Agentur für Arbeit Ulm

Ausbildung: Chancen für Jugendliche so groß wie nie

© Karin & Uwe Annas - Fotolia.com

Die Bewerberzahlen gehen zurück, der Fachkräftemangel groß: jungen Menschen eröffnet die Situation des Arbeitsmarktes viele Möglichkeiten.

Der Tag des Ausbildungsplatzes findet dieses Jahr am 17. April 2013 statt. Zu diesem Anlass wenden sich die Ulmer Netzwerkpartner Agentur für Arbeit, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und das Jobcenter Biberach mit einem gemeinsamen Appell an die Öffentlichkeit: "Heute ausbilden, um den Fachkräftebedarf von morgen zu sichern", lautet ihre Botschaft.

Rechnerisch 1,4 Ausbildungsstellen auf einen Bewerber

Die Situation für junge Menschen ist weiterhin vor gut: In der Region Donau-Iller gibt es in diesem Frühjahr fast so viele freie Lehrstellen wie vor einem Jahr. Bei der Ulmer Arbeitsagentur haben Unternehmen und Verwaltungen bislang 3 000 freie Ausbildungsplätze gemeldet, nur 4,4 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. 2 140 Jugendliche bewarben sich im ersten Halbjahr auf diese Stellen, 7,7 Prozent weniger als 2012. Rein rechnerisch kommen 1,4 Ausbildungsstellen auf einen Bewerber.

HWK und IHK prognostizieren hervorragende Karrierechancen

„Die Chancen für Jugendliche im Handwerk sind so gut wie nie“, sagt Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm. Wer sich jetzt für eine duale Ausbildung in einem der über 130 Handwerksberufe entscheide, der sichere sich eine  standfeste Perspektive für sein weiteres Berufsleben. 

Auch bei der IHK zeigt man sich optimistisch: „Gut ausgebildete Fachkräfte sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Alle Prognosen zeigen: In den kommenden Jahren wird der Bedarf an Fachkräften mit einer dualen Berufsausbildung noch ansteigen. Wer also jetzt eine Karriere mit Lehre anstrebt, wird auf jeden Fall gebraucht“, betont Otto Sälzle, IHK-Hauptgeschäftsführer.

Auch förderungsbedürftige, und Menschen mit Behinderung haben Perspektiven

Peter Rasmussen, der Leiter der Ulmer Arbeitsagentur, zeigt auch verbesserte Chancen für Menschen mit Behinderungen, sowie Abbrechern und Ungelernten auf: „Wenn die Bewerberzahlen zurückgehen sind bei der Besetzung der freien Plätze andere Strategien, aber auch mehr Kompromissbereitschaft gefragt.

Dabei denke ich sowohl an die Ausbildung förderungsbedürftiger junger Menschen, an Behinderte oder Rehabilitanden, aber auch an Menschen, die früher eine Ausbildung abgebrochen haben und zuletzt als Ungelernte tätig waren." Daher ist geplant, dass der Arbeitgeberservice sich gezielt am Tag des Ausbildungsplatzes bei den Unternehmen vnach Umschulungsplätzen fragt.

Landrat Dr. Schmid appelliert an Unternehmen

Trotz der erfreulichen Entwicklung des Arbeitsmarkts bleiben benachteiligte junge Menschen die Sorgenkinder auf dem Arbeitsmarkt, so der Landrat des Landkreises Biberach, Dr. Heiko Schmid.  „Bei manchen lernschwachen Schülern platzt der Knoten erst in der Ausbildung“, weiß Schmid. Durch Betriebspraktika lernen sie in der Praxis und überbrücken die Zeit bis zur nächsten Bewerbungsphase. „Bis sie eine geeignete Ausbildungsstelle finden, können sie sich innerhalb des beruflichen Alltags entwickeln und werden bestenfalls nach dem Praktikum von den Betrieben übernommen – statt zu Hause zu sitzen“, sagt Landrat Schmid.

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