Krisenmanagement

Öffnungen für Tourismus: Allgäu schreibt Brief an Markus Söder

In Österreich und der Schweiz läuft der Tourismus wieder an. Die Allgäuer harren unterdessen weiter aus – ohne richtige Perspektive, wie die Allgäu GmbH kritisiert. Deshalb schrieb sie jetzt einen Brief an den bayerischen Ministerpräsidenten.

Das Allgäu fühlt sich abgehängt: Allgäuer Politiker und Politikerinnen fordern deshalb eine sofortige Lösung im Sinne der Gleichbehandlung. Das verkündete nun die Allgäu GmbH. So sei die Verteilung der Impfdosen im Vergleich Stadt und ländliche Region wie das Allgäu verzerrt, insbesondere aber die Wettbewerbsfähigkeit wirtschaftlicher Unternehmen und damit einer ganzen Region.

Maria Rita Zinnecker kritisiert Lage des Tourismus

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„Wir können nicht nachvollziehen, dass durch die derzeitig gültigen Beschlüsse konzeptbasierte Öffnungen außerhalb Deutschlands akzeptiert werden, hierzulande aber eine inzidenzbasierte Öffnung angeordnet wird. Dies führt zu enormen Wettbewerbsnachteilen, können doch Gäste in unseren Nachbarländern mit wesentlich höheren Inzidenzwerten urlauben, in Bayern aber  nicht“, erklärt Landrätin Maria Rita Zinnecker, Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH und stellvertretende Vorsitzende des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch-Schwaben. Zwischenzeitlich verkündeten auch die Allgäu Top Hotels, dass sie die derzeitige Situation nicht mehr stemmen könnten und forderten neue Konzepte.

Allgäuer fühlen sich ungerecht behandelt

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Die täglichen Diskussionen mit der gesamten Tourismusbranche lassen eine massive Unzufriedenheit und fehlende Lösungen für die Branche im Vergleich zu Mitbewerberregionen erkennen, meldet die Allgäu GmbH.  In ihrem Schreiben vom vergangenen Mittwoch beschreiben die Allgäuer Landrätinnen und Landräte sowie Oberbürgermeister die dringliche Situation. In den Nachbarländern öffnen demnach neben dem Gastgewerbe beispielsweise Bergbahnen ohne Kapazitätsbeschränkungen und Testzwang für Gäste. In Bayern hingegen herrsche noch absolute Ungewissheit, welche Auflagen bestehen. Gleiches gelte für Selbsttests von Bürgern und Gästen. Auch die digitale Kontaktnachverfolgung sowie digitaler Impfpass funktioniere bereits in den Nachbarländern. Die Unterzeichnenden fordern Ministerpräsident Söder auf, sich auf Bundesebene für eine tourismustaugliche Veränderung der sogenannten Bundesnotbremse einzusetzen.

Zinnecker verweist auf Konzepte in Österreich, Südtirol und Italien

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„Unsere Nachbarländer zeigen uns sehr eindrucksvoll und seriös wie eine konzeptbasierte Öffnungsstrategie erfolgreich funktioniert. Gerade in unseren Mitbewerberregionen, Österreich, Südtirol und der Schweiz hat man schon den ganzen Winter über gelernt, mit entsprechenden Konzepten, Inzidenzwerte nicht steigen zu lassen und somit für Bürger und touristische Wirtschaftsunternehmen ein Leben mit der Pandemie erfolgreich zu organisieren“, erklärt Zinnecker und fügt an: „Die entsprechenden Konzepte haben wir mehrfach an ihre Fachministerien geschickt, jedoch bisher ohne Resonanz.“

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