Fachkräftemangel

Tag der Pflege: Agentur für Arbeit Ulm auf Personalsuche

Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm. Foto: Agentur für Arbeit Ulm
Pflegepersonal ist dringend gesucht. Das gilt auch im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm. Darauf hat die Arbeitsagentur am Tag der Pflege aufmerksam gemacht.

„Pflegeberufe und Pflegeinrichtungen spielen am regionalen Arbeitsmarkt eine gewichtige Rolle“, erklärt Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm. „Fachpersonal wird händeringend gesucht“, ergänzt Auch. Ein Grund dafür sei die demografische Entwicklung.

„Gefragt sind vor allem examinierte Pflegefachkräfte“

Mit 290 offenen Stellenangeboten für Altenpfleger und Gesundheits- und Krankenpfleger verbuchte die Agentur für Arbeit Ulm im April 137 Angebote mehr als noch vor einem Jahr. „Gefragt sind vor allem examinierte Pflegefachkräfte. Es gibt deutlich mehr Stellen als Bewerber“, gibt Mathias Auch zu verstehen. Von den insgesamt 6.500 Stellenangeboten im April lag der Anteil an Gesundheits- und Sozialberufen, worunter die Kranken- und die Altenpfleger fallen, bei 11,5 Prozent.

„Pflegeberufe sind Berufe mit Zukunft“

Die Berufsausbildung gilt dabei als ein wesentlicher Faktor zur Fachkräftesicherung. Mathias Auch nutzt den internationalen Tag der Pflege, um Jugendliche auf Pflegeberufe aufmerksam zu machen, indem er betont: „Pflegeberufe sind wichtig für die Zukunft – und daher auch Berufe mit Zukunft.“ Eine weitere Möglichkeit um Fachpersonal zu gewinnen sieht der Agenturleiter in der Weiterbildung arbeitsloser sowie beschäftigter Frauen und Männer. Mit einem speziellen Förderprogramm können Arbeitsagenturen Arbeitgeber dabei unterstützen, geringqualifizierte Arbeitnehmer zu Fachkräften weiterzubilden. „Hilfskräfte zu qualifizieren lohnt sich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen“, betont Auch.

Ausländische Fachkräfte kommen nach Deutschland

„Für die Pflegebranche werden Qualifizierung und Ausbildung alleine aber nicht reichen. Hier ist auch die gezielte Akquise ausländischer Fachkräfte wichtig“, so Auch weiter. Seit fast fünf Jahren qualifizieren die Bundesagentur für Arbeit und die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit Pflegefachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt. Das Pflegepersonal aus Serbien, Bosnien und Herzegowina, den Philippinen und Tunesien wird im Rahmen des Programms „Triple Win“ für die Arbeit in Deutschland vorbereitet. In diesen Ländern gibt es einen Überschuss an ausgebildeten Pflegekräften, die keine adäquate Beschäftigung im Herkunftsland finden.

Mehr als 16.000 Pflegekräfte im Agenturbezirk Ulm

Das Gesundheitswesen ist mit einem Beschäftigtenanteil von 6,9 Prozent der drittgrößte Wirtschaftszweig im Ulmer Agenturbezirk. Übersetzt in Zahlen arbeiten im Stadtkreis Ulm und in den Landkreisen Biberach und Alb-Donau mehr als 16.000 Frauen und Männer im Gesundheitswesen. Davon sind 5.700 in der Gesundheits- und Krankenpflege und 3.200 in der Altenpflege beschäftigt.

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