Wachstum geht weiter

2018 war erfolgreichstes Jahr der AGCO/Fendt Firmengeschichte

Peter-Josef Paffen. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Das Jahr 2018 war für Fendt das bisher erfolgreichste Jahr der fast 90-jährigen Firmengeschichte. 2019 soll es noch übertreffen. Peter-Josef Paffen, Vorsitzender der AGCO/Fendt Geschäftsführung, erklärt wo und wie das Unternehmen wachsen will.

Fendt konnte seine Stückzahlen und Marktanteile in Europa und weltweit sowohl im Traktorenbereich als auch beim gesamten Fendt Full Line Programm weiter steigern. Peter-Josef Paffen zeigte sich bei der internationalen AGCO/Fendt Pressekonferenz zufrieden: „Wir konnten den Traktorenabsatz wie angekündigt um weitere 12 Prozent auf 16.806 Einheiten erhöhen. Der Exportanteil blieb mit 66 Prozent in etwa auf Vorjahreshöhe. Das Wachstum hält weiter an. Aktuell planen wir mit einem Absatz von 18.000 Fendt Traktoren plus X im Jahr 2019. Damit kommen wir unserem Ziel mit 20.000 Traktoren im Jahr 2020 wieder einen großen Schritt näher.

Markteinführung in Brasilien geglückt

„Im Rahmen der globalen Wachstumsstrategie haben wir uns das Ziel vorgenommen, die Hightech-Marke Fendt weltweit anzubieten. Und zwar in allen Regionen mit moderner Landwirtschaft und entsprechenden Betriebsstrukturen“, erklärte Paffen weiter und nannte als jüngstes Beispiel die Markteinführung in Brasilien Ende März 2019 auf der Agrishow in Sao Paulo. Das neue Fendt Team in Brasilien habe hier bereits konkrete Bestellungen entgegennehmen können. In Nordamerika erreichte Fendt in den letzten Jahren wieder steigende Absatzzahlen, vor allem mit den neuen Großtraktoren. In der Region Asien/Pazifik/Afrika (APA) sieht Peter-Josef Paffen ebenfalls gute Wachstumschancen. In Südafrika zeigt sich der Landtechnikmarkt derzeit etwas verhalten. Dennoch seien Großkunden in der Region nach wie vor sehr an Fendt Großtraktoren und Erntemaschinen interessiert.

Größter Umsatz in West- und Zentraleuropa

Die höchsten Umsätze erzielt das Unternehmen jedoch in West- und Zentraleuropa (ohne Türkei). Dass soll auch in den nächsten Jahren so bleiben. „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa sind für unsere Kunden und auch für uns als exportstarkes Unternehmen bei allen berechtigten Diskussionen im Detail seit Jahren verlässlich und stabil. Das hat sehr viel mit dem Euro und der Europäischen Union zu tun“, sagte der Vorsitzende der AGCO/Fendt Geschäftsführung und konstatierte: „Fendt konnte auf den Landtechnikmärkten in Europa Stückzahlen und Marktanteile weiter steigern. Mit 8,7 Prozent erreichten wir 2018 eine neue Höchstmarke bei Traktoren ab Null PS und wir sind auf gutem Weg, den Marktanteil auch dieses Jahr weiter zu steigern. Im Marktsegment der Großtraktoren über 200 PS steht Fendt mit rund 30 Prozent Marktanteil auch in Europa mit weitem Abstand an erster Stelle.“

In Frankreich plant Fendt einen Absatz von 4.000 Fendt Traktoren nach 3.450 im Vorjahr. In Italien visiert das Fendt Team 1.200 Einheiten an. Im vereinigten Königreich stehen die Chancen gut, trotz oder wegen der Brexit-Diskussion in diesem Jahr erstmals über 1.000 Fendt Traktoren zu verkaufen. Auch in Spanien, Skandinavien, Polen, Holland, Belgien, in der Schweiz, in Österreich und in den Zentraleuropäischen Ländern geht es spürbar aufwärts. In Russland setzt AGCO jetzt auch die in Westeuropa erfolgreiche Route 66 Strategie um, mit eigener Fendt ESO Vertriebsorganisation von Moskau aus, die die Vertriebspartner in Russland betreut. Auch auf dem Heimatmarkt Deutschland sieht es gut aus. „Unser Ziel ist, bis zum Jahresende die sehr gute Marktposition von Fendt in Deutschland weiter zu verbessern“, betonte Paffen. Fendt steht in den ersten fünf Monaten auf dem Gesamttraktorenmarkt in den Kategorien ab Null PS, 51 PS und 201 PS jeweils an erster Stelle.

Autonom und elektrisch

Um fit für die Zukunft zu sein, investiert Fendt erneut Millionen in die Foschung. 2019 leigt das Budget bei rund 73 Millionen Euro. Als „Projekte mit Potenzial“ gelten hier unter anderem der Fendt Xaver Roboter und der Fendt e100 Vario. Beide Projekte befinden sich nach wie vor in der Entwicklungsphase. „Die Xaver Roboter sind klein, leicht, bodenschonend, autonom, schnell und länger einsatzfähig nach Regenfällen und sicherheitstechnisch beherrschbar. Der batterieelektrische Fendt e100 Vario hat enorm viel Interesse bei ganz unterschiedlichen Kundengruppen erzeugt“, so Paffen. Inzwischen laufe die Erprobung im praktischen Einsatz. Bis zur Serienreife seien es aber noch ein paar Jahre Entwicklungsarbeit.

Fendt präsentiert seine neusten Maschinen 2019

Smart Farming unter DSGVO

Sehr intensiv arbeitet die Fendt Mannschaft auch an den Themen Digitalisierung und Smart Farming. „Die Vernetzung der Maschine, Datenerhebung und Auswertung schreiten rasch voran. Immer mit dem klaren Bekenntnis, dass die Daten dem Landwirt gehören und er allein bestimmt, was mit den Daten geschieht“, betonte Paffen diesbezüglich.

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