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Trotz Umsatzrückgang: SWU verzeichnen Gewinnsprung von mehr als 50 Prozent
Geschäftsjahr 2025

Trotz Umsatzrückgang: SWU verzeichnen Gewinnsprung von mehr als 50 Prozent

Klaus Eder ist der Geschäftsführer der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. Im Geschäftsjahr 2025 haben die SWU ihren Gewinn deutlich gesteigert. Foto: SWU
Klaus Eder ist der Geschäftsführer der SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. Im Geschäftsjahr 2025 haben die SWU ihren Gewinn deutlich gesteigert. Foto: SWU

Die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm melden für das Geschäftsjahr 2025 einen Gewinn von 7,3 Millionen Euro – 2,6 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Welcher Geschäftsbereich dieses Wachstum befeuerte.

Im Geschäftsjahr 2025 hat die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH einen Gewinn von 7,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Dies entspricht einem Plus von 56 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig verringerte sich der Umsatz des kommunalen Versorgers, von 674 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024 auf 655 Millionen Euro.

Klaus Eder, Geschäftsführer der SWU, fasst zusammen: „Das Geschäftsjahr 2025 war für die SWU ein starkes und zugleich herausforderndes Jahr.“

Energiesektor als Wachstumstreiber

Hauptverantwortlich für das positive Gesamtergebnis ist laut Unternehmensangaben die Energiesparte. Der Verkauf von Strom aus eigenen sowie fremden Anlagen generierte maßgebliche Einnahmen, begünstigt durch sinkende Beschaffungskosten am Großhandelsmarkt sowie langfristige Lieferverträge mit der Industrie. Zudem brachten Unternehmensbeteiligungen am Gaskraftwerk Hamm sowie an Bayerngas Millionenausschüttungen ein. Eder betont: „Trotz hoher Investitionen und eines weiterhin angespannten Energiemarktes haben wir unsere wirtschaftliche Stabilität bewahrt und wichtige Zukunftsprojekte vorangebracht.“

Auf großes lokales Interesse sei auch der Solarpark im Örlinger Tal gestoßen, den die SWU Ende November 2025 in Betrieb genommen hat. Innerhalb kurzer Zeit seien hier im Rahmen der Bürgerbeteiligung Anteile im Wert von drei Millionen Euro vergeben worden. Zudem habe der Versorger außerhalb seines angestammten Liefergebiets neue Abnehmer gewonnen.

Mehr Fahrgäste bei steigendem Kostendruck

Mit fast 43 Millionen beförderten Personen erreichte die Sparte SWU Verkehr ein historisches Hoch. Trotz dieses hohen Zuspruchs arbeite die Verkehrssparte jedoch weiterhin unter angespannten Bedingungen. Grund hierfür sind laut den Stadtwerken unzureichende staatliche Erstattungen für das Deutschlandticket sowie steigende Ausgaben für Personal, Treibstoff und Fahrzeuginstandhaltung.

Dennoch investieren die SWU weiter und treiben die Umstellung auf emissionsfreie Antriebe voran. Bis Ende 2026 sollen durch neue Lieferungen mehr als die Hälfte aller Busse, konkret 51 von 75 Busfahrzeugen, rein elektrisch betrieben werden. Dafür habe das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 knapp 20 Millionen Euro aufgewendet.

Millioneninvestitionen in die lokale Infrastruktur

Um die regionale Versorgung abzusichern, erhöhte die SWU ihr Investitionsvolumen auf über 104 Millionen Euro. Diese seien primär in die Instandhaltung und den Ausbau von Stromnetzen (33 Millionen Euro), Fernwärme (14 Millionen Euro), den Glasfaserausbau (6 Millionen Euro) sowie die Verkehrsinfrastruktur geflossen. Die gesamte regionale Wertschöpfung beziffert das Unternehmen auf gut 246 Millionen Euro.

Bei der Telekommunikationstochter SWU TeleNet sorgten hohe Investitionen hingegen für einen negativen Abschluss: Der Bau des neuen Rechenzentrums, das vor knapp einem Jahr eröffnet wurde, führte zu einem Verlust von 300.000 Euro. Der SWU-Chef erklärte hierzu, dass derartige Bauprojekte das Budget kurzfristig belasten würden, sich aber perspektivisch durch die künftige Vermarktung von IT-Dienstleistungen rentieren würden.

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