100. Klasse zu Besuch

Schülerlabor: Hochschule Kempten fördert MINT-Nachwuchskräfte

Vor zweieinhalb Jahren hat die Hochschule Kempten das Schülerlabor Sinneswahrnehmung eröffnet. Damit sollen die jungen Menschen an MINT-Fächer und später Berufe herangeführt werden. Erst kürzlich kam die 100. Schulklasse in die Einrichtung.

Das Schülerlabor Sinneswahrnehmungen erfreut sich seit seiner Eröffnung an der kontinuierlich zunehmenden Besucherzahl. Der Leiter und Initiator der Einrichtung, Prof. Dr. Thomas Eimüller, begrüßte zwei 11. Klassen der Fachoberschule Sonthofen. Sie waren als 100. Besucherklasse mit ihren Lehrern Roland Gantner und Hans-Martin Nebas nach Kempten gekommen. Ziel des Schülerlabors ist es, durch spannende Versuche bei den Schülern das Interesse für die Naturwissenschaften zu wecken und so dem Fachkräftemangel in den MINT-Fächern entgegenzuwirken. Schulklassen aus ganz Schwaben haben inzwischen das Labor besucht.

Hochschule Kempten fördert den MINT-Nachwuchs

Neben der ganzjährigen Besuchsmöglichkeit in Kempten werden auch Führungen durch die Forschungslabore der Hochschule, wie beispielsweise eine Demonstration des Windkanals, organisiert. Weitere 75 Klassen nutzten die Möglichkeit, an ihrer Schule Vorträge zur Bionik oder zu astronomischen Themen zu hören oder die Sonne und den Nachthimmel mit einem Teleskop zu beobachten. Die Einrichtung wird maßgeblich von der Frank Hirschvogel Stiftung finanziell unterstützt. Neben dem Landkreis Oberallgäu fördert auch die Stadt Kempten das Schülerlabor mit einer jährlichen Zuwendung.

Betriebssanitäterin nimmt die Arbeit an der Hochschule auf

Neben der Nachwuchsförderung wird in der Hochschule Kempten auch die Sicherheit großgeschrieben. So hat die Hochschule seit kurzem eine eigene Betriebssanitäterin. Ab 1.500 Mitarbeitern müssen Unternehmen einen Betriebssanitäter im Haus haben. Die Hochschule ist mit ihren 145 Professoren und 290 Mitarbeitern eigentlich weit davon entfernt. Nicht jedoch, wenn die rund 6.000 Studierenden dazu gezählt werden. Das dachte sich Theresia Seefelder, Ersthelferbeauftragte der Hochschule Kempten und Mitarbeiterin der Fakultät Tourismus. Mit ihrem Vorschlag, einen Betriebssanitäter einzuführen, stieß sie bei der Hochschulleitung sofort auf offene Ohren.

Zweimal fuhr Seefelder für je eine Woche nach Stuttgart zur Schulung des Malteser Hilfsdiensts e. V. Das nötige Fachwissen eignete sie sich im Selbststudium an. Nach erfolgreich bestandener Prüfung ist Theresia Seefelder nun offiziell eine Betriebssanitäterin. „Als Betriebssanitäterin habe ich einen erweiterten Aufgabenbereich“, erklärt Seefelder den Unterschied zwischen Ersthelfer und Betriebssanitäter. „Ich darf beispielsweise Sauerstoff geben und auch intubieren.“ Für Seefelder persönlich bedeutet das eine sehr große Verantwortung und sie ist froh, dass sie noch zu keinem Großeinsatz gerufen wurde. Als Ersthelferbeauftragte koordiniert sie zudem Grund- und Auffrischungskurse für die freiwilligen 52 Ersthelfer der Hochschule.

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