MINT-Berufe

Sieben schwäbische Unternehmen an „Girls‘ Day Akademie“ beteiligt

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des vbm. Foto: vbm
Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber und die Bundesagentur für Arbeit ziehen in Schwaben eine positive Bilanz zur „Girls‘ Day Akademie“. Das Projekt biete Vorteile für alles Seiten.

Die „Girls‘ Day Akademie“ hat sich in den letzten Jahren als bewährtes Projekt für die Berufsorientierung bei Schülerinnen in ganz Bayern etabliert. An 16 Standorten besteht das Kooperationsmodell zwischen einer teilnehmenden Schule, mehreren Unternehmen und einer weiterführenden Schule oder Hochschule. Schülerinnen im Alter zwischen 12 bis 16 Jahren können im Rahmen eines Wahlfaches daran teilnehmen.

Schulen aus Immenstadt und Dillingen mit dabei

In Schwaben beteiligten sich im endenden Schuljahr 2017/18 zwei Schulen (Immenstadt, Dillingen) sowie sieben Unternehmen (unter anderem KUKA und Airbus). Die „Girls‘ Day Akademien“ werden während des ganzen Schuljahres für bis zu 15 Schülerinnen angeboten und finden ergänzend zum Schulunterricht statt. Die Teilnehmerinnen treffen sich in der Regel wöchentlich, um ihre technischen Fähigkeiten zu erproben und Einblicke in die M+E Berufswelt zu bekommen. Die „Girls‘ Day Akademie“ bietet außerdem Bewerbungstrainings für die Teilnehmerinnen.

Win-win für Schüler und Arbeitgeber

Die Projektbeauftragte Tina Schwarz koordiniert die Girl's Day Akademie von Donauwörth aus. Im Team mit anderen Mädchen werden  technische Fragen und Aufgabenstellungen nicht nur theoretisch sondern auch praktisch angegangen. „Das Projekt bietet Vorteile für alle Seiten: Die Schülerinnen lernen Tätigkeiten aus M+E Berufen praxisnah kennen und die Unternehmen können sich als attraktiver Arbeitgeber gegenüber potenziellen Azubis präsentieren“, so bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Ziel: Neugier für technische Berufe wecken

„Frauen und Technik passen sehr gut zusammen, daher möchten wir mit der ‚Girls‘ Day Akademie‘ junge Frauen ermutigen, ihre Stärken zu nutzen und sich nach der Schule für einen technischen Beruf zu entscheiden“, ergänzt Ralf Holtzwart, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit. „Trotz der häufig guten Schulnoten der Schulabgängerinnen in MINT-Fächern wählen Mädchen nur selten einen MINT-Ausbildungsberuf, unter anderem, weil sie die spannenden Aufgaben, die dieser Bereich bietet, nicht kennen. Deshalb ist unser Ziel, ihre Neugier zu wecken und den Mut zu befördern, einen MINT-Ausbildungsberuf zu wählen.“

Brossard: Ein Viertel der Beschäftigten sind Frauen

„Derzeit sind rund 26 Prozent der Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie weiblich. Wir wollen, dass noch mehr Frauen den Weg in technische Berufe und damit in die bayerischen M+E Unternehmen finden. Dafür müssen wir zum einen über die sehr guten Rahmenbedingungen in der M+E Industrie aufklären. Die bayerische M+E Industrie steht für hohe Übernahmequoten und sehr gute Verdienste. Zum anderen müssen wir Frauen noch besser als bisher an die ‚Männerdomäne Technik‘ heranführen. Die ‚Girls‘ Day Akademie‘ ist eine erfolgreiche Initiative, um schon bei jungen Mädchen Begeisterung für Technik zu wecken“, schloss Brossardt die Bilanz ab.

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