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Hamburg bekommt mit der U5 eine neue U-Bahn-Linie. Die Getriebe für die neuen Züge der Generation DT6 liefert ZF Friedrichshafen vom Bodensee – 3.000 über einen Zeitraum von rund 15 Jahren. Gefertigt werden die Getriebe am Standort Friedrichshafen.
ZF hat das zweistufige Stirnradgetriebe extra für den DT6 entwickelt. Es ist nach eigenen Angaben leiser und ressourcenschonender als bisher: Durch eine optimierte Gehäusekontur und Verzahnung ist das Getriebe leiser. Da es aus Aluminium besteht, ist es mit 210 Kilogramm leichter als andere Getriebe. Zudem benötigt es weniger Öl und einen geringeren Wartungsaufwand.
Beauftragt wurde ZF vom französischen Schienenfahrzeughersteller Alstom, der der Hamburger Hochbahn 374 Züge liefert.
Zunächst produziert ZF Friedrichshafen 384 Getriebe für 48 Fahrzeuge. Danach sollen laut ZF jährlich 20 weitere Fahrzeuge als Folgeoption abgerufen werden. Ende 2026 will das Unternehmen das erste Testgetriebe ausliefern. Die Serienmodelle dann ab dem ersten Quartal 2027. Die neuen Züge kommen dann auf der neuen U-Bahn-Linie U5 in Hamburg zum Einsatz und ersetzen auch einen Teil der Bestandsflotte.
„Mit Getrieben von ZF haben wir in Hamburg gute Erfahrungen gemacht“, sagt Jörg Petersen, Bereichsleiter Schienenfahrzeuge der Hamburger Hochbahn AG. „Im Hinblick auf Zuverlässigkeit, Laufruhe und Service-Qualität sind sie genau das, was wir auch jetzt wieder für unseren anspruchsvollen Betrieb auf der neuen U5-Linie brauchen.“
Die U5 soll 2029 ihren Betrieb aufnehmen und auf über 29 Kilometern jeden Tag rund 315.000 Fahrgäste transportieren. Zudem werden die Züge computergesteuert und ohne Fahrer unterwegs sein – mit einem 90-Sekunden-Takt. „Bei diesem Volumen an Fahrten und Passagieren muss alles perfekt ineinandergreifen“, sagt Markus Gross, Leiter der Produktlinie Bahn-Antriebssysteme bei ZF.
Für den angeschlagenen Autozulieferer vom Bodensee ist der Auftrag für die Hamburger U-Bahn der zweite Großauftrag in diesem Jahr. Anfang Februar kam ein Milliardendeal zwischen Autozulieferer ZF Friedrichshafen und BMW zustande.
Am 19. März stellt ZF die Zahlen des Geschäftsjahrs 2025 vor. Im ersten Halbjahr 2025 war der Umsatz bei ZF Friedrichshafen um 10,3 Prozent auf 19,7 Milliarden Euro gesunken. Daraufhin hatte ZF seinen Sparkurs weiter verschärft. Hintergrund sind hohe Zinszahlungen aus Schulden, die schwache Konjunktur sowie die schwächelnde Nachfrage nach E-Autos. Im Januar hat ZF mitgeteilt, dass die Restrukturierung erste Erfolge zeige.