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Erneut Rekordinvestitionen – das planen die LEW für die Energiewende
Geschäftsjahr 2025

Erneut Rekordinvestitionen – das planen die LEW für die Energiewende

Dietrich Gemmel (l.) und Malte Sunderkötter führen als Vorstände die Lechwerke. Foto: LEW/ Rene Müller
Dietrich Gemmel (l.) und Malte Sunderkötter führen als Vorstände die Lechwerke. Foto: LEW/ Rene Müller

Die Lechwerke haben ihren Geschäftsbericht 2025 veröffentlicht. Die Investitionen lagen auf Rekordniveau. Auch für 2025 wollen die LEW eine Dividende auszahlen.

Rund 281 Millionen Euro hat die Lechwerke AG (LEW) im vergangenen Jahr investiert. „So viel wie noch nie“, schreiben die LEW in ihrer Mitteilung. Der Schwerpunkt lag darauf, das regionale Stromverteilnetz zu digitalisieren und schwankende Einspeisungen aus erneuerbaren Energien stabil in das Versorgungsnetz zu integrieren. Auch in die digitale Infrastruktur wurde investiert – etwa mit dem 2025 eröffneten LEW Green Data Center.

Investition in Energiewende

Mit Investitionen in Höhe von 281 Millionen Euro haben die LEW 2025 rund 4,5 Prozent mehr investiert als noch 2024. Damit haben sich nach eigenen Angaben die Investitionen innerhalb von fünf Jahren mehr als verdoppelt. Aufträge von 123 Millionen Euro gingen dabei an Unternehmen in der Region. Bis 2030 seien weitere Investitionen von rund 1,6 Milliarden Euro geplant.

„Der Umbau unseres Energiesystems erfordert enorme Investitionen in Netze und Infrastruktur“, sagt LEW-Vorstand Malte Sunderkötter. „Dafür brauchen wir Planungssicherheit für Investitionen, praktikable Regeln für innovative Netzlösungen und eine faire Finanzierung der Infrastruktur.“

Zu diesem Umbau des Energiesystems zählt auch die Einspeisesteckdose in Balzhausen, die im Oktober 2025 in Betrieb genommen wurde. Ein Pilotprojekt, das den Netzausbau für die Energiewende schneller und günstiger machen soll.

Parallel bauen die LEW ihre eigenen Batteriespeicher aus und erweitern auch die eigene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. So entsteht derzeit in Daiting (Kreis Donau-Ries) die größte Photovoltaik-Anlage der LEW: Auf rund 22 Hektar sollen dort 24 Megawatt Solarstrom erzeugt werden.

Mittlerweile speisen im Netzgebiet der LVN rund 140.000 Anlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 4,5 Gigawatt Strom aus erneuerbaren Energien in das Netz ein. Laut den LEW gehört damit das Netzgebiet der LVN zu den Regionen mit der höchsten Anlagendichte in Deutschland.

LEW-Kennzahlen für 2025

Gleichzeitig ist das bereinigte EBIT um 4,1 Prozent auf 198,9 Millionen Euro zurückgegangen. „Zwar liegt das Ergebnis unter dem Vorjahreswert, bleibt aber auf einem sehr hohen Niveau – es ist der dritthöchste Wert unserer Unternehmensgeschichte“, teilen die LEW-Vorstände Dietrich Gemmel und Malte Sunderkötter im Geschäftsbericht mit.

Der Gewinn nach Steuern lag bei 108 Millionen Euro (2024: 110 Millionen Euro). Der Bilanzgewinn betrug 99 Millionen Euro und soll als Dividende von 2,80 Euro pro Stückaktie an die Aktionäre ausgezahlt werden. Die Eigenkapitalquote der LEW beträgt 31 Prozent und liegt in etwa auf der Höhe des Vorjahres.

Entgegen dem Trend, dass Unternehmen Stellen abbauen, haben die LEW im vergangenen Jahr 100 neue Mitarbeitende eingestellt und beschäftigten zum Jahresende 2.222 Menschen in der Region.

Weniger Stromlieferungen, LEW steigen aus Gas aus

Die Stromlieferungen der LEW sind 2025 um 21,1 Prozent zurückgegangen. Der Sektor der Geschäftskunden ging hier um knapp 40 Prozent zurück und macht den größten Anteil aus. Als Grund nennen die LEW, dass sie insbesondere einzelne Verträge mit großen B2B-Kunden beendet haben – wegen einer kontinuierlichen Risiko-Rendite-Abwägung.

Stromlieferungen an Privat- und Gewerbekunden sind um 2,5 Prozent zurückgegangen. Grund: intensiverer Wettbewerb, bessere Energieeffizienz und mehr Eigennutzung von Strom.

2025 haben die LEW zudem einen Schritt beendet, den sie 2022 eingeleitet haben: den Ausstieg aus dem Gas-Geschäft.

Ausblick Geschäftsjahr 2026

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die LEW einen Umsatz unter den 1,48 Millionen Euro von 2025. Den Gewinn nach Steuern erwarten sie im Bereich zwischen 100 und 120 Millionen Euro. Die LEW streben auch für 2026 eine Dividende in Höhe von 2,80 Euro pro Stückaktie an.

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