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HWK statt Profisport: Augsburger Nachwuchs testet das Handwerk
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HWK statt Profisport: Augsburger Nachwuchs testet das Handwerk

In der Metallwerkstatt legten auch HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner, AEV-Präsident Lukas Gebele und Roy Stapelfeld, Kaufmä
(v.l.n.r.:) In der Metallwerkstatt legten auch HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner, AEV-Präsident Lukas Gebele und Roy Stapelfeld, Kaufmännischer Leiter des FCA-Nachwuchsleistungszentrums, selbst Hand an. Foto: Handwerkskammer für Schwaben

Rund 130 Jugendliche testen im Berufsbildungszentrum der HWK Schwaben verschiedene Ausbildungsberufe und diskutieren Karrierealternativen zum Profisport.

Seit 2010 lädt die Handwerkskammer (HWK) für Schwaben Nachwuchstalente des FC Augsburg (FCA) und des Augsburger Eislaufvereins (AEV) zu einer Berufsinfoveranstaltung ein. In diesem Jahr nutzten rund 130 Jugendliche gemeinsam mit Trainern und Eltern das Angebot, um sich über Ausbildungsberufe im Handwerk und deren Karrierechancen zu informieren. Veranstaltungsort war das Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der HWK Schwaben. 

Praktische Einblicke in verschiedene Gewerke 

In den Werkstätten des BTZ konnten die Nachwuchssportler aus Augsburg unterschiedliche Berufe praktisch erproben. Sie arbeiteten unter anderem als Konditoren, Maler und Lackierer, Kaminkehrer, Elektriker, Schreiner, Feinwerkmechaniker und Metallbauer. Darüber hinaus erhielten sie Einblicke in die Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, die Land- und Baumaschinentechnik sowie den Gerüstbau. Ziel der Veranstaltung ist es, jungen Sportlern frühzeitig berufliche Perspektiven neben einer möglichen Sportkarriere aufzuzeigen. 

130 Ausbildungsberufe mit unterschiedlichen Karrierewegen 

HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner betonte die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten im Handwerk und die Rolle des Umfelds bei der Berufswahl. Das Handwerk biete über 130 Ausbildungsberufe, es könnte sich folglich jeder der

Jugendlichen einen anderen aussuchen. Zudem lobte er den Zugang zu Führungsposition in einem Handwerksbetrieb, Leitungspositionen innerhalb eines Unternehmens oder dem Meisterbrief und der damit Verbundene der Zugang zu einer Hochschule oder Universität. Zugleich verwies Wagner auf Parallelen zwischen Sport und Handwerk wie Einsatzbereitschaft, Teamgeist, Talent und Kreativität. 

Bedeutung beruflicher Alternativen 

Auch die Vertreter der beiden Sportvereine stellten die Notwendigkeit einer beruflichen Alternative zur Profisportkarriere heraus. AEV-Präsident Lukas Gebele erklärte, es zeige sich viel zu oft, dass sich die Nachwuchstalente nur auf den Sport als einziges Karriereziel versteifen. „Dies ist mit Sicherheit der falsche Weg, denn, klappt es mit einer Profikarriere nicht, braucht es eine Alternative. Das gilt auch für die Zeit nach dem Ende einer Sportler-Karriere. Daher unser Kredo: 49 Prozent Sport, 51 Prozent Schule und Ausbildung“, veranschaulicht Gebele. 

Roy Stapelfeldt, Kaufmännischer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des FC Augsburg, ergänzte, dass die Konkurrenz in den Profisport groß sei. „Unsere Talente haben natürlich alle das Ziel, es eines Tages in den Profifußball zu schaffen. Dafür geben sie tagtäglich alles und investieren sehr viel Zeit. Gleichzeitig gibt es allein in Deutschland viele weitere Nachwuchsleistungszentren, wo alle Jungs den gleichen Traum haben – am Ende erfüllt er sich aber nur für ganz wenige von ihnen“, so Stapelfeldt. Deshalb zählen die Themen Schule und Persönlichkeitsentwicklung in gleichem Maße zu den Ausbildungspfeilern wie der Sport.

Handwerk als wirtschaftlich relevante Option 

„Wir schätzen es sehr, dass diese Kooperation nun schon so viele Jahre besteht und uns die HWK als verlässlicher Partner zur Seite steht. Die Berufsinfomesse ist zur liebgewonnenen Tradition geworden, die uns allen Jahr um Jahr viel Spaß bereitet“, verwies Stapelfeldt. Er machte zudem auf die Gesichtspunkte Teamgeist, Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit, Konzentration und Willen aufmerksam, die das Handwerk und den Sport verbinden.

Auch Gebele sieht im Handwerk eine tragfähige Perspektive neben dem Sport: „Wir wissen alle, dass nur ein ganz geringer Prozentsatz es schaffen wird, sich seinen Lebensunterhalt über den Sport zu sichern. Darum ist gerade in den heutigen Zeiten eine Ausbildung im Handwerk Gold wert.“ Aufgrund des derzeitigen Arbeitnehmermarktes und auch der weiteren Möglichkeiten, wie zum Beispiel die Meisterausbildung, biete das Handwerk eine passende Alternative. Außerdem ist das Handwerk jetzt wie auch in Zukunft unerlässlich für die Gesellschaft und als starker Wirtschaftsbereich nicht wegzudenken. 

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