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IHK Schwaben: Schwäbische Wirtschaft wählt Europa
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Europawahlen

IHK Schwaben: Schwäbische Wirtschaft wählt Europa

 Dr. Andreas Kopton, IHK Präsident. Foto: Archiv/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Dr. Andreas Kopton, IHK Präsident. Foto: Archiv/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Anlässlich der Europawahlen diesen Sonntag hatte die Industrie- und Handelskammer bereits im März zu einer Umfrage aufgerufen. Was schätzen die Unternehmer an der EU? So ist die Umfrage ausgegangen

„Die EU ist seit 1957 ein Garant für politische Stabilität, Frieden und Wohlstand. Sie überwindet nationalstaatliche Tendenzen und baut über ihre Grenzen hinweg Zölle und Handelshemmnisse ab“, so der IHK-Präsident Dr. Andreas Kopton. Warum die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammern hinter der europäischen Idee steht und sich für ein starkes Europa unter dem Motto #GemeinsamEuropaGestalten einsetzt:

Warum wir alle von der EU profitieren

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Gerade die bayerische Wirtschaft profitiert in hohem Maße von der Europäischen Union und dem gemeinsamen Binnenmarkt. Bayern gewinnt durch den europäischen Binnenmarkt jedes Jahr eine zusätzliche Wertschöpfung in Höhe von rund 25 Milliarden Euro. Für die Beschäftigten in Bayern bedeutet das eine Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens um vier Prozent, so die Ergebnisse einer jüngst veröffentlichten Studie.

„EU ist der zweitstärkste Wirtschaftsraum der Welt“

Darüber hinaus liegt der Anteil der EU am Außenhandel Bayerns bei rund 60 Prozent. Neun der zwölf wichtigsten Handelspartner Bayerns sind EU-Mitgliedstaaten. „Die EU ist nach den USA der zweitstärkste Wirtschaftsraum der Welt. Sie trägt gerade bei den exportorientierten Unternehmen Bayerisch-Schwabens dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern“, so Gerhard Pfeifer, Stellvertretender Präsident der IHK Schwaben.

Diesen Herausforderungen muss sich die EU stellen

Umso wichtiger ist es aus Sicht der bayerisch-schwäbischen Wirtschaft, den Investitionsstandort EU auszubauen und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen noch weiter zu stärken. Erreicht werden könne dies beispielsweise durch die steuerliche Vereinheitlichung von Einkünften oder multilaterale Handelsabkommen.

Dazu sollten außerdem unternehmensfreundliche Regelungen geschaffen werden. Anzeige-, Melde-, Statistik- oder Nachweispflichten etwa müssen deutlich abgebaut werden. Bestehende Regeln müssten europaweit einheitlich und konsequent angewandt werden. Nur so könnten Diskriminierungen und Behinderungen im Binnenmarkt endlich abgebaut werden. Höchste Priorität sollte aber, so wünschen zumindest 62 Prozent der Befragten, die Stärkung der Währungsunion haben.

Unternehmer akzeptieren EU, mit Einschränkungen

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Nur 67 Prozent der Studien-Teilnehmer schätzen die EU uneingeschränkt wert. Die Umsetzung der DSGVO beispielsweise wird von dem anderen Prozentteil kritisiert. 40 Prozent der Befragten sehen hier sogar ihre Wettbewerbsposition stark eingeschränkt. Auch die EZB-Niedrigzinspolitik bereite den Unternehmen Sorgen. Doch beim Brexit sind sich die Firmen einig: Um den EU-Binnenmarkt zu schützen, würde ein Großteil hier sogar Handelseinbußen mit dem Vereinigten Königreich in Kauf nehmen.

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