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Am Rande des jüngsten Staatsbesuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Kiew hat die Hensoldt AG eine Absichtserklärung mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium geschlossen. Ziel des Vertrags sei es, die militärische Luftraumüberwachung des Landes durch die Bereitstellung zusätzlicher Ortungssysteme weiter zu verstärken.
Der Rüstungskonzern verzeichnet aktuell ein Rekordwachstum: Im ersten Halbjahr 2026 erreichte der Auftragsbestand einen neuen Höchstwert von 10 Milliarden Euro.
Der Rahmenvertrag sehe primär vor, die Bevölkerung sowie kritische Versorgungspunkte des Landes zu schützen. Hierzu werde das Rüstungsunternehmen künftig weitere Ortungsanlagen an die ukrainischen Streitkräfte übergeben. Ein konkreter Prüfauftrag umfasse den potenziellen Einsatz sowie den gemeinsamen Betrieb von Weitbereichsradaren des Typs TRL-4D LR. Diese Frühwarnsysteme sind darauf ausgelegt, große Lufträume auf weite Distanzen zu überwachen. Damit sollen sie effektiv bei der Abwehr von Raketenangriffen helfen und bereits gelieferte Technologie, wie etwa die im Juli 2025 in Auftrag gegebenen TRML-4D Radare, ergänzen. Auch sei geplant, die bestehende Radartechnik gemeinsam weiterzuentwickeln.
Die offizielle Vertragsunterzeichnung fand im Beisein des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Rahmen des Staatsbesuchs statt. Laut CEO Oliver Dörre bilde das neu geschlossene Abkommen einen entscheidenden Faktor, um die langfristige militärische Hilfe verlässlich abzusichern. „Der kommende Winter wird für die Ukraine eine weitere große Belastungsprobe sein, insbesondere für die zivile Infrastruktur. Präsident Selenskyj und die ukrainische Bevölkerung können sich darauf verlassen, dass Hensoldt an der Seite der Ukraine steht. Wir setzen alles daran, den Schutz der Menschen und der Infrastruktur zu stärken“, so Dörre abschließend.