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Das plant der neue Director Sales DACH von Sonnen
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Interview

Das plant der neue Director Sales DACH von Sonnen

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Sebastian Kleinke ist der neue Director Sales DACH von Sonnen. Foto: Sonnen
Michael Ermark B4B Wirtschaftsleben Schwaben vmm Wirtschaftsverlag
Von Michael Ermark

Sebastian Kleinke besetzt seit kurzem die Stelle bei dem Allgäuer Unternehmen. Was für ihn „dynamisches Wachstum“ bedeutet – und wie er dieses bei Sonnen realisieren möchte, erklärt er im Interview.


B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Kleinke, welchen neuen Aufgaben stellen Sie sich als Sales Manager DACH bei Sonnen?

Sebastian Kleinke: Als Director Sales DACH bin ich vor allem für den weiteren Ausbau unseres stark wachsenden Fachpartnerkanals von Sonnen verantwortlich. Also für die Installateure, die PV-Anlagen und Speicher bei den Kunden einbauen. Das ist gerade jetzt eine besondere Herausforderung, weil das Solarhandwerk vor einem riesigen Transformationsprozess steht. Damit der beschleunigte Ausbau der erneuerbaren Energien gelingt, müssen wir ganz neue Ansätze finden, junge Menschen für die Erneuerbaren und den Handwerksberuf zu begeistern. Wir müssen darüber hinaus Geschäftsprozesse digitalisieren und professionalisieren. Wir sehen das bei sonnen als eine klare strategische Priorität an, hier Lösungen für unsere Fachpartner zu entwickeln, damit wir die steigende Nachfrage nach saubereren Energielösungen überhaupt bedienen können.


Sonnen spricht in diesem Zusammenhang auch von „dynamischem Wachstum“ – was bedeutet das konkret?

Sonnen ist schon immer ein Wachstumsunternehmen und das wollen wir natürlich auch weiterhin sein. Der Photovoltaik- und Heimspeichermarkt ist in den letzten Jahren stark gewachsen und die Energiewende ist im großen Stil in den Haushalten angekommen. Laut BSW Solar hat sich die Zahl installierter Solarstromspeicher in Deutschland allein zwischen 2018 und 2020 mehr als verdoppelt. 2021 kamen weitere 140.000 Heimspeicher hinzu. Im letzten Jahr ist außerdem eine PV-Leistung von rund 5 Gigawatt zugebaut worden. Um das Ausbauziel der Bundesregierung von 200 Gigawatt bis 2030 zu erreichen, ist allerdings ein jährlicher Zubau von 15 Gigawatt notwendig. Es liegt auf der Hand, dass wir morgen bereits mit neuen Problemstellungen konfrontiert sein werden. Deshalb sind als Industrie, Handwerk und Gesellschaft gefragt, dynamisch auf diese Veränderungen mit innovativen Lösungen zu reagieren, damit Wachstum der Erneuerbaren im Einklang mit den Klimazielen gebracht werden kann.


Nun sind Sie nicht „nur“ für den deutschen Markt, sondern die gesamte DACH Region zuständig. Welche besonderen Herausforderungen stellt diese an Sie?

Innerhalb des DACH Marktes, also in Deutschland, Österreich und der Schweiz, gibt es bereits große Unterschiede in der Regulatorik und bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das gleiche gilt für alle weiteren internationalen Märkte: Jedes Land hat seine eigenen energiewirtschaftlichen Strukturen. Diese Fragmentierung macht es natürlich schwerer, Geschäftsmodelle wie unseres zu skalieren. Umso stolzer sind wir dann aber auch darüber, dass wir zum Beispiel unser virtuelles Kraftwerk trotz dieser länderspezifischen Unterschiede zunächst in Deutschland und mittlerweile auch in Australien, den USA und Italien eingeführt haben, jeweils angepasst an die dortigen Anforderungen. Damit können wir tausende Sonnen-Batterien zu einem virtuellen Großspeicher vernetzen, um das jeweilige Stromnetz zu stabilisieren. Das hört sich zunächst nicht spektakulär an, ist aber für das Gelingen der Energiewende unerlässlich. Denn durch den steigenden Anteil der Erneuerbaren im Strommix stellen sich neue Fragen zur Netzstabilität. Selbstverständlich profitieren auch unsere Kunden durch eine Freistrommenge und Gewinnbeteiligung von diesen Netzdienstleistungen und können so wirtschaftliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Stromtarifen erzielen.


Warten auch noch andere Herausforderungen?

Das Jahr 2022 ist in vielerlei Hinsicht ein ganz besonders herausforderndes Jahr. Die stark gestiegenen Energiekosten, Störungen der globalen Lieferketten und starke Preissteigerungen bei industriellen Vorprodukten fordern uns selbstverständlich als Hersteller heraus. Aber wir sind sehr gut aufgestellt, diesen Risken zu begegnen. Darüber hinaus haben wir in den letzten Jahren unsere Hausaufgaben gemacht und substanziell in unsere Produktion, Qualitätssicherung und Service investiert. Für unseren Vertrieb sehen wir unseren Fachpartnerkanal als tragende Säule an. Wir unterstützen unsere Partner schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich bei der Kundengewinnung. Heute sehen wir aber, dass sich die Herausforderungen zunehmend verlagern und wir uns auch in anderen Bereichen enger verzahnen müssen. Dazu gehören unter anderem die Personalgewinnung und Unternehmensentwicklung. Hier wollen wir in den nächsten Jahren ansetzen. 


Mit großen Unternehmen kennen Sie sich aufgrund Ihrer bisherigen Karriere bereits bestens aus. Auch jüngst haben Sie für einen Global Player, nämlich Shell, gearbeitet. Weshalb der Wechsel zum viel kleineren Unternehmen Sonnen?

Sonnen hat sich mittlerweile selbst vom innovativen Startup aus dem schönen Allgäu zu einem globalen Player entwickelt. Wir sind heute mit Niederlassungen in Italien, USA, oder Australien aktiv. Darüber hinaus ist die Sonnen-Batterie in vielen europäischen Ländern erhältlich. Die Übernahme von Sonnen durch Shell im Jahr 2019 hat unser Wachstum stark beschleunigt und gibt uns nach wie vor großen Rückenwind. Ich freue mich sehr, dass ich durch den Wechsel zu Sonnen meinen beruflichen Fokus noch stärker an dem ausrichten kann, was mir ganz persönlich wichtig ist: einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende direkt bei den Haushalten zu leisten. Vor allem dort, bei den Menschen zu Hause, sehe ich einen großen Hebel, unseren Energieverbrauch vom CO2-Ausstoß zu entkoppeln.

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