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Haben die späten Pfingstferien den Tourismus im Allgäu geschwächt?
Halbjahresbilanz

Haben die späten Pfingstferien den Tourismus im Allgäu geschwächt?

Der Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben zieht Bilanz zum ersten Tourismushalbjahr 2026.
Der Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben zieht Bilanz zum ersten Tourismushalbjahr 2026. Foto: Allgäu GmbH

Die Tourismusregion Allgäu/Bayerisch-Schwaben zieht Bilanz zum ersten Halbjahr 2026. Von Januar bis Juni wurden rund 2,7 Millionen Ankünfte und 7,8 Millionen Übernachtungen registriert. Wie verhalten sich die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr?

Die Tourismusregion Allgäu/Bayerisch-Schwaben hat das erste Halbjahr 2026 positiv abgeschlossen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik wurden von Januar bis Juni rund 2,7 Millionen Ankünfte gezählt. Das entspricht dem Vorjahresniveau. Bei den Übernachtungen gab es dagegen ein leichtes Plus. Insgesamt kamen die Betriebe ab zehn Betten auf rund 7,8 Millionen Übernachtungen. Das sind 0,4 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 2,8 Tagen.

Gäste kommen vor allem aus Deutschland

Der größte Teil der Urlaubsgäste kam mit 86 Prozent aus Deutschland. Die übrigen 14 Prozent kamen aus dem Ausland. Unter den ausländischen Gästen stellten Reisende aus der Schweiz den größten Anteil. Sie machten 27 Prozent der ausländischen Gäste aus. Es folgten die Niederlande mit 14 Prozent und Österreich mit 10 Prozent.

Allgäu legt bei Ankünften und Übernachtungen zu

Besonders positiv entwickelte sich das Allgäu. Die Zahl der Ankünfte stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 1,4 Prozent auf 1,8 Millionen. Auch bei den Übernachtungen gab es ein Plus. Mit mehr als 6,06 Millionen Übernachtungen lag das Allgäu 1,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 3,3 Tage.

Bayerisch-Schwaben entwickelte sich dagegen leicht rückläufig. Von Januar bis Juni wurden 905.964 Ankünfte registriert. Das waren 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen sank um 1,7 Prozent auf knapp 1,7 Millionen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 1,9 Tagen unverändert.

Pfingstferien beeinflussen Juni-Zahlen

Im Juni gingen die Ankünfte und Übernachtungen in der gesamten Tourismusregion zurück. Nach Angaben des Tourismusverbandes hängt dies mit der Verschiebung der Pfingstferien zusammen. Im Jahr 2025 lagen die Pfingstferien vollständig im Juni. 2026 verteilten sie sich dagegen auf Mai und Juni. Dadurch fehlten im Juni einige Urlaubstage. Das wirkte sich auf die Monatsstatistik aus. Die starken Buchungszahlen im Mai glichen diesen Effekt im ersten Halbjahr jedoch aus. Insgesamt blieb damit ein leichtes Plus bei den Übernachtungen. Maria Rita Zinnecker, Vorsitzende des Tourismusverbandes Allgäu/Bayerisch-Schwaben, bewertet die Zahlen als Bestätigung. „Dass wir trotz der kalendarischen Verschiebung der Pfingstferien in den Mai hinein ein leichtes Plus bei den Übernachtungen erzielen konnten, unterstreicht die Attraktivität unserer Region“, so Zinnecker. „Unsere Gäste schätzen die Natur und das vielseitige Angebot im Allgäu und in Bayerisch-Schwaben. Besonders die Treue unserer Gäste aus Deutschland und der Schweiz gibt uns viel Rückenwind für das zweite Halbjahr.“

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