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Handwerk unter Druck: Preisanstieg belastet Betriebe
HWK-Konjunkturumfrage

Handwerk unter Druck: Preisanstieg belastet Betriebe

Die Konjunktur im Handwerk der Region Augsburg schwächt sich ab. Das zeigt die Konjunkturumfrage der HWK.
Die Konjunktur im Handwerk der Region Augsburg schwächt sich ab. Das zeigt die Konjunkturumfrage der HWK. Foto: B4B/ Katharina Seeburger

Die Konjunktur im Handwerk der Region Augsburg schwächt ab. Steigende Einkaufspreise und fehlende Aufträge setzen die Betriebe unter Druck. Wie viel Optimismus herrscht bei den Betrieben?

Das Handwerk in der Region Augsburg ist verhalten in das Jahr 2026 gestartet: Die aktuelle Konjunkturumfrage der HWK zeigt eine eingetrübte Stimmung. Weniger Betriebe bewerten ihre Lage positiv. Gleichzeitig steigen die Kosten spürbar.

In der Stadt und im Landkreis Augsburg sowie im Landkreis Aichach-Friedberg bewerten 74 Prozent der Betriebe ihre Lage als gut oder befriedigend. Das sind neun Prozentpunkte weniger als im Vorquartal. 26 Prozent sprechen hingegen von einer schlechten Geschäftslage. Unterschiede zeigen sich zwischen den Gewerken. Im Ausbaugewerbe sowie bei konsumnahen Betrieben wie Bäckern, Optikern oder Friseuren läuft es etwas besser. Schwächer entwickelt sich die Lage im Bauhauptgewerbe, bei gewerblichen Zulieferern und im Kfz-Handwerk. 

Preisdruck belastet alle Gewerke

Ein zentrales Problem ist laut Umfrage der Anstieg der Einkaufspreise. Mehr als die Hälfte der Betriebe berichtet von höheren Kosten. Nur rund ein Viertel kann diese über höhere Verkaufspreise ausgleichen, was die Ertragssituation verschärfe. Als Ursache gilt unter anderem die Entwicklung infolge des Irankriegs.

„Die Stimmung ist gedrückt, und dies nicht allein wegen stark gestiegener Energie- und Rohstoffpreise infolge des Irankonflikts“, erklärt Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben Ulrich Wagner. Unsere Betriebe wie auch die Beschäftigten erwarten zurecht, dass die Bundesregierung längst überfällige Reformen nicht nur ankündigt, sondern auch zügig umsetzt“, betont Wagner. Es brauche in der Politik einen deutlichen Tempoanstieg und ein Gesamtkonzept, anstatt kleinteiliger Einzelmaßnahmen. „Ein befristeter Tankrabatt, so er denn wirklich bei Unternehmen und Kunden ankommt, kann zwar ein positives Signal senden, bremst die aktuelle Preisrallye aber nur teilweise“, so Wagner weiter. Ohne eine deutliche Steuerentlastung und Sozialabgaben schaffe es die Wirtschaft nicht aus der Krise.

Fehlende Aufträge bremsen Entwicklung

Neben den Kosten belastet auch die Nachfrage die Betriebe. 37 Prozent melden sinkende Auftragseingänge, nur 13 Prozent berichten von einem Plus. Die Reichweite der Auftragsbestände liegt aktuell bei 7,9 Wochen. Das zeigt einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.

Die Erwartungen für das nächste Quartal fallen gemischt aus. 18 Prozent der Betriebe zeigen sich optimistisch. Insgesamt 12 Prozent rechnen mit einer weiteren Verschlechterung ihrer Lage. Auch bei den Aufträgen gehen die Einschätzungen auseinander. 14 Prozent erwarten hier ein weiteres Minus, 19 Prozent bleiben optimistisch. Große Unsicherheit besteht bei der Preisentwicklung. Hier rechnen 60 Prozent der Unternehmen mit weiter steigenden Einkaufskosten. Nur etwa 30 Prozent gehen davon aus, diese an ihre Kunden weitergeben zu können.

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