Tourismus

Allgäu Top Hotels fordern Aussetzung der Bundesnotbremse

Der Tourismus im Allgäu atmet auf. Denn dank niedriger Inzidenzwerte dürfen Gäste wieder beherbergt werden. Warum die Allgäu Top Hotels dennoch skeptisch sind.

Ein Lichtblick für die Allgäu Top Hotels. Alle drei allgäuer Landkreise dürfen ihre Tore für Touristen wieder öffnen. „Davor stand ein unglaublicher Kraftakt und eine hohe Nervenanspannung bei allen Beteiligten. Die Hotels konnten erst wenige Tage davor den Gästen final bestätigen, dass sie wirklich anreisen dürfen“, berichtet Sybille Wiedenmann, Geschäftsführerin der Allgäu Top Hotels. Viele Gäste hatten ihre Reisen bereits verschoben oder wieder abgesagt, da es für die meisten Länder in Europa bereits ab dem 14. Mai durch den Beschluss des Bundestags die „Reisefreiheit“ auch für Risikogebiete bis zu einer Inzidenz von 200 gab. Im Inland habe die Bundesnotbremse die Gäste dagegen ausgebremst, bedauern der Hotel-Verbund. In Deutschland ist stabile Inzidenz von unter 100 an 5 Tagen erforderlich, um eine Genehmigung für die Beherbergung von Urlaubsgästen zu erhalten. Dies erreichte das Allgäu am 21. Mai.

Allgäuer Hotels setzen auf Testungen

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„Die Menschen sind glücklich, die strahlen, die Gäste wie die Mitarbeiter“, fasst Hans-Jörg-Lingg, Hotelchef des Bergkristall in Oberstaufen und Beirat der Allgäu Top Hotels, die aktuell Lage zusammen. Während der Schließungen war Lingg allerdings alles andere als positiv gestimmt. Im Interview warnte er davor, dass sein Lebenswerk von der Zerstörung bedroht würde.

Der Großteil der Gäste ist mit dem erforderlichen negativen Corona-Test angereist. Nur wenige mussten vor Ort den Eingangstest machen, berichten die Allgäu Top Hotels. Alle 48 Stunden ist ein erneuter Test aller Gäste erforderlich. Die Hotels haben vielfach eigene Teststraßen und dürfen den Gästen eine Bestätigung ausstellen, die 24 Stunden Gültigkeit besitzt und mit der Gastronomie- und Freizeiteinrichtungen genutzt werden dürfen. Dies bedeute für die Gastgeber einen hohen zusätzlichen Aufwand, aber bringe für die Gäste und Einheimische aber eine hohe Sicherheit, teilt der Unternehmensverbund mit. Die Inzidenzzahlen sind in den Landkreisen unterdessen – trotz der Urlaubsgäste – stetig gesunken.

Unsicherheit bleibt

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Die erste Testphase ist damit erfolgreich gelaufen, aber die Unsicherheit bleibt. Dieses Fazit ziehen die Allgäu Top Hotels jetzt. Außerdem geben sie zu bedenken: Was passiert mit den Inzidenzzahlen, wenn die Einheimischen von ihren Urlaubszielen im Ausland wieder zurückkommen? In Österreich und Italien brauche es beispielsweise nur einen Test zur Anreise und einen Test für das „Freitesten“ hinterher. Die Konsequenz steigender Zahlen sei klar: Die Schließung der Beherbergungsbetriebe für Urlaubsgäste in Kempten am Mittwoch, den 26.05.2021, habe die Notbremse sehr realistisch vor Augen geführt. Nach drei Tagen mit einer Inzidenz über 100 greift die Notbremse und muss durch die Oberbürgermeister beziehungsweise Landräte vollzogen werden – völlig unabhängig wer für die Steigerung der Inzidenzzahlen verantwortlich ist.

Forderung nach Ende der Bundesnotbremse

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 „Dem Sonnenalp Ressort hat der Restart rund 1.000.000 Euro gekostet. Wir können die Hotels nur mit sehr hohen finanziellen Verlusten rauf – und runterfahren. Die Überbrückungshilfen sind eine Überlebenshilfe, aber keine wirtschaftliche Entschädigung“, sagt Dr. Anna-Maria Fäßler, die Chefin der Sonnenalp und Beiratsvorsitzende der Allgäu Top Hotels. Weiter führt sie aus: „Die Konten sind leer. Es braucht jetzt eine Sicherheit für unternehmerisches Handeln von Bayern und vom Bund. Die Bundesnotbremse muss umgehend ausgesetzt werden. Wir brauchen eine inzidenzunabhängige Öffnungsstrategie, wie in den europäischen Nachbarländern. Die Politik muss jetzt die Rahmenbedingungen schaffen, dass wir offen bleiben können. Das ist existenziell wichtig jetzt und für die Zukunft.“

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