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Wie bleibt das Allgäu als Reiseziel wettbewerbsfähig?
Tourismus

Wie bleibt das Allgäu als Reiseziel wettbewerbsfähig?

Der Vorstand des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch-Schwaben möchte die Region auch in Zukunft wettbewerbsfähig halten.
Der Vorstand des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch-Schwaben möchte die Region auch in Zukunft wettbewerbsfähig halten. Foto: Ute Rotter; Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben

Der Tourismus bleibt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im Allgäu und Bayerisch-Schwaben. Eine aktuelle Studie zeigt, dass mehr als 86.000 Arbeitsplätze direkt von der Branche abhängen. Wie das Allgäu weiterhin ein Anlaufpunkt für Tourismus bleiben möchte.

Der Tourismus ist für die Region Allgäu und Bayerisch-Schwaben weit mehr als ein Imagefaktor. Das belegt eine Wirtschaftsfaktor-Studie des Deutschen Instituts für Tourismusforschung (dwif). Demnach hängen in der Region 86.784 Arbeitsplätze direkt vom Tourismus ab. Die Branche sichert damit einen erheblichen Teil der regionalen Beschäftigung.

„Das sind über 86.000 Menschen, deren familiäre Existenz an der Vitalität unserer Branche hängt. Da diese Arbeitsplätze ortsgebunden sind, fungieren sie als soziales und wirtschaftliches Rückgrat des ländlichen Raums“, so die Vorsitzende des Verbands, Maria Rita Zinnecker. Die Studie zeige zudem, dass die wirtschaftlichen Effekte des Tourismus weit über Hotellerie und Gastronomie hinausreichen. Rund 52 Prozent der Umsätze entfallen auf das Gastgewerbe. Weitere 28 Prozent kommen dem Einzelhandel zugute. Rund 20 Prozent fließen in den Dienstleistungssektor.

Verband fordert zweckgebundene Abgabe

Mit Blick auf die Politik fordert der Tourismusverband stabile Rahmenbedingungen für die Finanzierung touristischer Angebote. Besonders Kommunen ohne Anerkennung als Luftkurort, Kurort oder Heilbad stünden vor Herausforderungen. Hinzu komme die angespannte Haushaltslage vieler Städte und Gemeinden. „Wir fordern ausdrücklich keine Bettensteuer, sondern eine zweckgebundene Abgabe, die direkt der Tourismusbranche zugutekommt“, so die Verbandsspitze. Dies sei insbesondere für Investitionen in touristische Infrastruktur und Mobilitätsangebote notwendig.

Tourismusstrategie rund um das Allgäu als Tagungsort

Ein Schwerpunkt der Verbandsversammlung lag darüber hinaus auf dem Geschäftsfeld MICE, das für „Meetings, Incentives, Conferences and Exhibitions“ steht. Mit der neu geschaffenen Position für das MICE-Management wollen Allgäu und Bayerisch-Schwaben ihre Rolle als Kongress- und Tagungsstandorte weiter ausbauen. Nach Einschätzung von Expertin Vanessa Thielemann bietet dieser Bereich großes Potenzial für zusätzliche regionale Wertschöpfung. Gleichzeitig setzt die Region auch auf frische Ideen für Tourismuskonzepte, wie sie etwa beim KI-Hackathon in Kempten entstanden sind

Gästezahlen erreichen neue Höchststände

Auch die aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik unterstreichen die Attraktivität der Region. Die Zahl der Gäste stieg 2025 um 62.745 auf mehr als 6,07 Millionen. Das entspricht einem Plus von einem Prozent. Besonders stark entwickelte sich das Allgäu zum Jahresende. Ein schneereicher Dezember 2025 und gute Wintersportbedingungen führten im letzten Monat des Jahres zu einem Plus von zehn Prozent. Das fällt auch in der letzten Winterbilanz auf. Das Allgäu sieht vermehrt auch Potenzial für den Wintertourismus. Ergänzend werden Aktivitäten in den Bereichen Wandern, Wellness, Gesundheit und Kulinarik ausgebaut. Dieses Konzept eines „hybriden Winters“ zeigte erste Erfolge. In der Wintersaison 2025/2026 wurden knapp zwei Prozent mehr Gäste und 1,3 Prozent mehr Übernachtungen registriert.

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