Impfstrategie

Kommt der Corona-Impfstoff Sputnik V bald auch aus Schwaben?

Gesundheitsminister Klaus Holetschek ist stolz. Denn beim Unternehmen R-Pharm in Illertissen werden mehr als 30 Millionen Euro zur Impfstoff-Herstellung investiert. Das sind die nächsten Schritte.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek will die Impfstoffproduktion im Freistaat vorantreiben. Dafür werden derzeit auch Möglichkeiten für einen Standort im schwäbischen Illertissen geprüft. Holetschek betonte nun anlässlich eines Besuches bei der Firma R-Pharm: „Ich setze mich dafür ein, die Impfstoffproduktion im Freistaat auszuweiten. Wir brauchen ein starkes Signal im Kampf gegen das Coronavirus.“ Das Gesundheitsministerium steht im engen Austausch mit der Pharmabranche. Der Minister erläuterte deshalb: „Viele der Unternehmen in Bayern sind schon direkt oder durch die Bereitstellung von Grundstoffen an der Herstellung von Impfstoffen oder von Corona-Testmöglichkeiten beteiligt. Ich höre in meinen Gesprächen ein großes Interesse, die Ressourcen im Sinne einer noch besseren Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger zu bündeln. Es geht mir dabei nicht nur um die Absicherung von Produktionskapazitäten möglicher Impfstoffe, sondern auch um eine Stärkung des Technologie- und Pharmalandes Bayern.“

Prüfung für Sputnik-Zulassung seit März

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Zudem ergänzte Holetschek, welcher das Amt als Gesundheitsminister seit Anfang des Jahres bekleidet: „Die Impfungen sind ein entscheidendes Instrument im Kampf gegen die Pandemie. Nur sie bieten uns langfristig Schutz vor schweren COVID-19- Verläufen und dem Tod durch eine Erkrankung. Wir haben es in den ersten knapp drei Monaten seit Zulassung des ersten Impfstoffes in der EU gesehen: Wir brauchen mehr Impfstoff, um die Bürgerinnen und Bürger schnell immunisieren zu können. Deswegen ist jeder Impfstoff, der zugelassen wird, ein weiterer Lichtblick und Hoffnungsschimmer.“ Seit Anfang März prüft die Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) deshalb eine mögliche Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V. Die Firma R-Pharm beabsichtigt Angaben der EMA zufolge, den Impfstoff im Falle einer Zulassung in der EU zu importieren und die Chargenfreigabe für die EU zu übernehmen.

Mehr als 30 Millionen Euro in Illertissen investiert

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Der Impfstoff wurde vom Gamaleja-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau entwickelt. Holetschek hatte die Firma R-Pharm in Illertissen am vergangenen Donnerstag besucht. Felix Schmitt, Director Sales & Business Development von R-Pharm, erklärte dort: „Wir wollen am Standort Illertissen unsere Kompetenzen erweitern und investieren aktuell mehr als 30 Millionen Euro in eine Impfstofftaugliche Biotech-Produktion. Bayern ist ein renommierter Pharmastandort. Hier gibt es schon viel Erfahrung und Infrastruktur, auf die wir zurückgreifen können.“ Dazu fügte er an: „Wir freuen uns, wenn wir künftig in Bayern Technologien und Prozesse etablieren können, mit welchen wir auch den russischen Impfstoff Sputnik V nach einer Zulassung durch die EMA anbieten können.“ Holetschek sagte daraufhin: „Die EMA wird den russischen Impfstoff wie jeden anderen auch auf Herz und Nieren prüfen. Wenn Sputnik V anschließend in der EU zugelassen wird, würde ich mich freuen, wenn der Impfstoff auch aus Bayern kommen könnte. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission hat Sputnik V bereits gelobt. Auch ich selbst würde mich damit impfen lassen, wenn unsere Experten und obersten Behörden ihn für gut befinden.“

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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek will die Impfstoffproduktion im Freistaat vorantreiben. Dafür werden derzeit auch Möglichkeiten für einen Standort im schwäbischen Illertissen geprüft. Holetschek betonte nun anlässlich eines Besuches bei der Firma R-Pharm: „Ich setze mich dafür ein, die Impfstoffproduktion im Freistaat auszuweiten. Wir brauchen ein starkes Signal im Kampf gegen das Coronavirus.“ Das Gesundheitsministerium steht im engen Austausch mit der Pharmabranche. Der Minister erläuterte deshalb: „Viele der Unternehmen in Bayern sind schon direkt oder durch die Bereitstellung von Grundstoffen an der Herstellung von Impfstoffen oder von Corona-Testmöglichkeiten beteiligt. Ich höre in meinen Gesprächen ein großes Interesse, die Ressourcen im Sinne einer noch besseren Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger zu bündeln. Es geht mir dabei nicht nur um die Absicherung von Produktionskapazitäten möglicher Impfstoffe, sondern auch um eine Stärkung des Technologie- und Pharmalandes Bayern.“

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Mehr als 30 Millionen Euro in Illertissen investiert

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