin des IHK-Geschäftsfelds International, das Problem.  Denn China und die Vereinigten Staaten sind zwei der wichtigsten Absatzmärkte für schwäbische Unternehmen. Mehr als 600 Firmen aus der Region haben aktive Geschäftsbeziehungen in die USA, mehr als 500 aktive Geschäftsbeziehungen nach China.

USA entfernen sich vom freien Welthandel

Neben den konkreten Auswirkungen für Unternehmen aus Schwaben sieht Lovell die Glaubwürdigkeit multilateraler Regeln gefährdet. „Die USA als bisherige Verfechterin des freien Handels scheint sich immer weiter vom freien und fairen Welthandel zu entfernen“, sagte die  Außenhandelsfachfrau Lovell. „Unsere Unternehmen benötigen für ihr Auslandsgeschäft verlässliche Regeln. Für offene Märkte und international faire Wettbewerbsbedingungen einzustehen, ist deshalb oberstes Gebot. Es ist wichtig, dass sich die EU geschlossen für die Stärkung der WTO und offene Märkte einsetzt.“

Jeder Achte spürt Konsequenzen

Erst im Januar schloss die IHK zu exakt dieser Frage eine Studie ab. Ob der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China auch in der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft Spuren hinterlässt, sollte geklärt werden. Jeder Achte gab laut der Studie an, die Auswirkungen im Unternehmen bereits zu spüren. Einbußen im Umsatz eines Unternehmens seien dabei nur ein Beispiel dieser Auswirkungen. Besonders betroffen seien außerdem diejenigen Unternehmen, die eigene Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten oder China hätten.

Umfrage im September noch optimistisch

Eine weitere Umfrage, welche bereits im September des vergangenen Jahres veröffentlicht wurde zeigte hingegen noch ein recht positives Bild. Hier wurde besonders ein besserer Preiswettbewerb mit China betont. Aber auch vermehrte Geschäftsanfragen von Kunden aus den USA säte Optimismus für den noch immer anhaltenden Streit zwischen den zwei wirtschaftlichen Großmächten.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben