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Olympia in Bayern? Das Allgäu bewirbt sich als Partnerregion
Sport

Olympia in Bayern? Das Allgäu bewirbt sich als Partnerregion

Das Rad Race One Twenty führt auch prominente Teilnehmer ins Allgäu, wie hier Skisportler Johannes Rydzek. Foto: Dominik Berchtold
Das Rad Race One Twenty führt auch prominente Teilnehmer ins Allgäu, wie hier Skisportler Johannes Rydzek. Foto: Dominik Berchtold

Das Allgäu bringt sich für Münchens Olympia-Pläne in Stellung und will sich als Austragungsort für einzelne Wettbewerbe in der Region ins Spiel bringen.

Die Allgäu GmbH hat damit offiziell ihr Interesse bekundet, Teil eines bayerischen Olympiakonzepts zu werden. Die Region könne München insbesondere durch ihre Erfahrung mit großen Sportveranstaltungen sowie ihrer bereits bestehenden Infrastruktur ergänzen, heißt es von der Gesellschaft für Tourismus.

„Als eine der bekanntesten Sport-, Tourismus- und Lebensregionen Deutschlands möchte das Allgäu die grundsätzliche Bereitschaft bekunden, sich aktiv in ein entsprechendes Konzept einzubringen und einzelne Wettbewerbe als Austragungsregion zu übernehmen“, erklärt Landrat Christian Wilhelm, Aufsichtsratsvorsitzender der Allgäu GmbH. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Allgäu Rekordzahlen im Tourismus. 

Radrennen von den Alpen bis nach München

Besonders großes Potenzial sieht Wilhelm beim olympischen Straßenradrennen. Denkbar sei eine Strecke, die in den Allgäuer Alpen beginnt und bis nach München führt. Dabei könnten mehrere Landkreise und Städte der Region eingebunden werden.

Als mögliche Stationen nennt die Allgäu GmbH unter anderem Oberstdorf, das Nebelhorn, Ottobeuren, Bad Wörishofen, Füssen und Schloss Neuschwanstein. Von dort könnte die Strecke durch die Voralpenlandschaft bis in die Landeshauptstadt führen.

Auch für Mountainbike-Cross-Country und BMX-Wettbewerbe sowie Triathlons sieht sich die Region gut aufgestellt. Im südlichen Oberallgäu seien dafür bereits geeignete Strukturen vorhanden.

Erfahrung mit internationalen Sportereignissen

Als Argument führt die Allgäu GmbH auch die bisherigen Sportveranstaltungen in der Region an. Dazu gehören unter anderem die Nordische Ski-Weltmeisterschaft, verschiedene Radsportveranstaltungen und der Allgäu Triathlon.

Der Allgäu Triathlon zeige seit vielen Jahren, dass die Region größere Wettbewerbe organisieren und zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer mobilisieren könne. Neben den sportlichen Voraussetzungen setzt die Allgäu GmbH auch auf bekannte Kulissen wie den Olympiastützpunkt Oberstdorf und Schloss Neuschwanstein.

„Olympische Spiele in Bayern bieten die Chance, die Vielfalt unseres Freistaates sichtbar zu machen“, erklärt Geschäftsführer Stefan Egenter. Das Allgäu wolle sich dabei als erfahrener und leistungsfähiger Partner einbringen.

Die Allgäu GmbH wirbt zugleich für eine dezentrale Austragung der Spiele. Bestehende Sportstätten und Infrastrukturen könnten genutzt und die Wettbewerbe auf mehrere Orte verteilt werden. So soll auch ein Beitrag zu nachhaltigen und modernen Olympischen Spielen geleistet werden. Die Region möchte deshalb frühzeitig an den weiteren Gesprächen beteiligt werden, um konkrete Vorschläge zu Streckenführungen, Infrastruktur und Organisation auszuarbeiten.

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