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Mit einer Abschlussveranstaltung und Preisverleihung ist der erste EUSALP Alpine AI Hackathon an der Hochschule Kempten im Oberallgäu zu Ende gegangen. An dem internationalen Format beteiligten sich rund 40 Studierende aus Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Hochschule Kempten im Rahmen der Europäischen Strategie für den Alpenraum (EUSALP) sowie der Bayerischen EUSALP-Präsidentschaft 2026.
Bei der Abschlussveranstaltung war auch der bayerische Europaminister, Eric Beißwenger, anwesend. „Genau so stellen wir uns Europa vor: grenzüberschreitend, kreativ und voller Tatkraft“, erklärt Beißwenger bei der Abschlussveranstaltung. Nach seinen Angaben hätten die Teilnehmenden gezeigt, wie Künstliche Intelligenz zu einem nachhaltigeren und zukunftsfähigen Tourismus beitragen kann.
Der Hackathon stand unter dem Motto „Intelligent Tourism Solutions for a Prosperous Future of the Alpine Region in Times of Challenges“. Innerhalb von rund 24 Stunden mussten die Studierenden Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen im Alpenraum entwickeln. Die Teams arbeiteten international und interdisziplinär zusammen.
Im Unterschied zu klassischen Hackathons lag der Schwerpunkt nicht auf der Entwicklung fertiger Softwareprodukte. Im Mittelpunkt stand die Erarbeitung neuer Ideen und Perspektiven mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz. Die Konzepte beschäftigten sich unter anderem mit den Folgen des Klimawandels für den Wintertourismus.
Weitere Projekte befassten sich mit Besucherlenkung und Infrastrukturmanagement. Ein Team entwickelte ein Instrument zur Unterstützung kleinerer Skigebiete, um sich an den Klimawandel anzupassen. Andere Gruppen arbeiteten an einer Anwendung zur KI-gestützten Analyse von Schadens- und Gefahrenmeldungen auf Wanderwegen. Zudem entstanden Lösungen, um Besucherströme an stark frequentierten Orten zu steuern.
Mehrere Teams gingen über die reine Konzeptentwicklung hinaus. Innerhalb der weniger als 24-stündigen Arbeitsphase entstanden erste digitale Prototypen, Apps und Plattformen. Die Studierenden arbeiteten dabei gemeinsam mit Mentoren aus Wissenschaft und Praxis. Nach einer Exkursion zum Schloss Neuschwanstein präsentierten die Teams ihre Ergebnisse vor einer Fachjury.
Dr. Sabine Weizenegger, Professorin an der Hochschule Kempten, sieht die Bedeutung der jungen Menschen für den Alpenraum. „Die Studierenden haben kreative Ideen entwickelt, über Länder- und Fachgrenzen hinweg zusammengearbeitet und dabei die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen von KI kritisch reflektiert“, so Weizenegger.
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung überreichte Europaminister Beißwenger einen Förderbescheid des Freistaats Bayern an die Hochschule Kempten. Die Förderung umfasst 33.000 Euro und dient der weiteren Unterstützung der EUSALP-Aktivitäten.
Die während des Hackathons entwickelten Ideen sollen in die weitere Arbeit der Alpenraumstrategie einbezogen werden. Darüber hinaus erhalten die beteiligten Teams die Möglichkeit, ihre Konzepte im Rahmen künftiger EUSALP-Aktivitäten einem internationalen Publikum vorzustellen und weiterzuentwickeln.